Test: Mad Catz Rat 4 & Rat 6

Gaming-Mäuse im Sci-Fi Look

Geschrieben von Niklas Schäfer am 13.12.2016.

Der für PC-Peripherie bekannte kalifornische Hersteller Mad Catz brachte diesen Herbst eine Vielzahl von neuen Gaming-Mäusen auf den Markt, dabei reicht das Sortiment von Einsteiger- bis hin zu Profimäusen. Die Mad Catz Rat 4 bildet zusammen mit der Rat 5 hierbei die Mittelklasse der Rat Serie. In unserem Test erfahrt ihr, ob die Rat 4 von Mad Catz trotz ihres vergleichsweise niedrigen Preises eine gute Figur macht und ob der rund 20 Euro teurere Bruder den Aufpreis wert ist. 

Übersicht

Mad Catz hat mit der Rat-Serie eine Vielzahl an Peripherie-Nagern im Potzfolio. Darunter Einsteiger-Modelle wie die Rat 1, Rat 3 sowie die Profi-Modelle Rat 6, Rat 7 und Rat 8. In diesem Test fokussieren wir uns auf die Mitteklasse und stellen euch die Mad Catz Rat 4 sowie die Mad Catz Rat 6 genauer vor.

Technische Daten

ModellMad Catz Rat 4                                             Mad Catz Rat 6
MaterialKunststoff

Kunststoff, Aluminium

SensortypoptischLaser
Auflösungmax. 5.000 dpi                                                

max. 8200 dpi

Polling Rate1.000 Hz                                                          1.000 Hz
Tastenzahl9 programmierbare Tasten                         11 programmierbare Tasten
Abmessungen7,1 x 16 x 12,6 cm                                         

11,5 x 7,5 x 15,5 cm

Anschlussartkabelgebunden  kabelgebunden
SchnittstellenUSB 2.0                                                           USB 2.0
Kabellänge1,8 m                                                               1,8 m
Gewicht90g120g bis max. 138g
Besonderheiten 

20 Millionen Tastendrücke, Präzisionszieltaste, DPI-Auflösungsanzeige, Profilmodus-Anzeige, DPI-Auflösungstaste erhöhen/senken

50 Millionen Tastendrücke, Präzisionszieltaste, Profilslot-Anzeige, DPI-Auflösungstaste erhöhen/senken, Bildlauf mit Daumenrad nach links/rechts

Preis59,99 Euro                                    79,99 Euro

Lieferumfang

  • Rat 4 Gaming-Maus bzw. Rat 6 Gaming-Maus
  • Kurzanleitung
  • Sticker
  • Garantie-Karte

Design & Verarbeitung

Die Mad Catz Rat 4 und Rat 6 stechen durch ihre schwarz-anthrazitfarbenen und roten Farbelemente sowie dem ausgefallenen Sci-Fi-Look hervor und richten sich ganz klar an die zockende Gemeinde der PC-Nutzer. Das ausgefallene Design des Kunststoffgehäuses wirkt innovativ und unverbraucht und lässt sogar einen Blick ins Innere der Maus zu. Das Chassis der schwarz-roten Mäuse besteht bei der Rat4 ausschließlich aus durchsichtigenm-rotem Kunststoff, bei der Rat 6 ist das Chassis hingegen aus Aluminium gefertigt. Beide Gaming-Mäuse besitzen eine überwiegend matte, anthrazitfarbene Oberfläche sowie an der Handballenablage eine Umrandung aus klavierlackfarbenem Kunststoff.

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Designtechnisch orientiert sich die Mad Catz Rat 4 an den weiteren Modellen der Rat-Serie.

