Test: Cooler Master Sirus-C

Geschrieben von Robin Cromberg am 23.04.2014.

coolermaster-logo

Mit dem Sirus-C unterziehen wir dieses Mal einen Koloss unter den Gaming-Headsets unserem Test. Die Over-Ear-Kopfhörer von CoolerMasters hauseigener Gaming-Marke, CM Storm, bringen stolze 400 Gramm auf die Waage und gehören sicher zu den größten ihrer Art. Wen dies nicht abschreckt, der dürfte bei den zahlreichen Features des Sirus-C hellhörig werden. In unserem Test prüfen wir, ob größer in diesem Fall auch gleichzeitig besser bedeutet.

 

 

Lieferumfang:

  • CM Storm Sirus-C Gaming-Headset
  • Quick Start Guide
  • User Guide
  • 2,5 mm zu 2,5 mm Mikrofon-Klinkenkabel
  • RCA Adapter

Technische Daten (Herstellerangaben):

Kopfhörer:

  • Frequenzbereich: 20 – 20.000 Hz
  • Impedanz/Widerstand: 50 Ω (Main); 32 Ω (Woofer)
  • Input Power: >100 mW
  • 3,5 mm Klinke und USB
  • Kabellänge: 3 Meter
  • Gewicht: 400 Gramm

Mikrofon:

  • Frequenzbereich: 100 – 10.000 Hz
  • Signal-Rausch-Verhältnis: >50 dB
  • Empfindlichkeit: -34 dB +/-3 Db

Preis: 84,90 Euro (UVP)

Sirius-C Front Sirius-C Weit 2

Bildquelle: Cooler Master

Design & Verarbeitung

Das Gaming-Headset Sirus-C aus der Peripherie- und Gaming-Reihe „CM Storm“ des taiwanischen Herstellers Cooler Master gehört mit Sicherheit zu einem der größten Vertreter seiner Art. Die abwärts leicht keilförmig zulaufenden Ohrmuscheln sind mitsamt Ohrpolstern etwa fünf Zentimeter dick, und stehen somit besonders weit vom Kopf ab. Auch der Kopfbügel ist bemerkenswert breit. Durch diese Dimensionen besteht zu keiner Zeit Kontakt zwischen dem Kopf und den harten Kunststoffelementen des Headsets. Die dicken Polster verhindern auch bei längerem Gebrauch unangenehme Druckgefühle, zudem werden sie auch nicht allzu schnell warm. Die Größe des Sirus-C wirkt sich natürlich dementsprechend auf das Gewicht aus. So wiegt es ganze 400 Gramm, die sich dank der guten Polster jedoch kaum auf den Tragekomfort auswirken.

Das allgemeine Design des Sirus-C wirkt sehr ansprechend. Der verstellbare Kopfbügel und die Ohrmuscheln sind in einem Mix aus Klavierlack- und Softtouch-Optik gehalten, auch die Verarbeitung macht hier einen besonders guten Eindruck. Auf den beiden Ohrmuscheln befinden sich jeweils das CM Storm Logo sowie ein kleines Gittermuster, die beide weiß beleuchtet sind. Etwas irritierend ist anfangs die besonders starke LED-Beleuchtung an der Spitze des ausklappbaren Mikrofons. Wird dieses neben den Kopfbügel geklappt, lässt sich dieses Licht zwar ausschalten, einen Schalter zum völligen deaktivieren der Beleuchtung sucht man allerdings vergeblich. Immerhin lässt sich das Mikrofon verbiegen und so mehr oder weniger aus dem Sichtfeld entfernen. Am mit drei Metern sehr langen Kabel ist eine Fernbedienung angebracht, mit dem sich die allgemeine Lautstärke und auch die Chat-Lautstärke regulieren lassen, zwischen PC- und Konsolenmodus gewechselt, und auch das Mikrofon per Schieberegler deaktiviert werden kann. Ein beleuchtetes CM Storm Logo zeigt letzteres in den Farben Weiß oder Rot an, beim deaktivieren des Mikrofons bleibt dessen Beleuchtung allerdings eingeschaltet. Das Control Panel lässt sich mit einem Clip auf Wunsch an der Kleidung befestigen.

