Thermotransferdrucker – die unterschätzte Technologie

Geschrieben von Marcel Schreiter am 18.02.2014.

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Thermotransferdrucker bieten viele Vorteile: Eine hervorragende Druckqualität, eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit von bis zu 300 mm pro Sekunde und die Option, nahezu alle Untergründe langfristig bedrucken zu können. Weil mit diesem Verfahren besonders gute Barcodes, Schriftbilder und Grafiken abrieb- und wasserfest geprägt werden, kommen Thermotransferdrucker immer häufiger zum Einsatz. Vor allem im industriellen Bereich haben sie Matrix-, Laser- und Tintenstrahldrucker längst verdrängt. 

Die Funktionsweise des Thermotransferdruckers

Mit einem Thermotransferdrucker lässt sich vieles drucken. Seriennummern, Einzeletiketten oder auch Plakate in hochwertiger Qualität sind nur einige der unzähligen Anwendungsmöglichkeiten. Bei dieser Druckart wird die Qualität von drei Komponenten bestimmt: Dem Etikettenmaterial, dem Drucker und dem Thermotransferband. Sind diese drei Bestandteile optimal aufeinander abgestimmt, ist das Druckergebnis perfekt.

Beim Thermotransferdruck wird der Druckkopf zunächst in einem Etikettendrucker erwärmt, auf diese Weise kann die Farbe durch Wärme und mit Hilfe des Anpressdruckverfahrens direkt auf das Etikettenmaterial übertragen werden. Der Druckkopf besteht dabei aus 300 bis 600 Heizelementen pro linearem Zoll (abgekürzt als dpi, „dots per inch“, was übersetzt „Heizelemente pro Zoll“ bedeutet).
Dieses widerstandsfähige Material ist von einer sehr dünnen Schutzschicht bedeckt, welche die Heizelemente vor der Abnutzung bewahrt. Die sich im Druckkopf befindenden Heizelemente stehen in direktem Kontakt mit der hinteren Seite des Thermotransfer-Farbbands, genauso verhält es sich mit der Farbseite des Thermotransferbands und dem Etikettenmaterial. Dieses „Sandwich“ aus dem Farbband und dem Etikettenmaterial wird zwischen dem Druckkopf und der mit Gummi behafteten Andruckwalze transportiert.

Beim Druck erhitzen einzelne Dots des Thermodruckkopfes nun selektiv die Farbe des Farbbands über ihren entsprechenden Schmelzpunkt. Somit überträgt sich die Farbe vom Träger direkt auf das Etikettenmaterial und bleibt dort haften. Das Etikettenmaterial und das Farbband bewegen sich dabei synchron direkt unter dem Thermodruckkopf hindurch – so lange, bis beide Materialien voneinander getrennt werden. Auf diese Weise wird das vollständige Druckbild nach und nach erstellt. 

Die vielen Vorteile des Thermotransferdruckers

Das Thermotransfer-Druckverfahren bietet viele verschiedene Vorteile, wie beispielsweise eine besonders gute Barcode-Qualität sowie farbkräftige, gestochen scharfe Drucke bei Bannern, Plakaten und Ähnlichem. Die Druckgeschwindigkeiten sind dabei sehr hoch und können je nach Drucker bis zu 300 mm pro Sekunde betragen. Weiterhin sind die Drucke absolut resistent gegen chemische und mechanische Abnutzung, sofern Thermotransferbänder und geeignete Etiketten für den Druck verwendet werden. Moderne Thermotransferdrucker arbeiten darüber hinaus absolut geräuscharm und benötigen kaum Wartungsarbeiten.
Thermotransferdrucker können Farbe auf die unterschiedlichsten Materialien drucken: Von Metall über Papier bis hin zu Karton, das Ergebnis überzeugt immer durch eine außerordentliche Qualität.

Weiterführende Infos:

Wikipedia.org – Thermodruck

Ident24.de – EasyCoder Thermotransferdrucker

Uni-Paderborn.de – Thermodrucker

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Marcel Schreiter

Marcel Schreiter

...ist Gründer und Chefredakteur von Allround-PC.com. Als Dipl. Medienwirt beschäftigt er sich neben dem Journalismus auch mit Marketingthemen im Sportbereich. Der Triathlonsport ist seine Leidenschaft.

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