Test: Lioncast LK30 Gaming-Tastatur

Mechanische Gaming-Tastatur mit zahlreichen praktischen Features

Geschrieben von Robin Cromberg am 28.01.2015.

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Ihr seid auf der Suche nach einer Gaming-Tastatur mit sämtlichen gängigen Eigenschaften wie mechanischen Tastenschaltern, Makros und Beleuchtungsmodi, wollt euren Schreibtisch aber nicht für eine allzu extravagante Tastatur hergeben, deren Design einem Science-Fiction-Film entsprungen scheint? Dann solltet ihr euch den Namen Lioncast einprägen, die uns bereits in unserem Roundup durch Schlichtheit und Qualität überzeugen konnten. Ob das neue Flaggschiff, die Lioncast LK30, ihrem Vorgänger gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Technische Details

Schaltertypmechanische Cherry MX-Switches (Blau oder Braun)
Anti-Ghosting-Tastenzahln-Key-Rollover
Polling-Rate1.000 Hz
Anzahl Makro-Tasten8 separate, programmierbare Makro-Tasten
Kabellänge1,8 Meter
Preis129,95 Euro

Lieferumfang

  • Lioncast LK30
  • Bedienungsanleitung
  • Schaumstoff-Handballenablage

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Design & Verarbeitung

Wie auch beim Vorgänger, Lioncast LK20 (hier im Roundup-Test), setzt Lioncast bei der LK30 auf ein eher schlichtes Design. Die Tastatur ist gänzlich in Schwarz gehalten, die weißen Beschriftungen der Tasten treten dadurch besonders hervor. Während die Lioncast LK20 durch den Verzicht eines Nummernblocks noch recht kompakt ausfiel, hat ihr Nachfolger deutlich an Größe und Funktionen zugenommen: Neben einem Nummernblock zur Rechten ist nun auch oberhalb des Haupttastenblocks eine neue Tastenreihe vorhanden, auf welcher die FN-Taste und auch vier Makros ihre eigenen, separierten Tasten spendiert bekommen. Somit verzichtet Lioncast bei der LK30 weitestgehend auf Doppelbelegungen. Neben diesen Zusatztasten befindet sich eine gerillte Fläche, die jedoch nur als Stilelement fungiert und keine weiteren Funktionen mit sich bringt.

Die acht eben genannten Makro-Tasten oberhalb des Tastenfeldes sind die einzigen ihrer Art, links neben dem Haupttastenblock gibt es keinen zusätzlichen Makro-Block. Die Tastenbeleuchtung fällt besonders hell aus, zudem sind die kräftigen weißen und roten LEDs auf der dunklen Tastatur ein toller Anblick. Hinzu kommt die ebenfalls weiße Hintergrundbeleuchtung, welche das gesamte Tastenfeld mit einem hellen Schein bedeckt. Zur weiteren Ausstattung der Lioncast LK30 gehören zwei ausklappbare Standfüße samt Rutschsicherung (die durch ihre abgerundeten Ecken etwas schwer auszuklappen sind), sowie die beiliegende Handballenablage. Wie schon bei der LK20 handelt es sich bei letzterer nicht um eine simple, ansteckbare Kunststoffleiste, sondern um eine stoffüberzogene Gummiablage. Auch wenn diese nicht direkt an der Tastatur befestigt werden kann, sitzt sie dank ihrer Gummiunterseite völlig rutschsicher auf dem Schreibtisch und bietet nebenbei noch ein komfortables Schreibgefühl.
Praktisch ist auch das USB-Kabel, welches zwar sicher in eine Halterung geklemmt ist, aber auf Wunsch auch entfernt und ausgetauscht werden kann. Dies ist unter Umständen leider sogar nötig, da das Kabel mit einer Länge von nur 1,8 Metern für einige zu kurz erscheinen wird.

