Test: NZXT H440 Midi-Tower Gehäuse

Minimalistisches Gehäuse in matter Stahloptik

Geschrieben von Robin Cromberg am 19.05.2015.

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Kaum haben wir das NZXT S340 Gehäuse aus der Hand gegeben, da trudelt bereits der nächste Midi-Tower des Herstellers aus Kalifornien ein: Das NZXT H440 punktet bereits optisch mit einer Kombination aus mattem Stahl und glänzenden Kunststoffelementen, und setzt, wie sein Kollege aus NZXTs S-Reihe, auf ein schlichtes aber elegantes Design. Was ihr noch über das H440 wissen solltet, erfahrt Ihr in unserem Test.

Technische Daten

MaterialKunststoff, Stahl
GehäuseMidi-Tower
FormfaktorMini ITX, Micro ATX, ATX
Abmessungen in mm (H x B x T)510 x 220 x 476 mm
GPU Unterstützungbis zu 406 mm (ohne HDD-Käfig)
I/O-Panel2x USB 3.0
2x USB 2.0
Mikrofon- und Kopfhörereingang
Power-Knopf
Power-LED
HDD-LED
Reset-Knopf
Laufwerke3,5″ x6
2.5″ x8
Erweiterungskartenslots7 Slots
Lüfter

Vorinstallierte Lüfter:
Front: 3x 120 mm
Rückseite: 1x 140 mm
Unterstützt:
Front:
2x 140mm/3x 120mm
Oben:
2x 140mm/3x 120mm
Rückseite:
1x 120mm/1x 140mm

Besonderheiteninkl. Isolierungsmatten
Gewicht9,75 kg
Preis119,99 Euro

Lieferumfang

  • NZXT H440
  • Zubehör
  • vier vorinstallierte Lüfter (1x 140mm, 3x 120mm)

Design & Eigenschaften

Das NZXT H440 sieht – dank entspiegelter Oberfläche – blendend aus: Wie schon beim S340 erzeugen blanke Seiten- und Frontpanels einen minimalistisch-edlen Look, dieses Mal hat NZXT sogar auf den Lufteinlass an der Oberseite verzichtet und das I/O-Panel so weit wie möglich an den vorderen Rand gerückt, sodass auch der Gehäusedeckel eine nahezu provozierende Leere bietet. Alle Seiten weisen eine glatte, mattschwarze Stahlfläche auf, wobei die Panels jeweils von einem glänzend-schwarzen Kunststoffrahmen eingefasst sind. Lediglich das linke Seitenpanel weist ein eher schmales Seitenfenster auf, welches etwas mehr als die Hälfte des Stahlpanels einnimmt. Das NZXT H440 ist mit Maßen von 510 mm x 220 mm x 476 mm ein wenig größer geraten als das S340 und bringt dementsprechend rund drei Kilo mehr auf die Waage. 

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Das NZXT H440 besitzt ein schlichtes aber dennoch elegantes Design

Um die Schlichtheit des Designs zu unterstreichen, hat NZXT beim H440 nicht nur auf dekorative Elemente, sondern auch auf einen Einschub für optische Laufwerke an der Front und damit auch auf die zugehörigen 5,25-Zoll-Käfige verzichtet. Somit bleiben sowohl das Frontpanel als auch der Innenraum übersichtlich, letzterer bietet zudem mehr Platz für andere Komponenten. Das I/O-Panel ist, wie bereits erwähnt, direkt am vorderen Rand der Oberseite gelegen. Dort hat NZXT neben einem Powerbutton, dessen kreisrunde Beleuchtung aus einer Power-LED und einer HDD-LED besteht, einem Reset-Button und den üblichen Anschlüssen für Kopfhörer und Mikrofon auch jeweils zwei Slots für USB 3.0 und USB 2.0 integriert. An den Rändern von Front- und Seitenpanel verläuft jeweils eine Kunststoffleiste mit wabenförmigen Lüftungslöchern. Das rückseitige I/O-Panel ist mit zwei weißen LEDs sowie einem dazugehörigen Schalter versehen, mit denen sich das nächtliche Ein- und Ausstecken von Kabeln wesentlich angenehmer gestalten lässt.

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Im Frontpanel stehen Anschlüssee für Kopfhörer und Mikrofon und jeweils
zwei Ports für USB 3.0- und USB 2.0-Geräte zur Verfügung.

Die Verarbeitungsqualität ist makellos, bei der Installation von Komponenten sind uns keinerlei scharfe Kanten untergekommen. Bei unserem Testmodell handelt es sich um die Razer Special-Edition, somit befindet sich in der Mitte des Frontpanels das giftgrüne Logo des Peripherie-Experten. Auch die farbliche Gestaltung der USB-Anschlüsse und eine LED im Gehäuse-Inneren orientieren sich am typischen Razer-Stil.

