Thermaltake Muse 5.25

Vor nicht allzu langer Zeit stellten wir verschiedene externe Festplatten Gehäuse, wie das Revoltec Alu Book 2 für 2,5", Raidsonic IB-360 und Enermax Mobile Rack oder den internen Nexus HDD Silencer, vor. Nun wurde ein Test für noch größere Laufwerke vorgenommen.

In das Thermaltake Muse 5.25 Gehäuse passen, wie der Name es schon sagt, optische Laufwerke mit dieser Größe sowie Festplatten oder andere Laufwerke mit den Dimensionen von 3,5 Zoll. Wie die Daten von den verschiedenen Datenträgern übertragen werden, lesen sie in diesem Review.


Unser Dank geht dieses Mal an Thermaltake für die freundliche Bereitstellung.

Thermaltake Muse 5.25

geeignet für 3,5" / 5,25" Laufwerke
Schnittstelle ATA
Anschluss USB 2.0
Material Aluminium
Beleuchtung DA-Meter (blau)
Lieferumfang
  • USB-Kabel

  • Treiber-CD

  • Anleitung

  • Stromkabel+ Adapter

  • Ständer

  • Befestigungsmaterial

Das große Gehäuse von Thermaltake ist aus silbernem, mattem Aluminium gefertigt und wiegt ohne Datenträger schon 1,5 Kilogramm.
Um das Gehäuse nicht schlicht und langweilig aussehen zu lassen, hat man einen Schriftzug auf einem gehobenen Metallstreifen neben dem an der Seite befindlichen DA-Meter installiert. An der Rückseite befindet sich der Strom- sowie der USB-Anschluss. Ein Knopf um den Datenträger ein- und auszuschalten befindet sich ebenfalls neben den anderen Schnittstellen. Auf der anderen großen Fläche hat man vier Gummipunkte angebracht, um einen liegenden Betrieb nicht mit Kratzern auf dem Tisch beenden zu müssen, außerdem dienen sie als Vibrationsdämpfer. Horizontal findet das Gehäuse Platz in dem mitgeliefertem Ständer, welcher an allen Seiten mit Gummipunkten ausgestattet ist, damit Kratzer im Gehäuse vermieden werden können.

Was ist überhaupt ein DA-Meter? Diese Frage kam zuerst auf, bis ein Datenträger im Betrieb war. Wenn ein optisches Laufwerk installiert ist, schlägt die Nadel nur beim Einschalten kurz aus, erst beim Einsatz einer Festplatte konnte man den vollen Sinn der analogen Anzeige sehen. Die Nadel schlägt aus, wenn ein Zugriff auf die HDD erfolgt und signalisiert die Schnelligkeit des Zugriffs. Wobei man diese Funktion eher als Gimmick sehen kann, da eine Skala nicht vorhanden ist, die die wirkliche Übertragungsgeschwindigkeit anzeigt.

Um die Festplatte zu installieren kann der Deckel einfach durch einen Knopfdruck geöffnet werden. Gummipuffer sorgen für die Ruhe im Gehäuse. Diese werden eingedreht, sodass die Festplatte einfach auf diese Noppen gesetzt werden kann. Eine weitere Befestigung ist nicht mehr nötig. Am Deckel selber wird ein beiliegender fester Schaumstoffklotz festgeklebt (dank doppelseitigem Klebeband), um den Halt des 3,5 Zoll Datenträgers zu gewährleisten.
Der Hersteller schreibt auf seiner Verpackung, dass es sich um ein schraubenloses Gehäuse handelt, was aber nicht ganz stimmt. Um die Front zu demontieren, muss man für zwei Schrauben zum Schraubendreher greifen. Diese muss aber nur bei optischen Laufwerken entfernt werden, welche dann mit zwei Metallwinkeln befestigt werden. Dies ist gut in der Anleitung anhand der Bilder zu erkennen und einfach zu befolgen.



Die Installation des Laufwerks erwies sich als sehr einfach. Dank Microsoft Windows XP ist eine Treiber- Installation nicht mehr nötig. Das neue Laufwerk wird automatisch in den Arbeitsplatz integriert und kann dann verwendet werden. Eine Trennung des Laufwerks von dem PC kann auch mitten im Betrieb erfolgen. Für ältere Systeme hat der Hersteller noch eine Treiber CD beigelegt.

Mithilfe von HDTach ermittelten wir folgende Lesegeschwindigkeit mit diesem Testsystem, zum Einsatz kam eine 250 GB IDE Festplatte von Seagate:


CPU
AMD Athlon XP 1700+@2200+
Mainboard
ABIT NF7
RAM
2x256 MB PC2100 CL2,5 (Samsung/Infineon)
Grafikkarte
Asus Radeon 9600 XT
HDD
Seagate 160GB 7200U/min 8MB S-ATA (intern) und
Seagate 250GB 7200U/min 8MB IDE
Netzteil
bequiet! 340 Watt


Fantec DB-LCD35x 27,1 MB/s
Raidsonic IB 360 26,5 MB/s
Thermaltake Muse 5.25 24,7 MB/s


Fazit

Thermaltake hat mit dem Muse 5,25 ein "Allround"-Gehäuse für Laufwerke mit 5,25 oder 3,5 Zoll vorgestellt. Aber wer nur eine Festplatte darin unterbringen mag, leidet unter einem großen Platzverlust, da man dieses Schmuckstück auf dem Schreibtisch auch präsentieren möchte. Wer "nur" eine HDD darin unterbringen möchte und nicht zwischendurch mit einem anderen Laufwerk wechselt, dem empfehlen wir die kleinere Version. Für den Betrieb eines optischen Laufwerks ist das Gehäuse natürlich zu empfehlen, gerade was das Design angeht. Allerdings konnte die Leserate im Vergleich zu dem Raidsonic IB 360 sowie einem anderen externen Festplatten Gehäuse von Fantec nicht überzeugen. Um eine Bewertung abzugeben fehlt leider der Preis, da dieses Gehäuse in Deutschland noch nicht erhältlich ist. Sobald es verfügbar ist, werden alle Interessierten eine News auf der Startseite darüber lesen können.

PRO

  • gelungenes Design

  • saubere Verarbeitung

  • schnelle Inbetriebnahme

  • DA-Meter für Zugriffsanzeige

CONTRA

  • langsame Leserate