NZXT Trinity Miditower im Test

Heutzutage ist der Computer nicht mehr nur ein Arbeitsgerät, er gehört schon fast zur standardmäßigen Wohnungseinrichtung. Da ist es klar, dass man nicht einfach nur einen grauen Kasten haben möchte, sondern am besten etwas gut Aussehendes. Hier kommen die so genannten Modding-Tower ins Spiel.

Für alle, die nicht die technische Begabung oder nicht die Zeit dazu haben einen tristen PC selbst zu verschönern, sind diese Gehäuse genau das Richtige. Wir haben uns im folgenden Bericht den Trinity Tower der Firma NZXT etwas näher angesehen.

 

Technische Details im Überblick

NZXT Trinity ATX Miditower schwarz
Anz. 5,25" Plätze 5x
Anz. 3,5" Plätze 1x extern, 4x intern
Platz für Lüfter 1x 80mm im Fenster
1x 80, 92 oder 120mm Front
1x 80, 92 oder 120mm Rückseite
1x 80mm Seite
Abmessungen 200x451x430mm
Gewicht ca. 6,6kg
Features Schienensystem
USB- + Audio-Anschlüsse in der Seite
Temperaturdisplay
ATX + MicroATX
Preis in Euro ca. 64,-
bei Mindfactory


Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben dem Tower selbst noch eine Tüte Schrauben, eine kurze Anleitung in englischer Sprache, ein Speaker, eine passende ATX-Blende und entsprechende Schienen für die Laufwerke. Zudem befinden sich bereits zwei 80mm Lüfter im Lieferumfang.


Design/Layout

Insgesamt bringt das Trinity Case nur ein Gewicht von etwa 6,6kg auf die Waage. Zwar besteht es nicht, wie man annehmen dürfte aus leichtem Aluminium, sondern aus besonders dünnem Metall, dass jedoch nicht die Stabilität des Gehäuses negativ beeinflusst. Die voneinander getrennt, abnehmbaren, schwarzen Seitenteile bestehen ebenfalls aus dem selben Material und sind daher auch extrem leicht. Zudem wurde die linke Seitentüre mit einem großen Plexiglasfenster versehen, welches mit einem schicken Metallrahmen an den Ecken geschützt wird. Auch ist in der Mitte des Fensters einer der beiden mitgelieferten 80mm Lüfter zu finden. Dieser sitzt in einem transparenten Gehäuse und weist auch transparente Lüfterblätter auf. Über einen 4poligen Anschluss wird der Lüfter mit Strom versorgt. Damit keine Fremdgegenstände in den Lüfter gelangen können, hat der Hersteller ein Maschengitter vor dem Lüfter fixiert. Damit dieses Gitter alleine nicht zu trist wirkt wurde des Weiteren ein Lasercut-Gitter mit dem Schriftzug des Herstellers darüber platziert. Da der Lüfter über blaue LEDs verfügt, erstrahlt der Lüfter samt dem Logo in einem hellen Blau. Auch wird ein Teil des Innenraums beleuchtet, wie auf folgenden Bildern zu sehen ist.
Auf der gegenüberliegen Seite des Gehäuses ist zwar keine Plexiglaswand zu finden, aber diverse Lüftungslöcher. Genau dahinter ist es möglich ebenfalls einen Gehäuselüfter zu montieren.
Die gesamte Front besteht, im Gegensatz zum restlichen Gehäuse, aus Plastik. Ähnlich wie die metallene Oberfläche, wirkt die Oberfläche der Front wie ein Spiegel. Unebenheiten oder eine unsaubere Verarbeitung würden sich hier direkt bemerkbar machen. Unser Modell war jedoch frei von Verarbeitungsmängeln.
Hinter der Frontklappe sind die Laufwerksschächte zu finden, die jeweils einzeln nochmals mit einer Abdeckung verdeckt sind. Auch hier ist wieder die besonders spiegelnde Oberfläche anzutreffen. Direkt unter den Schächten ist der große Power-Knopf zu finden, der sich auch bei geschlossener Fronttüre betätigen lässt. Der Reset-Knopf wurde links neben dem externen 3,5" Schacht platziert.
Richtet man seinen Blick weiter nach unten, fällt einem das große Display ins Auge. Ausgestattet mit einer blauen Hintergrundbeleuchtung zeigt es dem User die aktuelle Gehäusetemperatur an.
Der Temperaturfühler kann dabei an einer beliebigen Position im System befestigt werden.
Unter dem Display sind ebenfalls Lüftungsschlitze für den Frontkühler zu finden.
Auch verfügt das Trinity Case über externe USB- und Audioanschlüsse. So sind auf der rechten Seite der Front zwei USB- und zwei Audioports zu finden.