Innenraum & Installation

Der Innenraum des NZXT H440 ist vollständig aus mattgrauem Stahl gefertigt. Insgesamt lassen sich bis zu acht Festplatten im Inneren des Midi-Towers verstauen, wobei nur zwei dieser Positionen ausschließlich SSDs vorbehalten sind. Einen Festplattenkäfig im herkömmlichen Sinne gibt es nicht, stattdessen stehen fünf um 90° gedrehte, werkzeuglos herausnehmbare Festplatteneinschübe zur Installtion von 3,5-Zoll- und 2,5-Zoll-Festplatten zur Verfügung. Diese sind von der rechten Seite zugänglich und befinden sich direkt hinter den drei 120-mm-Frontlüftern. Darunter, auf dem Boden des H440, befindet sich eine Position für eine mögliche sechste Festplatte im 3,5″- oder 2,5″-Format. Diese wird, wie alle anderen Festplatten, von unten mit den nötigen Schrauben befestigt. Die letzten beiden Festplattenpositionen befinden sich auf einer Stahlabdeckung für das Netzteil: Auf diesem können zwei SSDs festgeschraubt werden.

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Das Netzteil wird im H440 räumlich von den restlichen Komponenten getrennt.
Mainboards, die breite sind als 25 cm sind für dieses Gehäuse eher ungeeignet.

Die zuvor genannte Netzteil-Abdeckung im unteren Teil des Gehäuses ist zwar nicht entfernbar, stellt jedoch dank einer seitlich angebrachten NZXT-Logo-LED ein hübsches Design-Element dar. Bei unserem Testmodell leuchtet uns hier jedoch kein weißer NZXT-Schriftzug entgegen, sondern das giftgrüne Razer-Logo. Bis zu sieben Erweiterungskarten können im H440 werkzeuglos verbaut werden, wie beim NZXT S340 gilt allerdings: Komponenten die „werkzeuglos“ befestigt werden (Seitenpanels, HDDs/SSDs, Erweiterungskarten und das Netzteil), erfordern beim erstmaligen Lösen der besonders festgedrehten Thumbscrews einen Schraubenzieher. Der Einbau des Mainboards wird durch eine Aussparung zur leichteren Demontage des CPU-Kühlers vereinfacht. Im Test ist jedoch aufgefallen, dass unser Testboard, das ASUS ROG Rampage V Extreme (X99, Breite 27 cm) nach dem Einbau die gummierten Kabelkanäle verdeckt hat und sogar auf ihnen auflag. Somit war auch vollstänidge Befestigung der Platine nicht mehr möglich. Beim ASUS Maximus VII Hero mit Z97 Chipsatz, das mit 24,5 cm 2,5 cm schmaler ist, gab es hingegen keine Probleme.

Kühlung & Lautstärke

Auch wer seinen Rechner gerne mit High-End-Games bei Grafikeinstellungen auf Anschlag zum Schwitzen bringt, der muss sich beim NZXT H440 kaum Gedanken um die Kühlung machen: Sowohl in der Front als auch im Deckenbereich des geräumigen Midi-Towers können je drei 120-mm-Lüfter, oder zwei 140-mm-Modelle installiert werden. Die drei vorne gelegenen 120-mm-Lüfter sind bereits vorinstalliert, ebenso wie ein 120-mm-Modell an der Rückseite, welches sich ebenfalls bei Bedarf durch eine 140-mm-Variante austauschen lässt. Die Lüfter arbeiten auch unter Volllast noch recht leise, sämtliche Lüfter können alternativ auch durch Wasserkühlungs-Equivalente ausgetauscht werden.

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Als Teil von NZXTs besonders geräuscharmer H-Serie („Hush“), bietet das H440 diverse Schalldämmungs-Matten. Diese sind in beiden Seitenpanels sowie im Front- und Deckenbereich zu finden.

Fazit

Wie schon beim S340 beweist NZXT mit dem Midi-Tower H440, dass weniger manchmal mehr ist. Zumindest was die Optik angeht: Das mattgraue Gehäuse fällt durch sein blankes und betont minimalistisch gehaltenes Äußeres mehr ins Auge, als es etwa ein BitFenix Aegis mit seinem grellbunten, zackigen Stil je zu träumen wagen würde. Zu diesem Look trägt auch der Verzicht auf optische Laufwerkseinschübe auf dem Frontpanel bei. Im Inneren befinden sich zahlreiche Positionen für HDDs und SSDs, zu deren Montage jedoch ein Schraubenzieher maßgeblich ist. Der gesamte Innenraum samt integrierter Netzteil-Abdeckung ist aus matt-anthrazitenem Stahl gefertigt und unterstreicht damit den hochwertigen Gesamteindruck des NZXT H440. Hinzu kommen großzügige Möglichkeiten, Lüfter und Radiatoren unterzubringen, sowie schallgedämpfte Seitenpanels und ein schmales Seitenfenster. Die Tatsache, dass besonders breite Mainboards, wie unser Asus X99 Testboard, nicht ohne weiteres eingebaut werden konnten, trübt den sonst positiven Gesamteindruck. Der Preis ist mit 179,90 Euro für ein Gehäuse, das zum größten Teil aus Stahl besteht, sehr hoch angesetzt.

ProContra
  • Design & Verarbeitung
  • Material
  • Seitenfenster
  • Platz für bis zu 8 Laufwerke
  • Wasserkühlungen
  • Schalldämmung
  • keine 5,25″-Schächte
  • Installationsprobleme bei großen Mainboards (> 24,5cm)
  • Preis
  • teils werkzeuglose Installation dank Thumbscrews…
  • …welche anfangs kaum ohne Schraubenzieher gelöst werden können

 Fotos Copyright by Caseking.de

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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