Fantec 3,5" Serial - ATA 1.0/2.0 HDD Enclosure im Test

Seit einigen Jahren ist der S-ATA1-Standard auf dem Markt vertreten und so wundert es nicht, dass nun auch externe Gehäuse für S-ATA-Festplatten angeboten werden. Letztes Jahr erhielt zudem die neue S-ATA2-Schnittstelle Einzug in die Computerwelt. Wir haben uns zwei Produkte der Firma Fantec genauer angesehen und ihre Tauglichkeit im Bezug auf Schnittstellenkompatibilität und Datenrate getestet.

 


Verpackung und Lieferumfang


Geliefert werden die Fantec 3,5" Serial - ATA HDD Enclosure Gehäuse in einem Karton mit vielen Illustrationen des Produkts und dessen Funktionen, sowie einer auf der Rückseite abgedruckten Montageanleitung. Im Inneren befindet sich eingepackt in Folie das Gehäuse. Da wir beide Versionen, die S-ATA 1 (LD-H35US1) und die S-ATA 2 (LD-H35US2) Version, getestet haben, benennen wir die Produkte im weiteren Textverlauf mit ihrer vollständigen Bezeichnung.


Lieferumfang LD-H35US1


Im Lieferumfang der S-ATA 1 Variante ist ein Netzadapter, ein USB 2.0 Kabel, das benötigte Montagematerial sowie ein S-ATA-Kabel enthalten.


Lieferumfang LD-H35US2


Der Lieferumfang der S-ATA 2 Variante unterscheidet sich nur geringfügig. So ist ebenfalls ein Netzadapter, ein USB 2.0-Kabel und das Montagematerial inbegriffen. Allerdings wurde das S-ATA Kabel hier durch ein eSATA-Kabel und einen eSATA zu S-ATA Adapter ersetzt.


Beiden Gehäusen liegt außerdem ein aus Kunststoff gefertigter, in Silber gehaltener Standfuß bei, der den senkrechten Betrieb des Laufwerks samt Gehäuse ermöglicht. Diese Positionierung spart Platz auf dem Schreibtisch.


Zubehör LD-H35US1

Zubehör LD-H35US2

USB 2.0, eSATA und eSATA -> S-ATA Adapter


Technische Daten

  • Gehäusetyp: 3,5 Zoll Festplatte

  • Abmessungen: 53x94x17,5 mm (LxBxH)

  • S-ATA Modul: LD-H35US1 S-ATA 1.0 / LD-H35US2 S-ATA 1.0 & S-ATA 2.0

  • Interfacestruktur: LD-H35US1 S-ATA 1.0 -> S-ATA , S-ATA 1.0 -> USB 2.0 / LD-H35US2 S-ATA 2.0 -> eSATA, eSATA -> S-ATA , S-ATA 2.0 -> USB 2.0

  • Betriebssystem: WIN SE, ME , 2000 und XP oder Mac OS ab Version 10

  • Material: Aluminium / Kunststoff

  • Theoretische Durchsatzrate: LD-H35US1 USB 2.0: 480 Mbit/s S-ATA 1.0: 1,5 Gbit/s / LD-H35US2 USB 2.0: 480 Mbit/s S-ATA bzw. eSATA: 3,0 Gbit/s


Erscheinungsbild


Nachdem man das Gehäuse aus der Folie befreit hat, macht es einen sehr schicken und vor allem schlichten Eindruck. Auf der Forderseite befindet sich der runde Netzschalter und um ihn herum erleuchtet eine LED einen durchsichtigen Kunststoffring je nach Status der verwendeten Platte. Auf der Rückseite findet man die Anschlüsse für das externe Netzteil, einen USB 2.0-Port sowie den je nach S-ATA Version integrierten S-ATA oder eSTAT Port. Verarbeit ist das Gehäuse durchweg sauber und ordentlich. Der Schriftzug an der Seite sieht ebenfalls sehr edel aus. Ein echter "Hingucker" für den Schreibtisch. Der kleine Standfuß ist, wie schon erwähnt, im Gegensatz zum Gehäuse nur aus Kunststoff gefertigt.



