Test: Bluetooth Stereo NFC Headset Rapoo S700

Mit guter Musik, aber ohne lästiges Kabel durch den Tag

Geschrieben von Eva L. López am 31.08.2015.

Rapoo Logo

Das Einsteigermodell Rapoo S700 bietet kabellosen Sound für ein geringes Budget. Mit einem Preis von 59 Euro ist das Bluetooth Headset eine echte Kampfansage zu anderen Wettbewerbsmodellen. Ob das Rapoo S700 auch zu überzeugen weiß, haben wir ausführlich getestet.

Schalldruckpegel

110 dB/1m

Nennimpedanz

32 Ohm

Frequenzbereich von/bis

20 Hz bis 20 KHz

Treiber

keinen

Gewicht

210 Gramm

Lieferumfang

  • Rapoo S700
  • 3,5 Millimeter Audiokabel
  • Aufbewahrungstasche
  • Ladekabel: USB auf 3.5 Millimeter Klinke
  • Gebrauchsanweisung

Design & Verarbeitung

Der Rapoo S700 fällt durch ein harmonisches Design auf. Das schwarze Testmodell kommt ohne große visuelle Spielereien aus und besitzt lediglich einige dezente, silberne und weiße Elemente. Der Steigbügel ist mit einem leicht transparenten, schwarzen Gummi überzogen. Obwohl Gummi sicherlich nicht zu den hochwertigsten Materialien gehören, wenn es um Ästhetik geht, wirkt der Bügel stimmig. Ein Vorteil ist zudem die Haftfähigkeit von Gummi. Die Charaktereigenschaft führt dazu, dass der Rapoo S700 fest auf dem Kopf sitzt – Mal den Kopf nach unten baumeln lassen ist gar kein Problem.

Rapoo S700 kompakt zusammengefaltet

Das S700 lässt sich unkompliziert zusammenklappen

Den Übergang vom Bügel zu den Ohrmuscheln bilden metallene Scharniere, auf denen auf beiden Seiten der Markennamen Rapoo aufgedruckt ist. Das darin befindliche Gelenk wird in Anspruch genommen, um die Ohrmuscheln nach innen einzuklappen, damit die Kopfhörer kompakt verstaut werden können. Auch wird unterhalb des Gelenks die Länge eingestellt. Dies funktioniert im Test problemlos und ist selbsterklärend. Ist das Rapoo S700 bis zu diesem Punkt unauffällig gehalten, gibt es an den Ohrmuscheln doch noch eine Besonderheit: die Form. Die Ohrmuscheln sind dreieckig mit abgerundeten Ecken. Zwar sind sie groß genug, um ein Ohr komplett abzudecken, dennoch haben sie nichts von der Globigkeit andere Headsets, insbesondere denen aus dem Bereich Gaming.

Rapoo S700 in allen Farbvariationen Rapoo S700 Frontansicht mit Bedienelementen 

Das S700 gibt es in fünf Farbvariationen. Auf dem schwarzen Testmodell sind die Bedienelemente zu sehen

Während die rechte Ohrmuschel frei von Steuerelementen ist, sammeln sich diese inklusive Audio-Ausgang auf der linken Seite. Obwohl es sich bei dem Rapoo S700 um Bluetooth-Kopfhörer handelt, können sie alternativ auch per Kabel mit dem Smartphone oder PC verbunden werden. An oberster Stelle der linken Außenseite befindet sich zunächst der Einschaltknopf. Ebenso wie bei dem sich darunter befindende Bluetooth-Schalter ist neben dem Knopf ein nadellochgroßes LED-Licht integriert. Dieses gibt per Lichtsignal Feedback über Verknüpfung und Batteriestand. Oberhalb des Audioausgangs ist die Lautstärkewippe positioniert, unterhalb befindet sich das Mikrophon.

Eigenschaften und Klangqualität

Der Rapoo S700 zeichnet sich vor allem durch zwei Features auf: Zum einen die Konnektivität und zum anderen die breitgefächerten Bedienungsmöglichkeiten. Der Kopfhörer kann per Bluetooth oder NFC mit mobilen Geräte gekoppelt werden. Die NFC Kontaktstelle befindet sich an der höchsten Stelle des Bügels. Dies hat im Test problemlos geklappt. Das Koppeln mit Bluetooth kann jedoch zwei-drei Sekunden länger dauern als von anderen Geräten gewöhnt. Positiv ist noch die sogenannte Share-Funktion aufgefallen. Während die Rapoo S700 via Bluetooth mit einem Smartphone verbunden ist, kann eine zweite Person per Audiokabel das Rapoo S700 mit ihrem Headset verbinden. Dies funktionierte bei uns auf Anhieb. Das Feature eignet sich besonders fürs Reisen oder generell zum gemeinsamen Filmschauen. Nicht ganz so optimal ist hingegen die Möglichkeit, Telefongespräche über das Headset anzunehmen. Zum einen fällt der Bluetooth-Knopf, über den das Annehmen von Telefonaten bedient wird, sowie alle andere Steuerungselemente flach aus, sodass er nicht sofort zu ertasten ist. Außerdem befindet sich der Powerbutton in unmittelbarer Distanz, sodass beim Testen erstmal das richtige Bedienungselement gefunden werden muss. Zum anderen hat nicht nur das Headset, sondern auch das Smartphone (iPhone 5) an sich den Klingelton wiedergegeben – dies ist irritierend und unserer Erachtens unnötig. 

 Rapoo S700 seitliche Ansicht   

Der S700 punktet mit einem schlichten Design

Bei dem Kauf von Kopfhörern kommt es neben dem Design und der Bedienung selbstredend auch auf die Klangqualität an. Rapoo hat beim S700 den Fokus mehr auf den Bass als die Höhen gelegt. Bisweilen klingt der Sound daher flach, es fehlt an Tiefe im Klangbild. Das Headset ist allerdings ganz klar als Einsteigermodell ausgelegt und trifft unter diesen Gesichtspunkten klangtechnisch die Erwartungen.

Fazit

Bei den S700 aus dem Hause Rapoo handelt es sich um ein Einsteigermodell, das vor allen für Freizeitaktivitäten gedacht ist. Der Bass-lastige Klang mag dabei nicht jeden Geschmack treffen und genügen. Nichtsdestotrotz kann das Headset seinem Träger auditiv eine schöne Zeit bescheren. In Anbetracht des Preisleistungsverhältnisses schneidet das S700 zu seinen Konkurrenten sogar sehr gut ab. Bis auf kleinere Schwächen mit der Kopplung ist die Konnektivität zufriedenstellend. Ein Bluetooth Headset, dass NFC beherrscht und mit einer zweiten Person verbunden werden kann, ist in dieser Preisklasse selten zu finden. Kurzum: Für den eher kleinem Geldbeutel bietet Rapoo mit dem S700 eine echte Alternative im Bluetooth-Headset-Bereich.

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Eva L. López

Eva L. López

ist Technikjournalistin und die erste weibliche Redakteurin bei Allround-PC. Derzeit macht sie ihren Master in Datenjournalismus in den Niederlanden. Überhaupt, sie sucht immer wieder das Abenteuer im Ausland. Ihre Neugierde verdankt sie auch den großen Ansporn, als Journalistin zu arbeiten. Dabei beschäftigen sie nicht nur Technik, sondern auch die Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft.

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