NZXT Nemesis Elite Editon Miditower im Test
Nachdem wir uns im Juli den Trinity Tower der Firma NZXT angesehen haben, folgt nun der Test eines weiteren NZXT Gehäuse. Es handelt sich dabei um das Modell Nemesis Elite Edition. Dieser Tower besteht im Gegensatz zum Trinity Case aus leichtem Aluminium, ist jedoch mit 6,5kg nur 100Gramm leichter.
Woran das liegt und welche speziellen Features das Nemesis Gehäuse dem User bietet, erfahren Sie in diesem Review.
Technische Details im Überblick
NZXT Nemesis Elite Edition ATX Miditower schwarz
Anz. 5,25" Plätze
4x
Anz. 3,5" Plätze
2x extern, 5x intern
Platz für Lüfter
1x 120mm im Fenster
1x 120mm Front
1x 120mm Rückseite
Abmessungen
205x436x450mm
Gewicht
ca. 6,5kg
Features
Schienensystem
USB- + Firewire + Audio-Anschlüsse im Deckel
Multifunktionsdisplay
ATX + MicroATX
Preis in Euro
ca. 114,-
bei Mindfactory
Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehören neben dem Tower selbst noch eine Tüte Schrauben, eine kurze Anleitung in englischer Sprache, eine passende ATX-Blende und entsprechende Schienen für die Laufwerke. Zudem befinden sich bereits drei große 120mm Lüfter im Lieferumfang.
Design/Layout
Insgesamt bringt das NZXT Nemesis Case nur ein Gewicht von etwa 6,5kg auf die Waage. Dies wird unter anderem aufgrund der Verwendung von Aluminium und Plastik möglich. Die Verarbeitung der Materialien lässt jedoch teilweise zu wünschen übrig. So sind scharfe Kanten im Innenbereich des Gehäuses vorzufinden. Auch wirkt das Plastik im Bereich des Deckels nicht hochwertig. Mehr dazu jedoch später.
Die voneinander getrennt abnehmbaren, schwarzen Seitenteile bestehen ebenfalls aus 1mm dicken Aluminium und sind daher auch extrem leicht. Zudem wurde die linke Seitentür mit einem großen Plexiglasfenster versehen, welches mit einem schicken Metallrahmen an den Ecken geschützt wird. Auch ist in der Mitte des Fensters einer der mitgelieferten 120mm Lüfter vorzufinden. Dieser sitzt in einem transparenten Gehäuse und weist auch transparente Lüfterblätter auf. Über einen 4poligen Anschluss wird der Lüfter mit Strom versorgt. Damit keine Fremdgegenstände in den Lüfter gelangen können, hat der Hersteller ein Maschengitter vor dem Lüfter fixiert. Da der Lüfter über blaue LEDs verfügt, erstrahlt der Lüfter und ein Teil des Innenraums in einem hellen Blau, wie auf folgenden Bildern zu sehen ist.
Auf der gegenüberliegen Seite des Gehäuses ist keine Plastikwand zu finden.
Die gesamte Front besteht, im Gegensatz zum restlichen Gehäuse, aus Plastik. Ähnlich wie die metallene Oberfläche, wirkt die Oberfläche der Front wie ein Spiegel. Unebenheiten oder eine unsaubere Verarbeitung würden sich hier direkt bemerkbar machen. Auch dieses Modell war frei von Verarbeitungsmängeln im Bereich der Front und der Seite. Doch leider ist das Material sehr kratzempfindlich. Allein das Entfernen von Staub mit einem Staubtuch verursacht feine Kratzer auf der Oberfläche. Zudem sollte man das Gehäuse mit Handschuhen anfassen, da sich Fingerabdrücke nur schwer entfernen lassen und dies wiederum zu mehr Kratzern führt.
Hinter der Frontklappe sind die Laufwerksschächte zu finden, die jeweils einzeln nochmals mit einer Abdeckung verdeckt sind. Auch hier ist wieder die besonders spiegelnde Oberfläche anzutreffen. Direkt unter den Schächten befinden sich die großen Power- und Reset-Knöpfe. Diese lassen sich nur bei geöffneter Türe betätigen.
Die auf den Bildern erkennbare, spitzzulaufende Forntpartie beherbergt im unteren Teil des Gehäuses einen weiteren 120mm Lüfter, der ebenfalls, wie der Lüfter im Fenster, mit blauen LEDs ausgestattet wurde. Die beiden mit einem Metallrahmen hervorgehobenen Lüfterschlitze ermöglichen überhaupt erst eine Luftzirkulation. Gerade bei Dunkelheit dringt nich nur Luft durch die Schlitze, sondern auch das Licht des Lüfters wird sichtbar und verleiht dem Ganzen einen schicken Effekt.
