Test: Bluetooth-Speaker Roundup Teil 3

Geschrieben von Robin Cromberg am 01.07.2014.

Bluetooth Speaker Startbild

Zum dritten Mal haben wir uns für euch diverse Bluetooth-Speaker angesehen, dieses Mal sind ganze acht Modelle im Roundup-Test enthalten. Die Speaker reichen von handflächengroßen Würfeln bis hin zu größeren Lautsprechern samt Haltegriff, die sich allesamt für die musikalische Untermalung beim Grillen oder im Park nutzen lassen. In diesem Roundup sind Modelle der Hersteller Edifier, Creative, hama, Rapoo, PEAQ und LUXA² enthalten.

 

 

Technische Details (Herstellerangaben)

Speaker apt-X-Codec Near Field Communication (NFC) Bluetooth-Version Frequenzbereich Akkulaufzeit
(bis zu)
Größe (Länge x Breite x Höhe) Gewicht Preis*

Edifier Bric Connect iF335BT

Nein Nein 2.1 72 Hz ~ 20 kHz

8 Stunden

30 cm x 9 cm x 13,3 cm 1,4 kg ~ 85 Euro

Creative Muvo 10

Nein Ja 4.0 keine Angabe

8 Stunden

10,5 cm x 32 cm x 11,3 cm 967 g ~ 60 Euro

hama Rock

Nein Nein 3.0 keine Angabe

20 Stunden

keine Angabe 300 g ~ 45 Euro

Rapoo A300

Nein Ja 4.0 keine Angabe

12 Stunden

6,3 cm x 6 cm x 6,7 cm 200 g ~ 43 Euro

Rapoo A600

Nein Ja 4.0 keine Angabe

10 Stunden

14,1 cm x 6,6 cm x 10,3 cm 350 g ~ 88 Euro

PEAQ PPA80BT-B

keine Angabe Nein keine Angabe 30 Hz – 20 kHz

2 Stunden

4,5 cm x 15,9 cm x 5,8 cm 230 g ~ 35 Euro

LUXA² GroovyW

keine Angabe Ja 3.0 keine Angabe

15 Stunden

1,8 cm x 0,82 cm x 0,66 cm 550 g ~ 120 Euro

Creative Sound BlasterAxx AXX 200

Ja Ja 2.1 keine Angabe

15 Stunden

6,4 cm x 7,2 cm x 20 cm 450 g ~ 150 Euro

*Hinweis: Die Preise basieren auf Infos der Preissuche geizhals.de

Wissenswertes: Bluetooth-Versionen

Den Meisten genügt schon das bloße Bluetooth-Logo, nach der Versionsnummer erkundigen sich die Wenigsten. Doch welche Unterschiede weisen die einzelnen Bluetooth-Standards auf? Neben höheren Übertragungsraten gehört zu den Neuerungen etwa bei der neuesten Version, Bluetooth 4.0, ein geringerer Stromverbrauch von unter 20 mA. Bisher galt, dass alle Versionen untereinander kompatibel sind, mit Version 4.0 ändern sich jedoch Profile und Übertragungsprotokoll. Ist ein Bluetooth-4.0-Gerät mit den älteren Versionen nicht mehr kompatibel, trägt dieses den Zusatz „Smart“, universell-kompatible 4.0-Geräte tragen dagegen hin und wieder ein „Smart Ready“, bei den entsprechenden Bluetooth-4.0-Produkten unseres Tests fehlte diese zusätzliche Kennzeichnung allerdings. Der Vorteil von Bluetooth Smart ist, dass weniger als fünf Millisekunden ausreichen, um eine Übertragung aufzubauen, welche darüber hinaus auch noch eine Reichweite von rund 100 Metern erreichen soll. Da der Standard Bluetooth ursprünglich auf eine niedrige Datenrate ausgelegt ist, um unkomplizierte Kommunikation auf kurze Distanz zwischen mobilen Geräten zu ermöglichen, kommt es auch bei der aktuellen Version 4.0 zu Datenverlust und damit Einbußen bei der Klangqualität. Der Codec apt-X soll hier Abhilfe schaffen, da er mit besonders geringen Verlustraten CD-Qualität erreichen soll, und somit den scheinbar einzigen Nachteil von Bluetooth begleichen könnte.