Der Tower glänzt dank der Chromebeschichtung von allen Seiten.  
Die Verarbeitung ist sehr gut. Im Innenraum gibt es keine scharfen Kanten.
Die Fronttüre deckt die Laufwerke ab und bewahrt ein einheitliches Design.

Installation

Der Einbau der Hardware ist dank des Schienensystems des NZXT Trinity Miditowers spielend einfach. Die mitgelieferten Schienen sind farblich unterschiedlich gekennzeichnet (blau für Diskettenlaufwerke, schwarz für Festplatten und Silber für 5,25" Laufwerke) und lassen sich leicht in die entsprechenden Löcher der Laufwerke fixieren. Genauso leicht, wie sich die Schienen befestigen lassen, können sich diese auch wieder entfernen, was in einigen Fällen dazu führen kann, dass sich die Schienen von alleine wieder lösen. Anschließend schiebt man das ganze Konstrukt in den Laufwerksschacht. Bevor man jedoch CD- oder DVD Laufwerke einbauen kann, muss die Front entfernt werden. Dies ist leichter gesagt als getan und so müssen die Bolzen mit etwas Gewalt aus dem Metallrahmen gedrückt werden, sodass sich die Front vom Gehäuse löst.
Ähnlich wie die CD-/DVD-Laufwerke werden auch die Festplatten in den Käfig eingeschoben. Dieser lässt auch extra herausnehmen, um die Installation der Laufwerke zu begünstigen. PCI-Steckkarten werden auf die herkömmliche Methode mit Schrauben fixiert.

Neben den Lüftungsschlitzen sind zwei USB- und zwei Audioanschlüsse zu finden.
Der Festplattenkäfig lässt sich einfach herausnehmen. Auf der Rückseite des Trinity Towers befindet sich ein Standardlüfter (80mm).

Kühlung

Der NZXT Trinity Gehäuse besitzt insgesamt vier Möglichkeiten Lüfter zu installieren. Sowohl hinter der Front, unmittelbar vor dem Festplattenkäfig, als auch auf der Rückseite des Gehäuses lassen sich wahlweise ein 80mm, 92mm oder 120mm Gehäuselüfter installieren. Ein schraubenloses System für die Fixierung der Lüfter gibt es jedoch nicht, sodass die Gehäuselüfter auf die herkömmliche Methode mit Schrauben befestigt werden müssen. Die Möglichkeit nur 80mm Gehäuselüfter zu installieren ergibt sich in der Plexiglasscheibe, der linken Seitentüre und unmittelbar hinter der rechten Seitentüre.
Die bereits mitgelieferten Lüfter arbeiten mit ca. 25-30dBA angenehm leise.

Der Lüfter lässt sogar den gesamten Innenraum in blau erleuchten. Hell erstrahlt wird der Lüfter besonders bei Dunkelheit gut sichtbar.


Das Display zeigt die aktuelle Innentemperatur an.

Modding

Der NZXT Trinity Tower soll eine junge Zielgruppe ansprechen, die auf Moddingeigenschaften hohen Wert legt. So sind bei diesem Gehäuse viele Details schon umgesetzt, sodass sich der Modder viel Arbeit sparen kann. Die Plexiglaswand mit dem integrierten beleuchten Lüfter ermöglicht einen guten Einblick ins Innere eines Computers. Auch das beleuchte Displays in der Front passt sich dem Gesamtdesign gut an.

Fazit

Der NZXT Trinity ATX Miditower ist ein gut-verarbeites Produkt mit diversen Moddingeigenschaften. Der Preis von knapp 65,- Euro ist ziemlich günstig für ein solches Gehäuse mit dieser Ausstattung. Neben den zwei Lüftern und dem Schienensystem für Laufwerke, muss der User auf kein Detail verzichten. Das Gewicht von 6,6kg ist zudem sehr kundenfreundlich im Bezug auf die Transportfähigkeit. Aber auch das beste Gehäuse hat seine Macken, so lässt sich die Front leider nur sehr schwer vom Metallkomplex trennen und aufgrund der geringen Dicke des verwendeten Metalls wirken die Seitentüren etwas instabil.

Pro:

  • Preis-/Leistung

  • einheitliches Design durch Fronttüre

  • Schienensystem

  • schickes Design

  • Frontanschlüsse

  • Zwei Lüfter im Lieferumfang

  • Plexiglasfenster

  • gute Verarbeitung

Contra:

  • Front ist schwer zu entfernen

  • Seitentüren


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