Montage


Die Montage ist zwar nicht ohne Schrauben machbar, dafür erklärt die bebilderte Anleitung aber alles sehr genau. Zu erst ist die hintere Plastikabdeckung der Anschlüsse zu lösen und die komplette Platine inklusive Rahmen lässt sich nach vorne aus dem Aluminiummantel ziehen. Auf der Oberseite (Schriftzug) befinden sich ebenfalls vier Schrauben, die gelockert werden müssen. Nun ist die Aluminiumplatte mit dem Schriftzug frei bewegbar. In den Rahmen wird jetzt die Festplatte eingesetzt und auf die Kontaktleiste geschoben. Dann wird diese mit den vier Schrauben seitlich befestigt. Anschließend kann der Rahmen wieder in den Aluminiummantel geschoben werden. Die vier Schrauben auf der Oberseite werden nun handfest angezogen, somit wird garantiert, dass eine Wärmeleitung zwischen der Festplatte und dem Gehäuse stattfindet und die Wärme von der Festplatte abtransportiert wird. Dieses passive Kühlverfahren hat sich der Hersteller patentieren lassen.
Zum Schluss gilt es nur noch die hintere Abdeckkappe wieder mit den zwei Schrauben zu fixieren. Fertig.


Wichtig: Sollten Sie eine S-ATA 2 Festplatte in dem S-ATA 1.0 Gehäuse verwenden, so ist darauf zu achten, dass die Festplatte in den S-ATA 1 Modus umgejumpert wird. In unserem Fall kam eine Samsung HD080HJ mit 80 GB, 7200 UPM, 8MB Cache und der S-ATA 2 Schnittstelle zum Einsatz.



Konfiguration


Zu konfigurieren gibt es nicht viel. Die Platte muss, vorausgesetzt sie ist neu und/oder unpartitioniert, partitioniert werden. Dafür wird unter Windows XP das Tool "Datenträgererwaltung" verwendet. (Zu finden unter Start -> Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung) Von hier aus lässt sich die Festplatte bequem einrichten. Egal ob später per USB 2.0 oder S-ATA/eSATA angeschlossen wird das "Drive" als Festplatte im Arbeitsplatz erkannt.


Wir empfehlen die Festplatte per S-ATA/eSATA zu verbinden, um die optimale Leistung zu erreichen.


Test


Wir haben das Fantec LD-H35US1 und das Fantec LD-H35US2 im Bezug auf seine Burst- und Leserate getestet. Dabei wurden eSATA, S-ATA 1.0, S-ATA 2.0 und USB-2.0 einzeln getestet. Als Test Programm kam das Tool HD-Tach zum Einsatz. Die Ergebnisse haben wir in der folgenden Tabelle dargestellt. Als Festplatte wurde die oben verbaute Samsung HD080HJ benutzt.


Wichtigsten Plattformdaten :



Mainboard

ASUS A7N8X-E-Deluxe (Nforce2)

CPU

AMD Athlon XP 3200+ 400MHZ FSB

Arbeitsspeicher

1024 MB Ram DDR-400 CL 2.5

NAS-Festplatte Samsung HD080HJ 7200UPM
System-Festplatte Seagate Barracuda 8MB Cache 7200UPM
Netzteil LC-Power 420 Watt


 

Klar zu erkennen ist hier die Überlegenheit der direkten S-ATA-Verbindung. In wie fern S-ATA 1 oder 2 eine Rolle spielen bliebt jedem selber überlassen, da die Geschwindigkeitsdifferenzen nicht all zu groß ins Gewicht fallen. Wer also beispielsweise seine externe Festplatte für Anwendungen mit großen Datenmenge, wie z.B. Videoschnitt verwenden möchte, sollte das Fantec LD-H35US1/2 auf jeden Fall per (e)S-ATA anschließen.


* S-ATA 2 gemessen mit Intel Pentium D 930 - 3GHz, 4MB, FSB 800MHz , ASUS P5WD2-E Premium i975X und 2x1024MB G.Skill PC 8500 Ram


Fazit


Beide Gehäuse konnten durchweg überzeugen. Der Datendurchsatz stimmt per USB 2.0 genauso wie über den (e)S-ATA Port. Welche der beiden Varianten zu empfehlen ist, kann so pauschal nicht gesagt werden. Die S-ATA 2 Version bietet den Vorteil eine eSATA Schnittstelle an Bord zu haben, bringt aber keinen übermäßigen Geschwindigkeitsvorteil. Da die Gehäuse äußerlich gleich sind und nur im inneren eine andere Elektronik steckt, ist die Verarbeitung bei beiden Gehäusen sehr gut.



Pro

  • Datenraten

  • Verarbeitung

  • Schnittstellen

  • S-ATA 2.0 Version (LD-H35US2) mit eSATA


Contra

  • Plastikstandfuß


Die Gehäuse gibt es u.a. hier zu kaufen.