Test: Drei DDR3-2400 Kits

Geschrieben von Niklas Ludwig am 31.10.2013.

Arbeitsspeicher Startbild

In diesem Test haben wir drei DDR3-2400 Kits mit zweimal acht und einmal 16 Gigabyte Kapazität gegenüber gestellt. Das Trio stammt von namenhaften Herstellern wie Kingston, Adata und G.Skill. Welches Kit letztendlich die Leistungskrone an sich reißen konnte, erfahrt ihr in unserem Test.

G.Skill

Das G.Skill Ares Kit ist von einem Heatspreader umgeben, dessen Farbe stark an den Metallic Blue Farbton des Autobauers BMW erinnert. Auf jeder Seite prangt mittig ein Aufkleber mit dem Logo des Herstellers und dem Namen der Produktfamilie, in diesem Fall Ares. Ihren Namen verdanken die Speicherriegel Ares, dem Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und Massakers. Ob die Speicherriegel ihrem Namensgeber gerecht werden und ihre Konkurrenz in einem kriegsartigen Leistungstest besiegen, erfahrt ihr weiter unten. Das Kit hat als einziges im Testfeld eine Kapazität von 16 Gigabyte

  • Bezeichnung: F3-2400C11D-16GAB
  • Kapazität: 16 GB (2 x 8 GB)
  • Latenz: CL 11-13-13-31-2N
  • Error-Checking: Non-ECC
  • Typ: 240 Pin DDR3
  • Geschwindigkeit: 2400 MHz
  • Preis: 144 Euro

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Adata

Der Heatspreader der Adata Riegel ähnelt ein wenig dem Aussehen eines Stealthbombers – das matte Grau unterstreicht diesen Eindruck noch weiter. Das XPG- und Firmenlogo sind dezent in der Mitte aufgebracht und das einzige Merkmal, das auf die Herkunft des Adata XPGs schließen lässt. Ob der Adata Arbeitsspeicher in unserem Leistungstest unter dem Radar unerkannt an seiner Konkurrenz vorbeifliegt? 

  • Bezeichnung: AX3U2400W4G11-DMV
  • Kapazität: 8 GB (2 x 4 GB)
  • Latenz: CL 11-13-13-35
  • Error-Checking: Non-ECC
  • Typ: 240 Pin DDR3
  • Geschwindigkeit: 2400 MHz
  • Preis: 85 Euro

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Kingston

Die HyperX-Serie von Kingston steht seit jeher für schnellen und zuverlässigen Arbeitsspeicher. Die von uns getesteten Riegel hören auf den Namen Beast. Der Heatspreader vermittelt in der Tat, dass der User es hier mit einer Bestie zu tun haben könnte. Wie ein Raubtiergebiss sehen die Zacken oberhalb des Heatspreaders aus, jederzeit bereit seine Beute zu erlegen. Ob der Name Beast gerechtfertigt ist, oder ob wir es hier mit einer gezähmten Bestie zu tun haben, wird euch unser Leistungstest verraten.

  • Bezeichnung: AX3U2400W4G11-DMV
  • Kapazität: 8 GB (2 x 4 GB)
  • Latenz: CL 11-13-13
  • Error-Checking: Non-ECC
  • Typ: 240 Pin DDR3
  • Geschwindigkeit: 2400 MHz
  • Preis: 80 Euro

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Testsystem & Software

Die Arbeitsspeicher wurde unter Windows 7 Ultimate x64 getestet. Dazu wurden verschiedenste Stresssituationen für den Prozessor, die Grafikkarte und den Speicher simuliert.

