SSDLife: Verbleibende Lebensdauer der eigenen SSD bestimmen

Mit dem Tool SSDLife lässt sich unkompliziert der Gesundheitsstatus einer SSD bestimmen

Geschrieben von Nils Waldmann am 02.09.2015.

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Solid State Drives (SSDs) basieren auf Flashspeicherzellen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Festplatten, bei denen zumeist ein mechanischer Defekt zum Ableben der Platte führt, sind es bei SSDs die Flashzellen, welche einer Abnutzung unterliegen. Mit jedem Schreibvorgang verringert sich so theoretisch die Lebenserwartung der eigenen SSD. Das Tool SSDLife verschafft einen Überblick über die verbleibende Lebenserwartung.

SSDLife greift dabei auf die SMART-Daten zurück, welche von modernen Massenspeichern (Festplatten sowie SSDs) protokolliert werden. Neben Daten zur Betriebstemperatur, den Anschaltzyklen und der Gesamtbetriebsdauer, finden sich in diesem Protokoll auf Informationen über die insgesamt geschriebene Datenmenge. Die meisten SSD-Hersteller veröffentlichen Angaben zu ihren Produkten, die die erwartete Lebensdauer der Flashzellen beschreiben. Dieser Wert wird zumeist mit TBW (total bytes written) angegeben und sagt aus, welches Datenvolumen insgesamt im Durchschnitt auf eine SSD des vorliegenden Typs geschrieben werden kann, bevor das Laufwerk bzw. der Flashspeicher einen kritischen Status erreicht.

Auf Basis dieser Daten berechnet SSDLife den voraussichtliche „Todestag“ der eigenen SSDs samt Datumsangabe. Zudem ist es möglich, direkt auf die SMART-Daten der verbauten Laufwerke zuzugreifen. Außerdem protokolliert das Tool ab dem Zeitpunkt der Installation selbst im Hintergrund die geschriebene Datenmenge mit und kann so noch präzisere Angaben zum Gesundheitszustand und zur verbleibenden Lebenserwartung machen. SSD Life Intel Postville G2

Wichtig: Auch wenn eine konkrete Datumsangabe viel Sicherheit ausstrahlt, vor allem wenn die berechnete Lebensdauer der SSD noch viele Jahre beträgt, so basieren diese Berechnungen auf Durchschnittswerten. Auch wenn das Tool der SSD bei Beibehalten des bisherigen Nutzungsmusters noch mehrere Jahre voraussagt, kann ein zufälliger Defekt das Laufwerk bereits morgen unbrauchbar machen. Die Informationen die SSDLife präsentiert sollten deshalb keines Falls von einem regelmäßigen Backup abhalten – ganz im Gegenteil!

SSDLife kostet 29 US-$ in der PRO-Version und ist ebenfalls in einer Ultrabook-Version für 19 US-$ erhätlich. Kostenlose Testversionen stehen zum Download bereit.

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

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