NAS steht für "Network Attached Storage" und bedeutet so viel wie "Ins Netzwerk eingehängter Massenspeicher". Das NAS funktioniert wie eine externe Festplatte, die über einen RJ45-Port im Netzwerk angeschlossen ist und so Daten bereitstellt, ohne das ein weiterer Computer dafür angeschaltet sein muss. Wir haben so eine NAS-Lösung der Firma Thermaltake genauer angeschaut.

Verpackung und Lieferumfang
Die Thermaltake MUSE LanDisk kommt in einem Karton, ausgestopft mit Styropor zum sicheren Transport. Im Inneren des Kartons befinden sich das Gehäuse, ein Netzteil, ein USB-2.0 Kabel, der Standfuß sowie sämtliches Befestigungsmaterial. Außerdem liegt eine CD mit USB-Treiber für älterer Betriebsysteme und ein Handbuch bei. Zu erwähnen ist noch, dass es sich bei der MUSE LanDisk ausschließlich um ein Gehäuse handelt, eine Festplatte muss extra gekauft und eingebaut werden. Dazu aber später mehr.
Technische Daten
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Gehäusetyp : 3,5 Zoll Festplatte
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Abmessungen : 245x183x55mm
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Gewicht (ohne Festplatte) : 1,4 kg
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ATA Modus : bis zu ATA6
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Interfacestruktur : LAN (RJ45) zu IDE und USB 2.0 zu IDE
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Betriebssystem : WIN SE, ME , 2000 und XP oder Mac OS ab Version 8.6
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Material Aluminium
Eigenschaften und Besonderheiten
Erscheinungsbild
Das Gehäuse sowie der Standfuß sind komplett aus Aluminium gefertigt worden und machen einen sehr hochwertigen und edlen Eindruck. An der Seite befindet sich eine analoge Lastanzeige, die bei Datentransfer ausschlägt. An der Front findet man drei LEDs, die erste weist blau auf Datentransfer durch das LAN hin, die zweite zeigt in grüner Farbe den Verbindungsmodus (10/100Mbit) an und die dritte erstrahlt ebenfalls in blau, sollten Daten über den USB-Bus übertragen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite, der Rückseite, findet man die jeweiligen Anschlüsse für das Netzteil, Netzwerk und USB-2.0 sowie einen Netzschalter.
Montage
Die Montage gestaltet sich sehr einfach, da das komplette Befestigungssystem auf Schrauben verzichtet. Zu aller erst wird das Gehäuse mit einem kleinen Aluminium-Knopf geöffnet und aufgeklappt. Man blickt jetzt auf die Elektronik. Es fällt sofort auf, dass Thermaltake hier nicht gepfuscht hat. Alle wichtigen Kabel sind per Stecker abziehbar. Die Festplatte wird auf vier genau abgestimmte Metallbolzen gesteckt, mit den Standardkabeln verbunden und per IDE mit Daten und 5,25 Zoll Laufwerksstecker mit Strom versorgt. Nun kann das Gehäuse wieder geschlossen werden und die Festplatte wird von einer Art Hartschaumstoff, der sich am Deckel befindet, in die Befestigung gedrückt. Das NAS ist nun betriebsbereit und kann entsprechend verkabelt werden.
Wichtig: Es ist darauf zu achten, dass die Festplatte als "Master" gejumpert ist! In unserem Fall kam eine Maxtor DiamondMax Plus 9 mit 80 GB, 7200 UPM und 8MB Cache zum Einsatz.
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Die Metallbolzen
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Der Hartschaumstoff
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Konfiguration
Etwas schwieriger als die Montage stellt sich die Konfiguration des LAN-Interface nach dem ersten Start dar. Der Computer muss nun per Netzwerk direkt mit dem NAS verbunden werden. Dabei ist es wichtig, dass das Betriebssystem die IP-Adresse automatisch bezieht, da der DHCP-Server des NAS standardmäßig aktiviert ist. Ein kleiner Kritikpunkt, da zum ersten Start eine direkte Verbindung nötig ist, sollte sich im Netzwerk ein weiteres Gerät mit aktiviertem DHCP-Service befinden (z.B. Router oder Acces-Point). Ist diese Hürde genommen kann das Aministrationsinterface über den Webbrowser aufgerufen werden. Der Anwender muss einfach "http://storage" in die Adresszeile eintippen und Enter drücken. Es erscheint eine Login-Abfrage und nach erfolgreichem Einloggen kann es los gehen. Zu erst einmal ist es sinnvoll den DHPC-Server zu deaktivieren, sollte schon ein anderes Gerät diesen Service nutzen. Danach ist es möglich das NAS einfach in das bestehende Heim- oder Firmennetzwerk zu integrieren. Je nach Einstellung wird der LanDisk nun eine IP-Adresse zugewiesen oder man vergibt eine fixe Adresse, was bei einem NAS die vernünftigere Wahl sein sollte. Der Anschluss über den USB-Port klappt problemlos. Windows XP erkennt das Gerät automatisch und installiert einen Wechseldatenträger. Leider dominiert der USB-Modus den Lan-Modus, sodass wenn beide Modi in Betrieb sind, der Lan-Modus deaktiviert wird.