Test: Cougar Attack X3 RGB und Cougar Revenger

Peripherie-Bundle mit puristischem Ansatz

Geschrieben von Niklas Schäfer am 05.09.2017.

Cougar Revenger Startbild

Wir haben mit der Cougar Attack X3 RGB Tastatur und der Cougar Revenger Maus ein Peripherie-Bundle für Gamer getestet. Wie sich die beiden Eingabegeräte schlagen, klären wir in diesem Test. 

Cougar Attack X3 RGB Test

Übersicht

Cougar ist für seine breite Produktpalette im Peripherie-Markt bekannt. Mit der Attack X3 haben wir das RGB-Modell mit braunen MX-Schaltern von Cherry getestet. Die Cougar Revenger möchte hingegen mit einem optischen 12.000-DPI-Sensor und einer entsprechend hohen Präzision punkten.

Technische Daten

Material

Aluminium, Kunststoff

Schaltertyp

mechanisch, Cherry MX-RGB-Brown

Anti-Ghosting Tastenzahl

N-Key-Rollover

Multimediapanel

Nein

Abtastrate

1.000 Hz

Onboard-Speicher

Ja

Anzahl dedizierte Makro-Tasten 

Keine

Handballenauflage

Nein

Abmessungen

467 x 170x 40mm

Gewicht

0,9 Kg

Kabellänge

1,8 Meter

Besonderheiten

RGB-Beleuchtung

Preis

124,90 Euro

Design & Verarbeitung

Auf den ersten Blick macht die Cougar Attack X3 RGB einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus gebürstetem Aluminium, die Unterseite und die Seiten sind mit einer Kunststoff-Verkleidung bedeckt. Der Hersteller setzt auf das gewöhnliche QWERTZ-Layout, verzichtet jedoch auf dedizierte Media- oder Makrotasten. Dafür lassen sich diese Funktionen über Tastenkombinationen erreichen. Die Aluminiumoberseite reflektiert die Beleuchtung der RGB-Schalter sehr gut, sodass eine sehr homogene Ausleuchtung erreicht wird. Unter den schwarzen Tastenkappen sitzen braune, mechanische MX-Schalter von Cherry.

Cougar Attack X3 RGB GesamtDas Gehäuse der Cougar Attack X3 besteht aus gebürstetem Aluminium. (Bild: Cougar)

Auf der Unterseite sitzen zwei ausklappbare Füße, mit denen die Tastatur im hinteren Bereich um 40 Millimeter erhöht werden kann. Die Rutschfestigkeit der gummierten Flächen ist sowohl auf einem glatten Schreibtisch als auch auf einem Mauspad sehr gut: Selbst bei intensivem Gefechten ist kein Verrutschen zu befürchten. Wer alle Funktionen der Software nutzen möchte, muss die Cougar Attack X3 RGB mit zwei USB-Steckern anschließen. Wenn nur der Hauptstecker genutzt wird, sind Eingaben möglich. Außer der RGB-Welle sind jedoch keine Zusatzfunktionen verfügbar.

Cougar Attack X3 RGB SchalterNeben den MX-Brown-Switches kann die Gaming-Tastatur auch mit blauen oder roten MX-Schaltern bestellt werden. (Bild: Cougar)

Das Aluminium fühlt sich beim Berühren nicht direkt nach Aluminium an, auch der Klang, der beim leichten Klopfen auf das Material entsteht, erinnert nicht direkt an Aluminium. Die gute Kratzfestigkeit beweist jedoch, dass es sich um echtes Aluminium handelt. Was uns wiederum sehr gut gefällt ist der Look, der durch die freiliegenden liegenden Schraubenköpfe erreicht wird.