Edifier Bric Connect iF335BT

Edifier Bric Connect Edifier Bric Connect 

Der Edifier Bric Connect ist der größte Bluetooth-Speaker unseres Tests, wiegt für seine Größe jedoch überraschend wenig. Das zur Vorderseite gerichtete Meshgitter, hinter dem sich auch Mikrofoneingang sowie Infrarot-Fernbedienungserkennung befinden, wird oben und unten von einem (in unserem Fall dunkelgrauen) Kunststoff-Gehäuse ummantelt. An dessen Oberseite befinden sich Powerbutton, Lautstärkeregler sowie ein Knopf mit Telefonhörer-Symbol, mit dem Anrufe angenommen und abgelehnt, sowie auf das Handy umgeleitet werden können. Eine kleine LED-Anzeige gibt Aufschluss darüber, ob der Speaker per Bluetooth oder AUX-Eingang verbunden sind. An den Seiten des Lautsprechers, die in schwarzem Kunststoff gehalten sind, sind die Bassreflex-Öffnungen platziert. Die Unterseite des Bric Connect beherbergt neben einem Fach für sechs AA-Batterien auch eine Halterung für die Fernbedienung. Deren schwarze Klavierlack-Oberfläche ist mit insgesamt acht Knöpfen bestückt, deren Funktionen zusätzlich zu den bereits am Gerät verfügbaren auch Play/Pause, Wiedergaberegelung und die Wahl des Eingabemodus umfassen. Darüber hinaus bieten vier kleine Gummifüße halt auf rutschigen Oberflächen, an der Rückseite befinden sich AUX- und Netzanschluss.

Pro Contra
  • exzellenter Klang
  • enorme Reichweite
  • Fernbedienung
  • vergleichsweise kurze Akkulaufzeit 
  • lange Suche und Pairing

Edifier Bric Connect PreisLeistung

Creative Muvo 10

Creative Muvo 10 Creative Muvo 10

Nur wenig kleiner als der Edifier Bric Connect fällt der Creative Muvo 10 aus. Dieser sticht auf den ersten Blick durch den Handgriff ins Auge, mit dem der Lautsprecher bequem transportiert werden kann. Die Kunststoffhülle ist vollständig in schwarz gehalten, diese umschließt das gesamte Gerät, ist an der Vorderseite jedoch durch ein Dreiecksmuster geprägt, durch welches das graue Meshgitter zu erkennen ist. Vier dieser dreieckigen Öffnungen sind den Steuerelementen vorbehalten, neben zwei Buttons zur Lautstärkereglung und einem LED-Statusindikator ist hier auch ein Multifunktionsbutton zum Verbinden via Bluetooth vorzufinden, mit dem auch Anrufe entgegen genommen werden können. Das zugehörige Mikrofon befindet sich gleich nebenan, versteckt hinter dem Meshgitter. An der Oberseite ist das NFC-Logo aufgedruckt, hier lässt sich per Auflegen des Smartphones die Verbindung per NFC herstellen. Aux-In- sowie microUSB-Anschluss befinden sich in einer Aussparung an der Rückseite, zusammen mit dem Power-Button.

Pro Contra
  • exzellenter Klang
  • schnelle Suche und Pairing
  • praktischer Handgriff
  • NFC
  • vergleichsweise kurze Akkulaufzeit
  • geringe Reichweite

 

hama Rock

hama Rock 1 hama Rock 2

Der kleine hama Rock verschwendet keinen Zentimeter für etwaige Verschörkelungen oder Extras, das rechteckige Gehäuse ist rundum von einem feinen, schwarzen Lochgitter umgeben. Eine Rutschsicherung aus Gummi nimmt hingegen die gesamte Unterseite ein und bietet sehr guten Halt. Den einzigen Freiraum für Spielereien bietet die Oberseite des hama Rock, dessen Gummiüberzug sich mit einem einfachen Handgriff entfernen und austauschen lässt. Dazu liegen dem Lieferumfang fünf weitere Wechselcover in den Farben Rot, Blau, Gelb, Weiß und Pink bei, allesamt mit den drei riesigen Symbolen -, + und 0 versehen. Mit diesen lassen sich Lautstärke und Wiedergabe regeln. An der Rückseite des Bluetooth-Speakers befinden sich Anschlüsse für die beiliegenden Klinken- und microUSB-Kabel, sowie ein Schieberegler zum Ein- und Ausschalten des Geräts.