  • Prozessor: Intel Core i7-4770K 3,5 GHz (Haswell), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus Z87 Deluxe
  • Kühler: Noctua NH-U12S
  • Systemlaufwerk: Intel SSD 510 Series 250 GB
  • Grafikkarte: ASUS GeForce GTX570
  • Betriebssystem: Windows 7 Ultimate x64
  • Netzteil: Corsair AX860i

Verwendete Software & Einstellungen

  • 3DMark Fire Strike Extreme
  • Futuremark PCMark 7
  • SiSoftware Sandra Lite 2013 SP3
  • WinRar x64 (4.20): 313 MB Datei packen
  • TrueCrypt (7.1a): 100 MB Size, AES Encryption
  • CineBench x64 11.5: CPU und OpenGL Test
  • CyberLink MediaEspresso 6.5: 1 GB Videokonventierung
  • Crystal DiskMark 3.0.2f
  • x264 HD Benchmark 5.0.1

Leistung

Mit tosendem Gebrüll stürzt sich die Bestie in das erste Gefecht und wehrt ihre Angreifer souverän an. Das Kingston Kit ist bei der Videokonvertierung eine Sekunde schneller als der G.Skill Speicher und sogar zwei Sekunden schneller als das ADATA Kit. Beim Packen einer 313 Megabyte großen Datei mit WinRar erzielt Kingston erneut die Spitzenposition und arbeitet diese Aufgabe 1,1 Sekunde schneller ab als der Dritte, der in diesem Test G.Skill heißt. Das Adata XPG Kit landet mit 0,8 Sekunden Rückstand auf einem guten zweiten Platz.


Sowohl beim Cinebench CPU als auch beim OpenGL-Test holt der Kingston Speicher einen kleinen Vorsprung heraus. Beim 3DMark Fire Strike Extreme-Test erreicht er mit 3585 Punkten von allen drei Speicherkits die höchste Punktzahl, dicht gefolgt von G.Skill mit 3574 und Adata mit 3561 Punkten. Einzig und allein im PCMark7 zieht er den Kürzeren. Den PCMark führt G.Skill mit fünf Punkten Vorsprung an, knapp dahinter das XPG Kit mit 5476 Punkten. Kingston belegt mit 5435 Punkten Platz drei.


Geht es um Lese- und Schreibgeschwindigkeiten liegen alle Kits gleich auf. Lediglich beim Lesen erlaubt sich das Adata Kit einen kleinen Ausfall und kommt lediglich auf 406,4 Megabyte pro Sekunde (MB/s). Der Kingston Hyper X Speicher schafft gute 423, 9 MB/s wird von dem G.Skill Ares jedoch mit 429,6 MB/s übertrumpft. Beim Schreiben liegen die Arbeitsspeicher hingegen fast gleich auf und Kingston kann mit 330,1 MB/s das Rennen knapp für sich entscheiden.


Mit SiSoft Sandra ermittelten wir die Speichbandbreite sowie die Latenz. Erneut trumpft das Kingston Kit auf und weist mit 25,07 GB/s die höchste Speicherbandbreite und mit 20,7 Nanosekunden die niedrigste Latenz auf. G.Skill und Adata landen auf den Plätzen zwei und drei.


Beim X264 Benchmark fallen die Unterschiede so gering aus, dass wir nicht genauer auf die Ergebnisse eingehen.


Fazit

Bestie schlägt Gott und Gott schlägt modernen Stealthbomber. So könnte das Fazit in einem Satz lauten, es würde den getesteten Speicherriegeln jedoch nicht gerecht werden. Ganz klar geht unsere Empfehlung an den Kingston HyperX Beast Arbeitsspeicher. Er konnte fast alle Benchmarks für sich entscheiden und liegt mit 85 Euro in einem moderaten Preisgefilde. Wer lieber 16 Gigabyte in seinem Rechner verbauen möchte, dem empfehlen wir das G.Skill Ares Kit. Es absolvierte den Benchmark-Parcours mit Bravour und belegte sehr häufig den zweiten Platz und lag dabei nicht selten nur knapp hinter dem Kingston Set. Die 8-GB-Variante des Kits kostet mit 74 Euro sogar elf Euro weniger als das Kingston Kit! Etwas abgeschlagen belegt der Adata XPG Speicher den dritten Platz, was jedoch nicht heißt, dass es sich hierbei um einen schlechten Arbeitsspeicher handelt – die erreichten Werte sind nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. Seine Achillesferse ist mit knapp 88 Euro der im Testfeld höchste Preis (bezogen auf die 8-GB-Kits).

  Kingston-HyperX-Beast-Empfehlung-Award G.Skill-Ares-Preis-Leistungs-Award

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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