Eigenschaften

Die Cougar Attack X3 ist nicht mit unzähligen Features versehen, was dem ein oder anderen Gamer sicherlich sehr gut gefallen wird. Wer kein Fan der RGB-Beleuchtung ist kann auch ein Modell ohne eine solche Beleuchtung ordern und einige Euro sparen. Beim Gaming wird schnell klar, dass dedizierte Makrotasten nicht zwingend notwendig sein. Gleiches gilt für ein Mediapanel oder ein Lautstärkerad. All diese Funktionen können über Tastenkombinationen abgerufen werden. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase können die meisten Media-Funktionen mehr oder weniger blind abgerufen werden. Trotzdem würden wir ein dediziertes Media-Panel aus Komfortgründen vorziehen.

Cougar setzt auf das Standard-Layout inklusive Nummernblock. (Bild: Cougar)

Wir haben bei der Cougar Attack X3 komplett auf Makros verzichtet. Unserer Meinung nach sollten solche Funktionen mit nur einem Knopfdruck abrufbar sein. Dadurch, dass Tastenkombinationen (Fn + F1 / F2 / F3) notwendig sind, ergibt sich keine nennenswerte Zeitersparnis. Eine überzeugende Möglichkeit, Makros in Spielen zu nutzen, bietet die Cougar Attack X3 unserer Meinung nach leider nicht.

Eine vollwertige Handballenauflage liegt der Tastatur nicht bei, dafür fügt Cougar eine schmale Kunststoffleiste im vorderen Bereich hinzu, an dem sich der Handballen oder der Daumen abgelegen lässt. Vollwertige Handballenauflagen sorgen während des Gamings in den meisten Fällen für eine etwas zu entspannte Handhaltung. Deshalb gefällt uns diese Kompromisslösung gut, da sie einen guten Mittelweg zwischen Komfort und Schnelligkeit darstellt.

Cougar Attack X3 RGB BeleuchtungDie Beleuchtung macht sowohl im Dunkeln als auch im Hellen einiges her. (Bild: Cougar)

In unserem Alltagstest macht die Tastatur eine sehr gute Figur. Die mechanischen MX-Brown-Schalter erweisen sich als äußerst komfortabel und bieten eine sehr präzise Rückmeldung. Wer die Tastatur primär als Gaming-Tastatur verwenden möchte, sollte zu den roten Schaltern greifen, da diese unserer Meinung nach etwas zügiger Arbeiten. Außerdem entfällt die haptische Rückmeldung, weshalb die Geräuschkulisse etwas geringer ausfällt.

Der Look mit freiliegenden Schrauben gefällt uns sehr gut. (Bild: Cougar)

Die Cougar Attack X3 richtet sich sicherlich nicht an eSportler oder ambitionierte MMO-Spieler. Eher ist sie für die breite Masse entwickelt worden, die ab und zu in verschiedene Genres schnuppert und Statistiken hinter den Spielspaß stellt. Leidenschaftliche Hobby-Gamer erfahren wegen der fehlenden Features keine großen Nachteile.

Fazit

Die spartanische Ausstattung der Cougar Attack X3 beweist uns, dass Gaming auch ohne Zusatzfunktionen Spaß machen kann. Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis die wichtigsten Tastenkombinationen verinnerlicht sind. Wenn diese Hürde überwunden ist, steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege. Sehr zufrieden sind wir auch mit den braunen MX-Schaltern, die für Games und den Alltag geeignet sind. Für unseren Geschmack liegt die unverbindliche Preisempfehlung von 124,90 Euro jedoch etwas zu hoch, insbesondere in Anbetracht des abgespeckten Funktionsumfangs. 

ProContra
  • komfortable, mechanische Schalter
  • Mehraufwand durch sehr puristische Ausstattung
  • RGB-Belechtung
 
  • Spielspaß trotz geringem Funktionsumfang
 

Cougar Revenger Test

Übersicht

Cougar bietet mit der Revenger eine Maus an, die mit einem Preis von gut 50 Euro die gehobene Mittelklasse bedient. Sie bringt die nötigen Features und eine schicke RGB-Beleuchtung mit.

