Razer Imperator – der Kommandeur im Maussegment?
Ob die neues Maus das Kommando würdig übernehmen kann, erfahren Sie im folgenden Test
Technische Details
- Maße: 71 x 42 x 123 mm (BxHxT)
- Sensor: Laser
- Auflösung: 5.600 DPI
- Beschleunigung: 50 G
- Abtastgenauigkeit: 5,08 m/s
- Tasten: 7
- USB-Signalrate: 1.000 Hz
- Anschluss: USB
- Interner Speicher (keine Angaben zur Kapazität)
Lieferumfang
- Maus
- Kurzanleitung
- Anleitung
- Sticker
Design
Das Design der Imperator ist in altbewährter Manier in schwarz gehalten und wird erst beim Anschluss an den PC durch eine dezente, blaue LED-Beleuchtung aufgelockert: So besitzt das Scrollrad zwei leuchtende Längsstreifen und im Mausrücken wurde ein beleuchtetes Razer-Logo integriert. Die Größe ist für eine Maus aus dem Hause Razer eher ungewöhnlich. Bisherige Razer-Mäuse waren in der Regel etwas kompakter und vor allem nicht so hoch. Wie bereits bei der Razer Naga, besteht die Oberseite des Produktes ebenfalls aus mattschwarzem Kunstoff, der diesmal, aufgrund der eher glatten Oberfläche, eine nicht so hohe Griffigkeit aufweist. Auf der Unterseite kommt Kunststoff in glänzender Pianooptik zum Einsatz. Neben der für Razer untypischen Größe stellt auch die Form der Maus, die an einem Marienkäfer erinnern lässt, ein Novum dar.
Ebenfalls neu sind die Seitentasten, welche sich oberhalb der Ablage bzw. Ausbuchtung für den Daumen befinden. Die Position der Tasten kann bei diesem Modell fünfstufig verändert werden, um so den Komfort für den Anwender zu erhöhen. Im Test fiel auf, dass dieses Feature vor allem Personen mit größeren Fingern sehr zu Gute kommt.
Abstriche muss der Käufer leider in Sachen Verarbeitungsqualität machen, da die seitlichen Tasten zu viel Spiel besitzen und somit sehr wackelig wirken. Bei einem Produkt dieser Preiskategorie sollte so etwas eigentlich nicht vorkommen.
Das USB-Kabel wird durch eine Stoffummantelung geschützt.
Technik
Bei dem aktuellen Nachkömmling der Razerdynastie kommt ebenfalls der 3,5G Sensor mit einer Genauigkeit von 5600 DPI zum Einsatz, so wie er auch in der Razer Naga und der Razer Mamba verbaut ist. Laut Razer liegt die maximale Beschleunigung bei bis zu 50 G, die maximale Geschwindigkeit ist mit 5,08 m/s angegeben. Auch anbindungstechnisch hat sich der Hersteller auf die altbewährte 1000 Hz Technologie verlassen.
Der DPI-Modus wird in fünf individuell anpassbaren Stufen "On the fly" gewechselt. Hierzu stehen dem Anwender zwei Maustasten oberhalb des Mausrades zur Verfügung, sodass in heißen Gefechtssituationen immer die richtige Einstellung parat steht. Trotzt des integrierten Profilspeichers der Maus geht Razer den Weg über die eigene Treibersoftware, welche aus dem Internet bezogen werden muss, da man auf eine CD-Beigabe verzichtet. So kann die Maus zwar individuell erstellte Profile speichern, diese werden aber erst im Zusammenhang mit der Razer Software aktiv. Auf einer Lan-Party mal eben den Computer zu wechseln und nur die Razer Imperator mitzunehmen fällt also aus, außer man kann auf seine eigenen Einstellungen verzichten oder hat die Zeit die Treibersoftware nachzuinstallieren.
Eigenschaften
Die Maus verhält sich für ihre Größe sehr ungewöhnlich, was vor allem auf ihr geringes Gewicht und den extrem hochauflösenden Sensor zurückzuführen ist. Gerade Werte oberhalb der 3500 DPI lassen die Eingabe ein wenig schwammig wirken. Ein direkter Vergleich mit der Razer Naga und der CM Storm Sentinel Advanced bestätigte dieses subjektive Empfinden.
Da Razer mit der Imperator einen optimalen Kompromiss zwischen Ergonomie und Funktionalität bieten möchte, überrascht es nicht, das die Maus sehr angenehm in der Hand liegt. Zu erwähnen ist allerdings, dass die Maus auf unserem Testmousepad (Razer Megasoma) und auf anderen Untergründen schleift und dadurch eine unangenehme Geräuschkulisse erzeugt.
Fazit
Die Razer Imperator ist nach genauer Betrachtung als eine Art Patchworkmaus zu beschreiben, welche an die Designelemente der Vorgängermodelle anknüpft und bis auf die verstellbaren Seitentasten eigentlich keine nennenswerten Neuerungen mit sich bringt. In Sachen Verarbeitungsqualität scheint hingegen gespart worden zu sein. Insgesamt wirkt die Maus schlechter verarbeitet als andere Razer-Modelle, was sich ganz besonders an den auf dem Mauspad schleifenden Mausfüßen bemerkbar macht. Der Preis von knapp 70 Euro scheint in diesem Zusammenhang insgesamt zu hoch angesetzt.
Pro
- verschiendene Positionen der Seitentasten
- Ergonomie
Contra
- Preis
- Gleiteigenschaften
- Verarbeitungsqualität
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