Eigenschaften

Die Lioncast LK30 besitzt viele praktische Gaming-Features, die sich hinter dem schlichten Design verstecken. Als erstes fällt uns die besonders praktische Lage des FN-Knopfes direkt über der Escape-Taste auf: Da mit der Tastenkombination FN + eine der F-Tasten die verschiedenen Beleuchtungsmodi gesteuert werden, ist keine Handakrobatik quer über das Tastenfeld nötig, die meisten Kombinationen lassen sich sogar stressfrei mit einer Hand erreichen. Mit den F-Tasten lassen sich nun Helligkeit von Hintergrund- und Tastenbeleuchtung verändern, sowie verschiedene Beleuchtungsmodi auswählen. Mit dem „Key LED Mode“ etwa können mit einfachen Tastenkombinationen einzelne Tasten ausgewählt werden, anschließend leuchten nur diese. Alternativ können mit dem „Key Mask Mode“ alle nicht beleuchteten Tasten gänzlich abgeschaltet werden, was bei einigen Spielen sicher von Vorteil sein kann. Besonders cool ist der „Equalizer Mode“, mit dem die Tastenbeleuchtung auf externe Soundquellen reagiert. Sehr praktisch und obendrein ansehnlich sind die Feststell-, die Num-Lock- sowie die Lioncast-Taste, die als einzige Tasten rot beleuchtet sind, und nur dann leuchten, wenn sie aktiviert wurden.

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Die Lioncast-Taste fungiert als Gaming-Key, den man bereits von anderen Gaming-Tastaturen kennt: Einmal aktiviert, verhindert dieser Modus das Auslösen der Windows-Taste, damit das Spiel nicht versehentlich mit einem Sprung auf den Desktop unterbrochen wird.
Mit den insgesamt acht Makro-Tasten können die Makro-Modi „Quick“, „Timing“, „Loop“ und „Auto“ genutzt werden. Während eine Quick Makro lediglich die Eingabe, nicht aber die Zeitabstände zwischen den Tastenanschlägen speichert, gibt eine Timing Makro die aufgezeichneten Tasten mit den exakten Zeitabständen wieder, die auch bei der Aufnahme vorkamen. Für diese beiden Makro-Arten gibt es je drei belegbare Tasten. Je eine Taste gibt es für den „Loop“- und den „Auto“-Modus, der Modus „Loop“ funktioniert im Grunde wie der Timing-Modus, wiederholt den Befehl beim Auslösen aber solange, bis die Loop-Taste erneut gedrückt wird. Per „Auto“-Makro gespeicherte Tasten werden bei der Wiedergabe so abgespielt, als würden sie alle gleichzeitig und durchgehend gedrückt gehalten.
Übrigens: Sämtliche Beleuchtungs- und Makro-Einstellungen werden auf dem Onboard-Speicher der LK30 gespeichert, eine zusätzliche Software ist nicht nötig. Die Lioncast LK30 kann sich also trotz dieser Funktionen mit reinem Gewissen als Plug-and-Play-Tastatur bezeichnen.

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Auch die Wiederholrate, also die Ausgabefrequenz einer gedrückt gehaltenen Taste, lässt sich regeln. Mit FN + Num0 bis Num9 können verschiedene Wiederholraten eingestellt werden, mit denen sich in manchen Spielen durchaus ein kleiner bis entscheidender Vorteil ergeben kann.
Lioncast bietet die LK30 mit braunen oder blauen mechanischen Cherry MX-Tastenschaltern an, bei unserem Testmodell waren die blauen Schalter verbaut. Diese zeichnen sich durch die gewohnte Cherry-Qualität aus und lassen beim Erreichen des Auslösepunktes ein markantes Klicken vernehmen, wie es bei blauen Switches üblich ist.

Fazit

Die Lioncast LK30 wirkt von außen recht schlicht, doch hinter diesem unscheinbaren Design verbirgt sich eine ausgereifte Gaming-Tastatur mit vielen netten Features. Qualitativ hochwertige Cherry MX-Tasten, deren LED-Beleuchtung in diversen, einfach zugänglichen Beleuchtungsmodi erstrahlen, verpackt in einem möglichst kompakten Gehäuse mit optionaler und sehr guter Gummi-Handablage sind gute Gründe der LK30 eine Chance zu geben. Vom Tastenblock separierte, hardwarebasierte Makros sind ein praktisches Zusatzfeature, und auch der Game-Modus sowie die verstellbare Wiederholrate können dem Nutzer einer LK30 beim Spielen von Vorteil sein.
Der Preis von 129,95 Euro ist zwar kein Schnäppchen, jedoch immer noch günstiger als so manch andere Gaming-Tastaturen.
Der Lioncast LK30 können wir daher reinen Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen.

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ProContra
  • Cherry MX-Schalter
  • separate Gummi-Handballenauflage
  • hardwarebasierte Makros
  • Game-Modus und anpassbare Wiederholfrequenz
  • Beleuchtungsmodi

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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