Technische Daten

Material

Kunststoff

Sensortyp

Optisch

Auflösung

12.000 dpi

Polling Rate

1.000 Hz

Tastenzahl

6 programmierbare Tasten

Abmessungen (L x B x H)

135 x 70 x 45 mm

Gewicht

ca. 110 g

Anschlussart

kabelgebunden

Kabellänge

1,8 m

Besonderheiten

2-Zonen-RGB-Beleuchtung, Triggertaste

Preis

55 Euro

Lieferumfang

  • Cougar Revenger Maus
  • Benutzerhandbuch
  • Cougar Sticker

Design & Verarbeitung

Obwohl die relativ große Cougar Revenger auf den ersten Blick symmetrisch aussieht, eignet sie sich nicht für Linkshänder. Auf der rechten Seite sind anders als auf der linken Seite keine Daumentasten angebracht. Außerdem ist die DPI-LED nicht sichtbar, wenn die Maus mit der linken Hand genutzt wird. Linkshänder müssen sich also nach einem anderen Modell umschauen. Beispielsweise die beidhändig nutzbare Asus ROG Pugio, die wir kürzlich getestet haben.

 

Die Cougar Revenger ist für Linkshänder nur bedingt nutzbar. (Bild: Cougar)

Das Gehäuse der Cougar Revenger besteht größtenteils aus mattem Kunststoff. Lediglich an den Seiten kommt eine gummierte Wabenstruktur für besseren Grip zum Einsatz. Diese profilierte Oberfläche setzt sich obendrein von der restlichen in Anthrazit-Schwarz gehaltenen Maus ab, was wir sehr schick finden. Farbliche Akzente werden in Form einer zwei Zonen RGB-Beleuchtung gesetzt. Das Cougar-Logo und ein darunterliegender LED-Streifen können separat von der DPI-Anzeige mit verschiedenen Effekten versehen werden.

Eine RGB-Beleuchtung ist auch mit an Bord. (Bild: Cougar)

Die Maus verfügt über sechs frei belegbare Tasten. Zwei davon befinden sich an der linken Seite und dienen als Daumentasten. Die Revenger hat außerdem zwei Hauptschalter und eine weitere Taste im Scrollrad integriert, die als mittlere Maustaste agiert. Besonders ist jedoch der mittig positionierte DPI-Switch: Bei diesem handelt es sich nicht um einen normalen Schalter, der durch vertikale Krafteinwirkung ausgelöst wird, sondern um einen Schieberegler, der nach hinten gedrückt werden muss. Dadurch soll eine schnellere Betätigung erreicht werden. Obwohl die Maus keine Verarbeitungsmängel aufweist, fühlt sie sich teilweise nicht hochwertig an. Dies liegt unter anderem an dem 180 cm langen USB-Kabel, das keine Stoffummantelung besitzt und deshalb leichter an Tischkanten hängen bleibt.

Eigenschaften

Das herausstechende Merkmal der Cougar Revenger Gaming-Maus ist der optische Sensor. Der bekannte Pixart PMW 3360 Sensor löst mit bis zu 12.000 dpi auf. Die Auflösung kann in der Software in Hunderterschritten den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Beim Spielen macht der Sensor einen guten Eindruck. Er arbeitet präzise, ruckelfrei, genau wie es sich jeder Gamer wünscht. Die Option mit 12.000 dpi zu zocken ist zwar sehr spannend, für die meisten Spieler, gerade im FPS Bereich, aber wahrscheinlich äußerst unpraktisch. Die Abtastrate beträgt maximal 1.000 Hz und wird ebenfalls im Treiber eingestellt, sodass Bewegungen verzögerungsfrei umgesetzt werden.  

Cougar Revenger Maus Software TastenbelegungCougar Revenger Maus Software Home
Die Software könnte etwas übersichtlicher sein und benötigt Einarbeitungszeit.