Sirius-C Fernbedienung Sirius-C Seite
Bildquelle: Cooler Master

Funktionen & Klangqualität

Eine bei Headsets eher seltene Besonderheit lässt sich bereits beim ersten Blick auf die Verpackung ausmachen: „Kompatibel mit PS4“ heißt es dort. Nach kurzem Blättern im sehr übersichtlichen Quick Guide erfahren wir, dass das Sirus-C zudem auch die Last-Gen-Konsolen XBox 360 und Playstation 3 unterstützt. Während für den gewöhnlichen PC-Gebrauch lediglich das USB-Kabel eingesteckt wird, kommen beim Verbinden mit den Konsolen je nachdem, ob ein HDMI-Kabel verwendet wird, der RCA-Adapter und (bei der XBox 360) das 2,5mm-Mikrofonkabel für den Controller zum Einsatz. Ganz ohne einen kleinen Kabelsalat scheint ein Cross-Platform-Headset wohl nicht auszukommen.
Das bereits erwähnte Steuerelement bietet eine Reihe sehr nützlicher Funktionen, ist allerdings besonders groß und durch seine Form auch nicht sonderlich handlich, beim Aufstehen bleibt es mit seinen breiten Kanten gerne mal am Tisch hängen. Die Kopfbügel lassen sich in sehr vielen Stufen verstellen, zudem können die Ohrpolster abgenommen und ausgetauscht werden. In der weitesten Einstellung fühlt sich der dünne Verlängerungsbügel im Vergleich zum massigen Rest des Headsets ein wenig zerbrechlich an. Hier besteht die Gefahr, dass das Headset bei Stürzen Schaden brechen könnte.

Sirius-C Innen
An der Klangqualität des Sirus-C gibt es nichts zu bemängeln: Die dichten Ohrpolster lassen kaum Hintergrundgeräusche hindurch, der Lautstärkeregler deckt zudem einen sehr großen Bereich ab, sodass die Lautstärke stets den Umständen angepasst werden kann. Das Sirus-C besteht auch den Surround-Test, sodass beim Spielen stehts ein atmosphärischer Klang besteht. Mit einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz stellt das Over-Ear-Headset zwar keine nie dagewesene Leistung auf die Beine, deckt jedoch das beim Gaming übliche Klangspektrum voll und ganz ab. Die Bässe kommen etwa bei Explosionen stark zur Geltung und erzeugen ein realitätsnahes Mittendrin-Gefühl. Auch der eingebaute Hi-Fi-Verstärker wertet den Klang noch einmal auf. Das Mikrofon kann, von der störenden Beleuchtung abgesehen, überzeugen. Beim Test an PC und Konsole konnten Gesprächsteilnehmer eine klare und verzögerungsfreie Stimmübertragung bestätigen.

Fazit

Das Over-Ear-Headset Sirus-C von Cooler Master ist (im wahrsten Sinne des Wortes) ein Schwergewicht unter den Gaming-Headsets. Die sehr gute Klangqualität erzeugt in Kombination mit den geräuschdämpfenden Ohrpolstern einen überzeugenden und atmosphärischen Sound. Auch das Mikrofon leistet ganze Arbeit, die extrem helle LED an der Spitze stört anfangs allerdings enorm, erst bei längerem Gebrauch gewöhnt man sich daran. Das einklappbare und biegsame Mikro sowie das sehr weit verstellbare Headband bieten zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Die leicht sperrige Fernbedienung bietet sehr viele Funktionen, mit denen sich nicht nur Mikrofon und Lautstärke verwalten, sondern auch die Ausgabe von PC auf Konsole ändern lässt. Der Preis von 84,90 Euro ist entspricht der Leistung des Sirus-C, zumal nur die wenigsten Gaming-Headsets sowohl den Gebrauch am PC als auch an den neuesten Konsolengenerationen unterstützen.

CM Storm Sirus-C Award

Pro Contra
  • Verarbeitung
  • Cross-Platform
  • Klangqualität
  • Mikrofon
  • Polsterung
  • Gewicht
  • Mikrofonbeleuchtung

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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