Pro Contra
  • ordentlicher Klang
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • enorme Reichweite
  • 6 beiliegende Gummicover
  • schnelle Suche
  •  langes Pairing

 

Rapoo A300

Rapoo 300 1 Rapoo 300 2

Der kleine, würfelförmige Rapoo A300 ist handlich und leicht, ist jedoch dank den silbernen Aluminiumrahmen sehrstabil. Das Meshgitter an der Vorderseite sowie die mit Anschlüssen und dem Powerbutton bestückte Rückseite hingegen sind in einem kräftigen Rot gehalten. Neben einem 3,5-Klinkeneingang und einem microUSB-Panel, deren zugehörige Kabel beide im Lieferumfang enthalten sind, sind an der Rückseite ein On/Off-Schieberegler und eine markierte NFC-Zone zu finden. Ein kreisrundes Controlpanel an der Oberseite beherbergt vier Schalter zum Pausieren der Wiedergabe, Erhöhen und Verringern der Lautstärke sowie Annehmen von Anrufen und Verbinden via Bluetooth. Leider geben diese Buttons kein haptisches Feedback wieder, sondern zeigen lediglich durch ein kurzes Aufflackern der blauen Beleuchtung an, ob die Taste angeschlagen wurde. Der rutschfeste Untergrund lässt den Rapoo A300 an glatten Flächen nahezu festkleben. Praktisch ist auch ein kleiner Beutel für microUSB- und Klinkenkabel.

Pro Contra
  • stabiles Design
  • Beutel für Kabel
  • NFC
  • geringe Reichweite
  • kein haptisches Feedback

 

 Rapoo A600

Rapoo 600 1 Rapoo 600 2

Der Rapoo A600 hat die exakt doppelte Größe seines kleinen Bruders A300, auch Design und Funktionen sind bei beiden Modellen nahezu identisch: Ein silberner Aluminiumrahmen, der das (in diesem Fall weiße) Meshgitter an der Vorder- und I/O-Panel an der Rückseite umrahmt. Auch beim A600 sind hier ein Schieberegler zum Ein-/Ausschalten des Speakers vorhanden, ebenso sind microUSB- und Klinkenanschluss sowie die NFC-Zone dort vorzufinden. Einziger Unterschied an der Rückseite ist das Mikrofon zwischen mircoUSB- und Klinkenanschluss, welches beim kleineren A300 unter der Aluminiumdecke versteckt war. Auf dieser befinden sich beim Rapoo A600 drei große Buttons zum Regeln der Lautstärke und Bluetooth-Pairing, diese besitzen dieses Mal auch einen merklichen Druckpunkt. Auch der große Bruder des A300 ist mit einem rutschfesten Untergrund und einem Beutel für microUSB- und Klinkenkabel ausgestattet.

Pro Contra
  • guter Klang
  • stabiles Design
  • Beutel für Kabel
  •  NFC
  • lange Suche
  • geringe Reichweite

  Rapoo A6 AwardPEAQ PPA80BT-B

PEAQ PPA80BT-B PEAQ PPA80BT-B

Der PPA80BT-B von PEAQ macht optisch zunächst mehr her, als man von einem rund 35 Euro teuren Bluetooth-Speaker erwarten würde. Das schwarze Gehäuse ist zwar vollständig aus Kunststoff gefertigt, scheint jedoch gut verarbeitet zu sein, und auch das Rautenmuster des Meshgitters macht einiges her. Durch den schrägen Untergrund samt zwei rutschfesten Standfüßen hat der PPA80BT leichte Rückenlage. Auch auf der Rückenseite ist ein Meshgitter vorzufinden, in dessen flache Oberfläche der On/Off-Schalter und microUSB-/Klinkenpanel eingelassen sind. Die drei Druckknöpfe zur Lautstärkereglung, Wiedergabesteuerung und zum Annehmen von Anrufen an der Oberseite werden durch eine helle, weiße LED vom schwarzen Gehäuse abgehoben, gleich daneben ist das Mikrofon angebracht.

Pro Contra
  • schnellste Suche und Pairing
  • hohe Reichweite
  • Design
  • Preis
  •  kurze Akkulaufzeit

 

LUXA² GroovyW

LUXA² GroovyW 1 LUXA² GroovyW 2

Der LUXA² GroovyW sieht mit seinem dunkelgrauen Rundum-Meshgitter, der schwarzen Klavierlack-Oberfläche und den silbernen Abgrenzungen recht edel aus. Auch der Funktionsumfang weiß durchaus zu überzeugen. Dies ist bei einem Preis von rund 120 Euro allerdings auch zu erwarten. An der Oberseite befinden sich diverse Schaltflächen ohne haptisches Feedback, darunter Play/Pause/Anrufentgegennahme, Lautstärkeregler, Bluetooth-Pairing sowie Anzeigen für NFC und Batteriestatus. Auch das Mikrofon ist hier untergebracht. Auf der Rückseite befinden sich der Power-Button sowie microUSB- und Klinken-Eingang. Im Lieferumfang ist außerdem eine praktische, kabellose Ladestation enthalten, welche im kabellosen Betrieb die Wiedergabezeit von 15 auf 30 Stunden erhöht.

