Aerocool CoolView mit LCD

Auf der diesjährigen CeBit gab es beim Messestand von Listan neue Gehäuse der Firma Aerocool zu sehen. Diese wurden vor kurzer Zeit vorgestellt. Das Allround-PC Team hat das neue Aerocool CoolView mit eingebautem LCD, mit einer Softwarelüftersteuerung, für Sie getestet.


Unser Dank geht an dieser Stelle an Aerocool für die Bereitstellung des Towers.

 


Features
  • 46cm (H) x 20cm (B) x 45cm (L), 12 kg
  • Metall-/Kunststoff-Konstruktion  
  • Externe USB- / Firewire- / Audioanschlüsse
  • Schnellmontage-System für Laufwerke
  • ATX / EATX / BTX / Micro ATX/BTX / Pico BTX
  • LCD über USB

Lieferumfang

  • Befestigungsmaterial für Laufwerke
  • diverse Schrauben
  • Lüfter (1x 80mm, 2x 120mm)
  • Bedienungsanleitung

 

Design/Layout
 

   
 
   

Das Aerocool CoolWatch hat durch den Namen der bekannten GateWatch Lüftersteuerung seinen Namen erhalten. Auf die Lüftersteuerung wird jedoch später näher eingegangen. Das Gehäuse besteht zum größten Teil aus Stahl. Nur die Front mit ihrer Tür ist aus Kunststoff gefertigt. Durch die silberne Farbe und die runden Instrumente in der Front und auf dem Gehäusedeckel erhält das CoolWatch einen edlen Look. Da das Case seitenverkehrt aufgebaut ist, besitzt die rechte Seite ein Fenster und darunter ein Gitter für einströmende Luft. Dahinter können bis zu drei 80mm Lüfter installiert werden. Durch das Fenster kann man einen guten Blick auf die Hardware, besonders auf die Grafikkarte, werfen. Die linke Seitenwand hat ebenfalls Luftlöcher, um frische Luft aus der Umgebung einzuziehen. Beide Seitenwände können in Sekundenschnelle, aufgrund von Rändelschrauben, geöffnet werden. Dank einer kleinen Öse kann auch ein Schloss vorgehangen werden, um die Hardware vor Diebstahl zu schützen.
Neben den externen Anschlüssen für Firewire, USB 2.0 und den Audioanschlüssen findet man in der Front das LCD mit einer Chromumrandung und dem Power/Reset Knopf. Dieser Knopf besitzt eine Wippe, drückt man den oberen Teil, dient er als Powerknopf und der untere Teil dagegen als Resetfunktion. Darüber und darunter sitzen die Status LEDs für Power (grün) und den Festplattenzugriff (rot).

Innenaufbau und Hardwareeinbau


 

Insgesamt können in der Front zehn optische Laufwerke installiert werden. Um Festplatten oder Diskettenlaufwerke zu installieren, liegen spezielle Winkel bei, die als Halterung dienen. Zusätzlich finden aber noch zwei Festplatten unterhalb des Mainboards Platz. Darunter wird, durch die WTX Form, sprich ein umgedrehtes ATX Gehäuse, das Netzteil installiert. Für Netzteile mit einem großen 120 mm Lüfter, oder zwei kleinen, wurde im Gehäuseboden ein Lüftergitter installiert, damit der entsprechende Lüfter frische Luft ansaugen können. Als praktisch erweist sich das Gitter um Staub außerhalb des Netzteils zu halten. Die Füße sorgen für ausreichenden Abstand zum Boden.
Damit die Hardware im Gehäuse nicht zu warm wird, sind von Haus aus schon zwei 120mm Lüfter installiert. Einer befindet sich in der Front und der zweite an der Rückwand. Der erste kann variabel in der Höhe geändert werden und statt des Zweitem im Heck können auch zwei 80er Lüfter eingebaut werden.
Der Einbau von optischen Laufwerken geht denkbar einfach von statten. Durch die Kunststoffhalterungen wird das Laufwerk nur eingeschoben. Durch anschließendes Drehen der Halterung sitzt das Laufwerk schon sicher an seinem Platz. Bei den Festplatten werden die Kunststoffschienen einfach an die Seite angedrückt und in den HDD-Slot geschoben. Nach dem Einrasten können sie nicht mehr herausrutschen. Im Praxistest kommt allerdings die Seitenwand mit dem Lüfterkäfig der Festplatte bzw. dem S-ATA-Stecker zu nahe, sodass die Seitenwand nicht mehr geschlossen werden kann, wenn Lüfter montiert sind. Dadurch ist nur eine Montage in großen Frontbereich möglich. Beim Einsatz von IDE Festplatte war allerdings genügend Platz um die Seitenwand zu schließen. Hier sollte man sich Gedanken machen um die Zukunft wie man S-ATA Festplatten einfach einbauen kann, weil die Alternative einiges mehr an Arbeit ist.
 