Das Mausrad beider Mäuse besitzt mittig ein unebenes schwarz gummiertes Muster für den entsprechenden Grip, die Rat4  weist zudem an beiden Seiten eine schwarz glänzende Kunststoffeinfassung auf, diese ist bei der Rat 6 in einem schlichten Rot gehalten. Auf der Unterseite besitzt die Mad Catz Rat 4 eine rote, leicht durchsichtige Kunststoffplatte, die an einigen Stellen durch rote LEDs beleuchtet wird, das Chassis der Rat 6 kommt durch die Aluminiumoberfläche hingegen unbeleuchtet daher. Bei beiden Mäusen wird die Profilmodus-Anzeige durch eine rote LED beleuchtet. Auf der Grundfläche beider Mäuse hebt ebenfalls eine LED den Rat Schriftzug gekonnt in Szene, wobei die Rat 6 die Möglichkeit bietet das LED Farbspektrum frei zu konfigurieren.

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Die Handflächenablage mit dem Precision Aim Button sorgt gerade im Gaming-Bereich für Vorteile. 

Die  Rat 4 besitzt neun verschiedene, frei konfigurierbare Tasten, bei der Rat 6 sind es sogar auf elf Tasten. Der Hersteller gibt zudem bei den beiden Hauptasten der Rat 6, die auf Omron-Switches setzen, eine Lebensdauer von 50 Millionen Klicks an. Die Mäuse weisen mit ihrer Daumenablage aus Kunststoff eine verhältnismäßig breite Form auf, die Rat 6 erweitert die Daumenablage mit einer schicken, frei konfigurierbaren LED Anzeige. Gleichzeitig wirkt die gesamte Fläche der Mäuse durch die verhältnismäßig kleine Handballenablage etwas breiter und kleiner als bei herkömmlichen Mäusen. Damit besitzen beide Mäuse eine eher rundliche Grundform. Zudem verfügen die Mäuse über ein 1,8 Meter langes schwarz gesleevtes Kabel mit USB-2.0-Anschluss. Auf der Unterseite sind fünf Teflon-Kontaktflächen vorzufinden, die eine gute Gleitfähigkeit gewährleisten. Durch den hohen Kunststoffanteil wirkt die Rat 4 angenehm leicht in der Bedienung, jedoch weniger hochwertig als die Rat 6, die mit Metall-oder Aluminium-Elementen ausgestattet ist und dank Drei-Zonene-RGB-Beluchtung (DPI-Taste, Logo, Seiten) für optische Akzente sorgt.

Eigenschaften

Die neun Tasten der Mad Catz Rat 4 sowie die 11 Tasten der Rat 6 können mit der hauseigenen Software „FLUX“ individuell programmiert und bei der Rat 6 zudem die RGB-Beleuchtung gesteuert werden. In der Software lassen sich für beide Mäuse zusätzlich drei Profile erstellen, bei denen alle verfügbaren Tasten dreifach belegt und im Anschluss  mit nur einem Tastenklick ausgewählt werden können. Zu den neun Tasten zählen zudem die herkömmlichen Maustasten, die beiden Scroll-Richtungen und der frei programmierbare Mausradklick.

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Über die Software kann die Beleuchtung der Rat 6 angepasst werden. Zudem lässt sich die Auflösung des Sensors einstellen.

Die individuelle Zuweisung der Mausradfunktionen sowie die Taste im Daumenbereich sind vor allem für Shooter- und MMO-Spieler interessant, die diverse Schnellzugriffstasten für den Ingamechat, diverse Zauber oder ähnliches benötigen. Bei der Rat 6 kommt zudem ein Daumenrad mit Bildlauf-Funktion nach rechts und links hinzu. Beide Mäuse besitzen eine Präzisionszieltaste mit der in Sekundenschnelle die Auflösung des Sensors verändert werden kann. Die generellen DPI-Einstellungen können jedoch auch ohne große Umstände an die eigenen Fähigkeiten und Vorlieben angepasst werden.

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Links neben dem Zeigefinger befindet sich die Taste, mit der die verschiedenen frei programmierbaren Modi umgeschaltet werden können.