Die Software selbst gestaltet sich leider etwas unübersichtlich. Das liegt unter anderem daran, dass mögliche Tastenfunktionen lediglich als kleine Grafik dargestellt werden. Außerdem sind bestimmte Abschnitte nicht ins Deutsche worden übersetzt und relativ klein sowie eng beieinander dargestellt, was die Übersichtlichkeit nicht erleichtert. Trotzdem bietet das Programm nach einer kurzen Einarbeitung viele Features, die sinnvoll genutzt werden können. Beispielsweise ist es möglich, Makros zu programmieren und zu bearbeitet, um sie anschließend im Spiel zu verwenden. So kann sich der Benutzer schnell einen Vorteil im Spiel verschaffen. Es ist auch möglich, die Maus ganz individuell zu konfigurieren und sich mit diversen Einstellungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Im Maustreiber kann selbstverständlich auch die zwei Zonen RGB-Beleuchtung konfiguriert werden. Zur Auswahl stehen die Modi „Atmet“, „Voll beleuchtet“ und „Aus“ für alle, die es gerne etwas schlichter mögen. Die Einstellungen lassen sich anschließend in drei Profilen abspeichern, sodass die Maus auch mobil verwendbar ist.

Eine etwas stärkere Rasterung hätte das Scrollrad aufgewertet. (Bild: Cougar)

Das Mausrad der Cougar Revenger ist gummiert und fühlt sich gut an. Die Rasterung fällt allerdings etwas zu schwach aus und beansprucht eine längere Gewöhnungszeit. Diese Eigenschaft ist uns beim Spielen negativ aufgefallen, weil zu viel Konzentration und Feingefühl, beispielsweise für den Wechsel der Waffe, benötigt wird. Anderweitig bietet die Revenger keine besonderen Zusatzfunktionen. Sie beweist jedoch, dass für eine gute Gaming-Maus nicht zwingend mit viele Eigenschaften bepackt werden muss und beschränkt sich auf das Nötigste.

Die Mausempfindlichkeit lässt sich bequem über den DPI-Button anpassen. (Bild: Cougar)

Besonders wichtig ist außerdem der Komfort: Die Maus liegt außerordentlich gut in der Hand und besitzt keine störenden Kanten. Da sie relativ groß ist, kann die Maus optimal mit dem Palmgrip benutzt werden. Der Krallengriff ist auch problemlos möglich und kann je nach Spiel an der Cougar Revenger angewendet werden. In der Praxis lässt sich die Maus in jedem Spiel-Genre verwenden. Naheliegend ist aber der Einsatz in schnellen FPS Shootern, wegen der schnell erreichbaren Triggertaste unterhalb des Mausrads. MMO-Spieler wünschen sich mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Zusatztasten an der Seite. Auch für lange Arbeitsstunden im Büro kann die Revenger dank ihres hohen Komforts bedenkenlos eingesetzt werden.

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Fazit

Die Cougar Revenger hat uns im Test mit ihren Funktionen überzeugt. Häufig besitzen Gaming-Mäuse unzählig viele Zusatzfunktionen, die zwar teilweise nützlich sind, aber auch den Preis in die Höhe treiben. Die Revenger hingegen fokussiert sich auf das Wesentliche und bietet dem Kunden einen leistungsfähigen optischen Sensor sowie die nötigsten Funktionen. Dazu gehören die beiden Daumentasten auf der linken Seite und der Trigger-Button hinter dem Mausrad. Die Software bietet viele nützliche Funktionen, jedoch ist sie relativ unübersichtlich aufgebaut und wirkt teilweise nicht vollends durchdacht. Auch das Mausrad hat uns nicht vollkommen überzeugen können, da es sich zwar angenehm anfühlt, aber zu schwach gerastert ist. Trotzdem finden wir, dass die Cougar Revenger eine empfehlenswerte Maus für Gamer ist. Insbesondere der Preis von rund 55 Euro macht sie für preisbewusste Spieler sehr attraktiv.

ProContra
  • guter optischer Sensor
  • unübersichtliche Software
  • 2-Zonen-RGB-Beleuchtung
  •  schwammige Rasterung des Mausrads
  • Triggertaste
 
  • hoher Komfort
 

 

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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