Pro Contra
  • guter Klang
  • schnelle Suche
  • enorme Reichweite
  • Design
  • NFC
  • Ladestation enthalten
  • lange Laufzeit
  •  –

LUXA2 GroovyW

Creative Sound BlasterAxx AXX 200

Creative Sound BlasterAxx AXX 200 Creative Sound BlasterAxx AXX 200

Der AXX 200 von Creative gehört zu den funktionsreichsten, aber auch teuersten Geräten unseres Tests. Das hexagonal zylindrische Gehäuse mit einer schräg abfallenden Oberseite ist in einem hellen weiß gehalten, die mit diversen Steuerelementen versehene Oberseite sowie die als Standfuß mit Rutschsicherungen dienende Unterseite hingegen sind schwarz. Drei der sechs weißen Flächen belegt das Meshgitter. An der Rückseite gibt es eine Vielzahl an Steuerelementen sowie einen NFC-Kontaktpunkt. Dazu zählen der Power-/Bluetooth-Button, Play/Pause, Vor/Zurück, Schalter zur Stimmaufnahme und -wiedergabe sowie Schieberegler für das Mikrofon, Repeat/Shuffle und den Megafon-Modus, mit dem sich die Stimme enorm verstärken und durch „lustige“ Effekte sogar bearbeiten lässt. Auch auf der Klavierlack-Oberseite gibt es einige Steuerelemente, die allerdings allesamt auf Touch-Bedienung setzen. Hier gibt es etwa die Buttons „SBX Pro Studio“ oder „Voice Focus“, mit denen sich der Klang an das jeweilige Genre anpassen lässt, der optisch ansprechende, digitale Lautstärke-Schieberegler lässt sich bequem per Wisch-Bewegung bedienen. Die Akkulaufzeit des AXX 200 beträgt laut Hersteller 15 Stunden. Eine Ladestation mit USB-Universalnetzteil für die Kompatibilität zu allen regionalen Steckdosenvarianten muss leider zu einem überteuerten Preis von 59,99 Euro separat gekauft werden. Da kann man es doch eher verkraften, wenn der AXX 200 „nur“ mit dem ohnehin beiliegenden Ladekabel aufgeladen wird. Der Sound BlasterAxx AXX 200 nutzt als einziges Testmodell den apt-X-Codec, und bietet damit wesentlich geringere Datenverlustraten. Allerdings ist dieser Codec natürlich keine Garantie für die höchste Wertung im Klangbereich, schlussendlich kommt es hier auf die verwendeten Treiber und Hardware an.

Pro Contra
  • sehr guter Klang
  • Funktionen
  • Megafon
  • NFC
  • Soundeffekte
  • lange Laufzeit
  • apt-X-Codec
  • überteuerte Ladestation
  • Reichweite

Creative Sound BlasterAxx AXX 200

Testvorgang

– *Maximaler Schalldruckpegel: Der Wert des maximalen Schalldruckpegels wurde nicht im Labor gemessen und ist somit keine exakte Messung. Er soll nur eine grobe Richtung vorgeben, an der man sich orientieren sollte. Die Messungen wurden im Freien mit dem Mini Sound Level Meter durchgeführt.

– Reichweite/ Empfang: Die oben aufgeführten Ergebnisse wurden im Freien durch auf dem Boden abgesteckte Abmessungen und der schrittweisen Entfernung von Smartphone zum Bluetooth Speaker ermittelt. Als Smartphone verwendeten wir das HTC One M7.

 Suche/ Pairing: Mit dem Begriff der Suche ist die Zeit gemeint, die das Smartphone brauchte um den Bluetooth-Speaker zu finden. Anschließend benötigt das Smartphone Zeit um sich mit dem Bluetooth-Speaker zu verbinden, diesen Vorgang nennt man Pairing.              

 

Testergebnisse

Speaker

Maximaler
Schalldruckpegel*

Reichweite/ Empfang 
in m

Suche/Pairing
in sek

Klang
(Skala 1-5;
5= bestes)

Edifier Bric Connect iF335BT

91 55

8/8

5

Creative Muvo 10

90 18

3/4

5

hama Rock

79 54

2/8

3,5

Rapoo A300

80 22

4/8

3

Rapoo A600

80 16

8/4

4

PEAQ PPA80BT-B

85 54

2/5

3,5

LUXA² GroovyW

85 57

3/6

4

Creative Sound BlasterAxx AXX 200

85 19 4/6 4,5
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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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