Richtet man seinen Blick weiter nach oben, sticht einem die Plastikkonstruktion im Gehäusedeckel ins Auge. Im ersten Bereich kann man durch eine Drehung um 90° die Frontanschlüsse sichtbar machen. Das NZXT Nemesis verfügt über zwei USB- und Audio-Ports. Zudem wird noch ein 6-poliger Firewireanschluss geboten.
Direkt dahinter ist ein Multifunktionsdisplay zu finden, das sich in einen beliebigen Winkel zum User ausrichten lässt. Dies ist auch sinnvoll, da das Display einen nicht besonders guten Blickwinkel aufweist. Neben der Gehäuseinnentemperatur können noch die Temperaturen der Festplatte oder sonstiger Komponenten ausgelesen werden. Die entsprechenden Temperaturfühler befinden sich im Lieferumfang und können nach Belieben im Gehäuse verteilt bzw. platziert werden. Des Weiteren erhält der User auch Auskunft über Umdrehungsgeschwindkeit des Lüfter, sowie das aktuelle Datum. Damit das Display auch bei Dunkelheit gut abgelesen werden kann, hat der Hersteller es mit einer blauen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet.
Installation
Der Einbau der Hardware ist dank des Schienensystems des NZXT Trinity Miditowers spielend einfach. Die mitgelieferten Schienen sind in der Größe unterschiedlich und sitzen fest am Laufwerk. Genauso leicht, wie sich die Schienen befestigen lassen, können diese auch wieder entfernt werden.
Anschließend schiebt man das ganze Konstrukt in den Laufwerksschacht. Bevor man jedoch CD- oder DVD Laufwerke einbauen kann, muss die Front entfernt werden. Wo es beim Trinity Case noch Probleme gab, lässt sich die Front bei diesem Modell deutlich einfacher entfernen.
Ähnlich wie die CD-/DVD-Laufwerke werden auch die Festplatten in den Käfig eingeschoben. Ein Herauslösen des Käfigs aus dem Gehäuse ist jedoch nicht möglich.
PCI-Karten werden ebenfalls über ein schraubenloses System fixiert.
Kühlung
Das NZXT Nemesis Elite Editon Gehäuse besitzt insgesamt drei Möglichkeiten Lüfter zu installieren, die auch bereits seitens des Herstellers ausgenutzt wurden. Sowohl hinter der Front, unmittelbar vor dem Festplattenkäfig, in der Fensterseite, als auch auf der Rückseite des Gehäuses sind die Lüfter bereits vormontiert.
So dürfte das System immer mit ausreichend Frischluft versorgt werden. Am besten schließt man die Lüfter an die Kabel des Displays an, sodass diese temperaturabhängig gesteuert werden können. Dies ist auch anhand der produzierten Lautstärke unter Volllast sinnvoll. So gibt der Hersteller zwar keine genauen Daten an, jedoch schätzen wir den Geräuschpegel auf etwa 30dBA. Hinzu kommt, dass das Gehäuse anfängt Klappergeräusche von sich zu geben, sofern die Lüfter mit maximaler Geschwindigkeit arbeiten. Dies bestätigt förmlich unseren Eindruck, dass im Bereich des Plastiks die Verarbeitung nicht so hochwertig ist.
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Modding
Wie auf den oberen Bildern zu erkennen, erstrahlt das Nemesis Case in einem hellen blau. Sowohl der Innenraum, als auch Teile der Umgebung werden bestrahlt.
Fazit
Der NZXT Nemesis Gehäuse ist ein Gamingtower, wie man am Design ohne Weiteres erkennen kann. Unterstützt wird diese Tatsache durch die drei bereits mitgelieferten 120mm Lüfter, die nicht nur das Case in einem hellen Blau erstrahlen lassen. Leider wurde im Bereich der Verarbeitung nicht so sauber gearbeitet, wie wir uns das vorgestellt hätten Die scharfen Kanten im Innenraum und das etwas minderwertig-wirkende Plastik im Deckel enttäuschen. Auch die Klappergeräusche untermauern unseren Eindruck.
Besonders postiv hat uns das Display überrascht. Es gibt nicht nur Auskunft über wichtige Systeminformationen sondern mit ihm ist auch möglich die Lüfter zu steuern, was anhand der Lautstärke doch recht sinnvoll ist. Für einen Preis von 114,- Euro bekommt der User jedoch viel geboten, muss jedoch in Sachen Qualität einige Abstriche machen.
Pro:
-
Design
-
Lüfter im Lieferumfang
-
Multifunktionsdisplay mit Lüftersteuerung
-
geringes Gewicht (Alu)
-
Leuchteffekt
-
Schienensystem
Contra:
-
Verarbeitung
-
Lüfter verursachen "Klappern"
-
kratzempfindliche Oberfläche






























