Test: Speedlink Ultor Gaming-Tastatur

Mechanische Tastatur mit auffälligem Design

Geschrieben von Niklas Schäfer am 01.02.2017.

Speedlink Ultor Startbild

Die Speedlink Ultor sticht mit ihrer rot eloxierten Oberseite aus Aluminium definitiv aus der breiten Masse der Gaming-Tastaturen hervor. Zudem bietet sie einige Funktionen, wie sechs Makrotasten und ein N-Key-Rollover, die Gamern sehr zugutekommen. Wer mehr über die Gaming-Tastatur wissen möchte, sollte sich folgenden Test durchlesen.

Übersicht

Mit der Speedlink Ultor haben wir eine weitere Gaming-Tastatur mit mechanischen Schaltern getestet. Speedlink setzt bei der Ultor auf die Kailh Red-Schalter und eine blaue Hintergrundbeleuchtung. Wir klären, wie gut sich die preiswerteren Schalter gegenüber anderen Schaltern schlagen und welche Funktionen die Tastatur bietet.

Technische Daten

Material

Aluminium, Kunststoff

Schaltertyp

Kaihua Kailh Red

Anti-Ghosting Tastenzahl

N-Key-Rollover

Multimediapanel

Nein

Abtastrate

1.000 Hz

Onboard-Speicher

64 KBit

Anzahl dedizierte Makro-Tasten 

6

Handballenauflage

Nein

Abmessungen

350 x 122 x 33 mm

Gewicht

680 g

Kabellänge

1,7 m

Besonderheiten

Beleuchtung, rahmenlos,  mechanische Schalter

Preis

~100 Euro

Lieferumfang

  • Speedlink Ultor Gaming-Tastatur
  • Quickstart-Guide

Design & Verarbeitung

Speedlink geht beim Design der Ultor Gaming-Tastatur einen ungewöhnlichen Weg. Während die meisten aktuellen Gaming-Tastaturen auf eine schlichte Optik setzen, hebt sich die Speedlink Ultor mit ihrer rot eloxierten Aluminiumoberseite ab. Die blaue Hintergrundbeleuchtung der einzelnen Tasten ist ein gelungener Kontrast zur Farbe des Rahmens. Lediglich die Pfeil- und WASD-Tasten werden weiß beleuchtet, sodass diese besonders leicht zu erkennen sind. Die Beleuchtung der Feststelltaste sowie der Gaming-Taste oben rechts ist nur aktiv, wenn die jeweilige Funktion genutzt wird.

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Die Tastatur zieht mit ihrer roten Oberseite einige Blicke auf sich.

Dass es sich bei der Ultor um eine Gaming-Tastatur handelt, wird durch mehrere Funktionen deutlich: Unter anderem sind die Pfeil- und WASD-Tasten austauschbar. Sehr nützlich ist auch die Windows-Lock-Funktion, mit der ein unbeabsichtigtes Minimieren des Spiels vermieden werden kann. Als wichtigste Funktion sind die verwendeten mechanischen Tasten zu nennen. Die Kaihua Kalih Red-Switches verfügen über einen vergleichsweise frühen Druckpunkt und ein kleines Auslösegewicht. Leider ist das haptische Feedback etwas unpräzise, sodass höherwertige Schalter eine Bereicherung gewesen wären.

Was den meisten Gamern hingegen sehr in die Karten spielen sollte sind die sechs Makrotasten, welche über Zweitfunktionen erreichbar sind. Ebenfalls als Doppelbelegung implementiert sind zwölf Media-Funktionen. Darunter fallen die gängigen Shortcuts für die Musiksteuerung sowie vier Einstellungen für die Polling Rate, welche maximal 1000 Hertz beträgt. In Kombination mit dem N-Key-Rollover wird jede Eingabe verzögerungsfrei umgesetzt werden. Zudem legt der Hersteller besonderen Wert auf einen möglichst einfachen Transport der Tastatur. Wie es bei den geringen Abmessungen bereits zu erwarten war, wird sowohl auf das Zehnerfeld als auch auf eine Handballenablage verzichtet. Angeschlossen wird die Speedlink Ultor Gaming-Tastatur mit einem 170 Zentimeter langen USB-Kabel, welches mit eine Textilummantelung versehen worden ist.

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Die WASD- und Pfeiltasten lassen sich abnehmen.

Die Verarbeitung ist gelungen, doch leider wird die durch die Aluminiumoberseite verbesserte Wertigkeit durch eine nicht ganz homogene Ausleuchtung der einzelnen Tasten ausgeglichen.