 


Die Anschlüsse für USB und Firewire sowie Audio werden direkt auf dem Mainboard angeschlossen. Für die Status LEDs sowie die Schalter für Power und Reset gibt es ein extra Verlängerungskabel von 30cm, damit jeder Ort auf dem Mainboard erreicht werden kann. Neben diesen Kabeln gibt es noch Anschlüsse für vier Lüfter und vier Temperaturfühler. Das LCD benötigt einen freien Molexstromstecker für die eigene Spannung und die der Lüfter. Das LC-Display selbst wird durch einen Steckkartenslot nach hinten hinausgeführt, um dort mit dem Motherboard verbunden zu werden. Eine elegantere Lösung wäre ein extra Schlitz für den USB Stecker gewesen. Besitzer von vielen Steckkarten könnten aufgrund dessen Probleme haben, das LCD einzustecken oder alle Erweiterungskarten zu verwenden.
Wünschenswert wären auch ein paar mehr Schrauben für die Montage der Hauptplatine gewesen. Es ist leider nicht möglich, alle Punkte mit dem Gehäuse zu verbinden. Des Weiteren haben wir beim Einbau Probleme mit dem Aerocool Turbine Power Netzteil gehabt. Durch die Führungsschienen wurde das Netzteilgehäuse mit Kratzern beschädigt, obwohl in dieser Version schon der Schacht vergrößert wurde.

Lüftersteuerung/LCD


   
   

Da das LCD über USB angeschlossen wird, gibt es auch eine passende Software, die leider nur unter Windows XP und 2000 läuft. Linux User werden an dieser Stelle enttäuscht. Mit der Software ist es möglich, neben der Steuerung der Lüfter, die Temperaturen der vier Fühler, vier Lüftergeschwindigkeiten, die Uhrzeit, die eingestellte Lautstärke unter Windows sowie die eingestellte Höchsttemperatur für einen Alarm anzeigen zu lassen. Außerdem besitzt das LCD zwei verschiedene Hintergrundbeleuchtungen, die einzeln rot und blau, oder kombiniert als purple angezeigt werden. Wenn die Beleuchtung ausgeschaltet ist, sind die Werte nicht zu erkennen. Mit der Software lässt sich die Temperatureinheit von Celsius auf Fahrenheit ändern. Höchstwerte, die die Temperaturfühler messen, können eingestellt werden und geben bei Überschreitung akustischen Alarm. Beim Starten des Computers macht sich dieser kleine Lautsprecher in der Front mit zweifachem Piepsen zum ersten Mal bemerkbar. Die Lüfter lassen sich automatisch, von der Temperatur abhängig, aber auch manuell, sodass eine bestimmte Drehzahl vergeben wird, einstellen. Einen weiteren Alarm kann man mit der Uhrzeit einstellen, dies geht aber auch nur, wenn der Computer eingeschaltet ist. Auf dem Display werden die Werte rotierend dargestellt, es sei denn man wählt per Software einen Wert aus, der ständig angezeigt werden soll.

Fazit

Viele Möglichkeiten, um Laufwerke zu installieren, bietet das Aerocool CoolView mit seinen 10 Einschüben auch im Bereich von Servern oder Gamestations. Aber auch die Alternative, bald erscheinende BTX Mainboards verbauen zu können, wirkt sich positiv aus, allerdings nicht, wenn es an ein paar fehlenden Schrauben scheitert. Im Bereich der optischen Laufwerke muss glücklicherweise auf Schrauben verzichtet werden. Erschütterungen durch Festplatten werden leider nur durch die Gummifüße minimiert, leider nicht direkt an Ort und Stelle. Dafür hebt sich das Design, dank des LC-Displays, mit verschiedenen Hintergrundfarben sowie der Softwarelüftersteuerung von anderen Gehäusen ab. Negativ fiel leider auch die Netzteilmontage auf, die Kratzer im Netzteilgehäuse verursachte. Verbesserungen in Bezug auf S-ATA Festplatten sollte Aerocool mit den Käfigen unter dem Mainboard machen, da sich sonst die Seitenwand nicht schließen lässt. Positiv waren aber noch die installierten Lüfter, bzw. der beigelegte 80mm Lüfter. Zwar lassen sich die 120mm Modelle nicht an die Lüftersteuerung anschließen, da sie einen 4-Pol Anschluss haben, sind aber dennoch leise. Bei einem Preis von 110 Euro ist ein Sprung aufs Treppchen, durch die angesprochenen Punkte, leider nicht möglich. Seitens des Herstellers kam jedoch noch die Mitteilung, dass man in Zukunft die negativen Punkte ohne Benachrichtigung auf der Herstellerseite o.ä. bearbeiten, bzw. beseitigen will.

Pro

  • LCD über USB
  • viele Belüftungsmöglichkeiten
  • stabile Bauweise
  • wieder einsetzbare Slotblenden
  • Verarbeitungsqualität
  • schnelle Montage von opt. Laufwerken


Contra

  • Kratzerverursachende Netzteilmontage

Erhältlich ist das Aerocool CoolView bei Caseking.



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