Die verschiedenen Tasten heben sich ausreichend von der Oberfläche der Maus ab, sodass ein unabsichtliches Auslösen einer oder mehrerer Tasten verhindert wird. Der Hersteller setzt bei der Rat 4 auf einen optischen Pixart PMW3310 Sensor, der mit einer Auflösung von maximal 5.000 DPI auflöst. Der verbaute Pixart ADNS 9800 Lasersensor der Rat 6  schafft eine maximale Auflösung von 8.200 DPI sowie eine hohe Beschleunigung von 50 G. Die Polling-Rate der kabelgebundenen Mäuse beträgt bei beiden maximal 1.000 Hz. Der optische Sensor der Rat 4 schafft eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Zoll pro Sekunde sowie eine Beschleunigung von bis zu 30 G. Die breite, rundliche Form der Mäuse trägt nicht die komplette Fläche der Hand, der Handballen liegt bei der Maus komplett auf dem Tisch, jeglich die Handinnenseite liegt auf dem hinteren Teil der jeweiligen Maus auf.

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Rote LEDs beleuchten gekonnt die Bodenplatte der Mad Catz Rat 4.

Durch die wenigen Kontaktpunkte bleibt die Mausoberfläche bei längeren Spiele-Sessions bei beiden Mäusen angenehm kühl. Bei längerer Benutzung fällt zudem das angenehm leichte Gewicht sowie die hervorragenden Gleiteigenschaften der Rat 4 auf, die vor allem im Gaming-Bereich einen Vorteil darstellen. Die Rat 6 besitzt ebenfalls eine ausreichende Gleiteigenschaft, weist jedoch durch die Aluminium-Elemente ein höheres Gesamtgewicht auf. Die Rasterung des Mausrads reagiert bei beiden Mäusen sehr direkt, jedoch könnte der Druckpunkt geringfügig leichter ausfallen. Bei beiden Mäusen lässt sich der Mausrücken individuell anpassen, sodass die Auflagepunkte für kleine sowie mittelgroße Hände ausreichen. Das Gewicht der Rat 6 lässt sich zudem am hinteren Teil der Rückseite mit drei jeweils sechs Gramm schweren Metallstücken anpassen. Das kantige Sci-Fi-Design beider Mäuse stellt einen Hingucker dar, jedoch machen sich eben diese Kanten leicht unangenehm auf der Handinnenseite bemerkbar.

Fazit

Beide Mäuse sind gut verarbeitet und bieten viele Personalisierungsmöglichkeiten mit einer außergewöhnlichen Optik. Die Rat 4 von Mad Catz stellt eine solide Gaming-Maus mit vielen Einstellmöglichkeiten dar. Der kalifornische Hersteller setzt mit den vielen roten LEDs in verschiedenen Bereichen der Maus sowie der ausgefallenen Bauform auf ein auffälliges und innovatives Design, das gerade die Gamer-Community positiv ansprechen dürfte. Die Materialqualität aus reinem Kunststoff wirkt sehr solide und die Verarbeitung ist makellos. Für einen Preis von rund 60 Euro bietet die Rat 4 von Mad Catz ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis. Die Rat 6 erweitert den durchaus positiven Eindruck mit einer besseren Verarbeitung mit Aluminium-Elementen. Zudem punktet sie mit zwei weiteren Tasten, dem Gewichts-Management und die RGB-Beleuchtung. Angesichts der gebotenen Qualität und zusätzlichen Leistung ist der Aufpreis von 20 Euro vollkommen gerechtfertigt.

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Mad Catz Rat 4

ProContra
  • auffälliges und innovatives Design
  • unangenehme Kanten die sich an der Handinnenseite bemerkbar machen
  •  solide, makellose Verarbeitung
  • kein Gewichtsmanagement
  • LED-Beleuchtung…
  • …nur einfarbig
  • frei programmierte Tasten durch die hauseigenen „FLUX“ Software
 
  •  präziser Sensor
 

Mad Catz Rat 6

ProContra
  • auffälliges und innovatives Design
  • unangenehme Kanten die sich an der Handinnenseite bemerkbar machen
  • solide, makellose Verarbeitung
 
  • frei programmierte Tasten durch die hauseigenen „FLUX“ Software
 
  • RGB-Beleuchtung
 
  • präziser Sensor
 
  •  Gewichtsmanagement
 

 

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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