Test: Rapoo VPRO V700 Gaming-Tastatur

Optisch ansprechende, mechanische Gaming-Tastatur

Geschrieben von Robin Cromberg am 25.02.2015.

Rapoo VPRO V700 Startbild

Die Gaming-Sparte des chinesischen Herstellers Rapoo fällt bislang noch nicht sonderlich üppig aus, konnte uns jedoch vor Kurzem mit der sehr guten Gaming-Maus Rapoo VPRO V900 überzeugen. Diesmal haben wir mit der Rapoo VPRO V700 eine mechanische Gaming-Tastatur vorliegen. Im folgenden Test erfahrt ihr, was die Tastatur mit ihren mechanischen Kailh Yellow Switches noch zu bieten hat.

 

Technische Daten

Schaltertyp mechanisch (Kailh Yellow)
Anti-Ghosting Tastenzahl N-Key-Rollover
Übertragungsgeschwindigkeit 1 Millisekunde
Tastenweg 2 Millimeter
Lebenserwartung pro Taste 20 Millionen Anschläge
Betätigungskraft 50 Gramm
Kabellänge 1,8 Meter
Preis 79 Euro

Lieferumfang

  • Rapoo VPRO V700
  • Treiber-CD
  • Schnellstartanleitung

Design & Verarbeitung

Die Rapoo VPRO V700 macht bereits auf den ersten Blick einen recht guten Eindruck: Die schwarzen Tasten werden von einer hell-/dunkelgrauen, matten Unterlage umrahmt. Zwischen den einzelnen Tasten lässt sich zudem ein orangefarbener Hintergrund ausmachen, wodurch die V700 zwar nicht übermäßig bunt, aber auch nicht völlig grau-in-grau erscheint. Die gesamte Tastatur ist aus Kunststoff gefertigt. Leider weist unser Testmodell leichte Verarbeitungsmängel auf, so scheint die Beschichtung einiger Tasten an der Unterkante bereits leicht zerkratzt zu sein. Die Tasten selbst sind bis auf zwei Ausnahmen unbeleuchtet, nur die Windows-Sperrtaste und die Makro-Taste werden bei Aktivierung orange ausgeleuchtet.

Rapoo VPRO V700 - Draufsicht angewinkeltRapoo VPRO V700 - Draufsicht

Neben dem Haupt-, Cursor- und Ziffernblock, also den Standardtasten der meisten Tastaturen, sowie natürlich der Tasten F1 bis F12, gibt es vier zusätzliche Tasten oberhalb des Ziffernblocks: Eine Taste zum Schnellzugriff auf einen Musik-Player und eine Taste zum Stummschalten sowie die beiden genannten Makro- und Windows-Sperrtasten. Einen Lautstärkeregler oder gesonderte Makrotasten besitzt die VPRO V700 nicht. An der Rückseite der V700 befinden sich zwei Standfüße, diese verfügen jedoch über keine Antirutschgummi. Das stoffummantelte USB-Kabel von 1,8 Metern Länge ist dafür weder zu kurz noch zu lang geraten. Eine extra Handballenauflage gibt es nicht, dafür fällt das Gehäuse der Tastatur an der geeigneten Stelle etwas breiter aus und läuft flach zu. Somit wirkt die V700 nicht zu hoch, auch wenn der Handballen nicht vollständig auf dieser Fläche aufliegt.

Eigenschaften

Die Rapoo VPRO V700 setzt auf die mechanischen „Kailh Yellow“-Tastenschalter, bei denen es sich um lineare Schalter handelt, bei denen also kein spürbarer Wiederstand überwunden werden muss. Die Betätigungskraft liegt der offiziellen Website zufolge bei 50 Gramm, also in etwa zwischen der eines Cherry MX-Black und eines Cherry MX-Red Switches. Dabei geht Rapoo einen guten Kompromiss ein, die Tasten sind leichter zu drücken als solche mit Cherry MX-Black Schaltern, während versehentliche Tastenanschläge wie bei den roten Schaltern von Cherry seltener vorkommen. Ein Nachteil der Kailh Yellow ist jedoch die Feder, welche nach jedem Anschlag deutlich nachklingt. Das stört vor allem bei längeren Texteingaben.

Rapoo VPRO V700 - Draufsicht SchrägDer Rapoo VPRO V700 liegt eine eigene Software bei, welche alternativ auch auf der Rapoo-Homepage zu haben ist. Mit dieser Software können insgesamt fünf virtuelle Profile erstellt werden, bei denen jeweils sämtliche 106 Tasten, mit Ausnahme der Sonder- und Makrotasten, programmiert werden können. Die Software bietet sogar die Möglichkeit, bestimmte Spiele mit den jeweiligen Profilen zu koppeln. Sämtliche Einstellungen werden auf dem Onboard-Speicher der Tastatur festgehalten. Die Rapoo VPRO V700 bietet N-Key-Rollover, es können also unbegrenzt viele Tasten gleichzeitig gedrückt und von der Tastatur erkannt werden.

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Fazit

Die Rapoo VPRO V700 macht optisch einiges her, beim genaueren Hinsehen fallen jedoch leichte Verarbeitungsmängel an den Tastenkappen auf. Die mechanischen, linearen „Kailh Yellow“-Switches stellen sich als guter Mittelweg zwischen herkömmlichen Black- und Red-Switches heraus, zudem lassen sich 106 Tasten per Software umprogrammieren. Dazu stehen fünf Profile samt Onboard-Flashspeicher zur Verfügung, die jeweils auch mit diversen Spielen kombiniert werden können. Ein deutlich hörbares Nachklingen begleitet jeden Tastenanschlag, welches bei durchgehender Nutzung ein wenig störend wirken kann. Mit N-Key-Rollover können beliebig viele Tasten gleichzeitig gedrückt und erkannt werden, sodass auch den furiosesten Tastenkombinationen nichts mehr im Wege steht. Sehr fair fällt auch der Preis von rund 79 Euro aus, weshalb wir der VPRO V700 unseren Preis-/Leistung-Award verleihen.

Rapoo VPRO V700 Award

Pro Contra
  • gutes Design
  • mechanische Kailh-Switches
  • programmierbare Tasten (Software)
  • N-Key-Rollover

  • hörbares Nachklingen der Feder

 

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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