Eigenschaften & Software

Die Speedlink Ultor Gaming-Tastatur richtet sich vor allem an diejenigen, die erste Erfahrungen mit mechanischen Tastaturen machen möchten. Was das Schreibgefühl betrifft, liegen die hier verwendeten Schalter sicherlich hinter teureren Pendants, wie beispielsweise den Cherry MX-Schaltern. Allerdings sind sie vor allem im Hinblick auf die Gaming-Nutzung über den meisten Membranschaltern einzuordnen.  Durch zwei ausklappbare Füße kann die Tastatur um ein paar Grad angewinkelt werden, was auch definitiv zu empfehlen ist. Einerseits wird die Ergonomie ein wenig verbessert, viel wichtiger ist jedoch, dass die Tastatur mit ausgeklappten Füßen deutlich rutschfester ist.

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Die Beleuchtung erzeugt einen schicken Kontrast zur roten Oberseite

Speedlink hat versucht, die Tastatur möglichst klein zu gestalten. Uns hätte es jedoch gefreut, wenn Speedlink eine abnehmbare Handballenablage beigelegt hätte, was längere Gaming-Sessions angenehmer gestalten würde. Ansonsten ist die Handhabung gut, weil viele Funktionen über Tastenkombinationen zu erreichen sind. So ist es beispielsweise möglich, die Polling-Rate direkt über die Ultor anzupassen. Für die Konfiguration von Makros muss der hingegen der Treiber genutzt werden. Leider ist auch die Helligkeit nur über die Software konfigurierbar. Schöner wäre es gewesen, wenn die vier Shortcuts für die Polling-Rate auch die Helligkeit regeln könnten.

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Die Tasten verfügen über einen recht großen Hub.

Der Treiber ist sehr einfach gehalten und lässt sich grob in drei verschiedene Bereiche einteilen. Den Anfang macht der Reiter „Haupttasten“, unter dem wir die Funktionen einzelner Tasten austauschen können. Makros können im zweiten Reiter eingepflegt werden. Der Funktionsumfang der Makros ist dabei recht groß, sodass keine Wünsche offenbleiben sollten. So ist es neben einfachen Tastenkombinationen auch möglich, Websites oder verschiedene Anwendungen zu hinterlegen. Im letzten Reiter können vier Basiseinstellungen vorgenommen werden.

Speedlink Ultor SoftwareDank des einfachen Aufbaus kann die Software leicht und intuitiv bedient werden.

Darunter fallen beispielsweise die Helligkeit der Beleuchtung, die Reaktionszeit und die Polling-Rate. Insgesamt stehen fünf Profile bereit, welche mit einzelnen Spielen verknüpft werden können. Wer seine Makros also auf jedes Spiel einzeln spezialisieren möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. Als störend stellt sich heraus, dass das Abspeichern der Änderungen sehr lange dauert. Zwar ist bei dem geringen Preis keine Echtzeit-Umsetzung der Änderungen zu erwarten, der Vorgang sollte unserer Meinung nach trotzdem nicht mehr als wenige Sekunden in Anspruch nehmen.

Fazit

Speedlink ist dafür bekannt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, da die meisten Produkte auf die wichtigsten Funktionen reduziert werden. Dieses Prinzip kommt auch bei der Ultor Gaming-Tastatur zum Vorschein. Der Hersteller vertraut bewusst auf eine einfache Beleuchtung und kann eine günstige Tastatur mit mechanischen Schaltern anbieten. Was das Design betrifft, kann man der Speedlink Ultor nicht vorwerfen, dass sie sich nicht von der Masse abhebt. Ob das rot eloxierte Aluminium nun jedermanns Geschmack trifft, sei dahingestellt. Für Gamer, die eine mechanische Tastatur für wenig Geld suchen, sollte die Ultor durchaus in Betracht ziehen. Diejenigen, die bereits mit höherwertigen Switches vertraut sind, werden von den hier verbauten Kalih Red hingegen enttäuscht werden. Die Speedlink Ultor ist zu einem Preis von 100 Euro im Handel erhältlich.

ProContra
  • ausgefallenes Design
  • nicht ganz homogene Ausleuchtung
  • mechanische Schalter
  • Rutschfestigkeit bei eingeklappten Füßen
  • N-Key-Rollover
  • Helligkeit nur über Software regelbar
  • 6 Makrotasten
 
  • Verknüpfung von Profilen mit Spielen
 

 

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Niklas Schäfer

… ist hauptsächlich für den Bereich „Gaming“ zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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