Neue Gehäuse im Test

PC-Gehäuse gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. Vom einfachen Office-Gehäuse bis hin zum plexiglas-verzierten Modding-Tower bietet der Markt für jeden Geschmack scheinbar das richtige Gehäuse.

In diesem Review haben wir uns sechs neue Computergehäuse etwas genauer angesehen und deren Features herausgestellt. Es handelt sich dabei um die folgenden Testobjekte: Ultron Midi UG40, XClio 2 CS-3060, Aerocool ExtremeEngine 3T, Codegen M701, Codegen M-401-CA und Codegen 6218-CA.

 


Technische Details

  Ultron Midi UG40
Anz. 5,25" Plätze 4x
Anz. 3,5" Plätze 1x extern, 5x intern
Platz für Lüfter 80 oder 120mm (Front und Rückseite insges. 2 möglich)
Abmessungen (BxHxT) 180x415x477mm
Gewicht ca. 6,0kg
(inkl. Netzteil)
Features inkl. 350W NT, Anschlüsse in der Front: 2xUSB + Audio In/Out, inkl. zwei Laufwerksabdeckungen, Multifunktionsdisplay und FanDuct-System
Preis in Euro ~ 45,00 Euro


 


Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben dem Tower selbst noch eine Tüte mit Schrauben, ein Stromkabel, eine Slotblende und eine Anleitung, welche Auskunft über die Pinbelegung der Frontanschlüsse gibt. Des Weiteren befindet sich noch ein 80mm Lüfter im Lieferumfang, der bereits an der Gehäuserückseite montiert wurde.

 

Design/Layout

Das Ultron Midi UG40 Gehäuse präsentiert sich in einem schwarzen Design. Herkömmliche Materialen wie z.B. Stahl, kombiniert mit einer Kunststofffront, lassen dieses Gehäuse zwar schlicht aber dennoch elegant aussehen.
Der Miditower bringt ein Gewicht von ca. 6kg inkl. dem 350W starken Netzteil auf die Waage. Beide Seitenteile, die sich getrennt voneinander abnehmen lassen, wurden mit praktischen Thumbscrews am Gehäuse befestigt. Des Weiteren ist auf der linken Seite ein ca. 90x90mm Lüftungsloch vorzufinden, dass in Verbindung mit dem so genannten FanDuct-System den Prozessor mit frischer Luft versorgen soll. Dabei handelt es sich um einen aus Kunststoff gefertigten Luftkanal, der je nach Größe des Prozessorkühlers verlängert bzw. verkürzt werden kann.
Neben den vier 5,25" und dem 3,5" Laufwerksschacht befinden sich ein großer silberfarbener Power- und ein kleiner Resetknopf in der Front. Im unteren seitlichen Bereich hat der Hersteller zudem zwei USB- und zwei Audio-Ports integriert, die ein schnelles Anschließen von externen PC-Komponenten ermöglichen. Entsprechende Kabel, die mit dem Mainboard verbunden werden müssen, sind im Innenraum des Towers zu finden. Eine Anleitung mit der genauen Pinbelegung liegt ebenfalls bei.
Als zusätzliches Feature hat Ultron dem Gehäuse ein Multifunktionsdisplay spendiert, mit dem es möglich ist, nicht nur die Temperatur des Computers auszulesen, sondern auch eine bildliche Darstellung über die Festplatten- bzw. CD-/DVD-Aktivität zu erhalten. Natürlich ist es auch möglich, die Gehäuselüfter mit diesem System manuell zu steuern oder automatisch steuern zu lassen.
Alle Materialien wurden gut verarbeitet, was für ein Gehäuse der 50-Euro-Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Der Innenraum ist zwar nicht ganz perfekt, weist jedoch nur wenige scharfe Kanten auf.
Insgesamt bietet der UG40 Platz für sechs interne 3,5" Laufwerke. Ein Festplattenkäfig gibt es leider nicht.
 


   

Das Gehäuse wird zusammen mit einem 350W starken Netzteil ausgeliefert. Es bietet folgende Leistungseigenschaften:


+3,3V +5V +12V
(1-4)
kombiniert
-12V -5V +5 sb

Gesamt Leistung

28A 28A 19A

0,8A

k.A.

2,0A

350W

Anschlüsse

  • 4 x 4-Pin-Stecker
  • 1 x Floppy-Stecker
  • 0 x S-ATA
  • 1 x 12V-P4-Anschluss
  • 0 x 12V-6-Pin-PCI-Express-Anschluss
  • 1 x 24/20-Pin-Hauptstromstecker

Anhand der Leistungsdaten dürfte schnell klar werden, dass man dieses Netzteil nur in Verbindung mit einem Office-PC verwenden sollte. Zudem fällt die Anzahl der Stecker sehr mager aus. Ein SATA-Stromanschluss, der mittlerweile zum Standard gehören sollte, fehlt ebenso wie ein PCI-Express-Stromanschluss für entsprechende Grafikkarten.
Ein 80mm Lüfter, der zur unserer Überraschung angenehm leise arbeitet, kühlt das Netzteil.

 

Installation

Beim Einbau der Hardware muss auf eine Installationshilfe, wie zum Beispiel ein schraubenloses Fixierungssystem, verzichtet werden. Sowohl Laufwerke, als auch das Mainboard, werden auf althergebrachte Weise mit den entsprechenden Schrauben fixiert.
Das Ultron Gehäuse unterstützt herkömmliche ATX-Boards sowie mATX-Mainboards.
Beim Einbau von Steckkarten müssen leider die einzelnen Slotblenden zuvor herausgebrochen werden.

   
   


Kühlung

Vom Hersteller aus wird das Gehäuse direkt mit einem 80mm Lüfter bestückt.
Der Lüfter arbeitet mit einem akzeptablen Geräuschpegel. Er kann zwar nicht als Super-Silent eingestuft werden, erzeugt aber auch keinen unangenehmen Lärm. Leider macht der Hersteller keine näheren Angaben zu der Geräuschentwicklung des Lüfters. Die Stromversorgung erfolgt dabei über die Lüftersteuerung.
Des Weiteren kann wahlweise ein 80 oder 120mm-Lüfter hinter der Front, vor den Festplatten, installiert werden.

 

Fazit

Bei dem Ultron Midi UG40 handelt es sich um ein solides Gehäuse, das sich mit netten Design-Eigenschaften von manchen Standard-Gehäusen in dieser Preisklasse abhebt. Die Verarbeitung ist gut und auch die Lautstärke des Netzteillüfters und des Gehäuselüfters fielen nicht störend auf. Dank der integrierten Lüftersteuerung ist es zudem möglich, weitere Lüfter bequem manuell oder auch automatisch zu steuern. Das blau beleuchtete Display zeigt neben den Temperaturen auch die Festplattenaktivität an.
Leider müssen die Slotblenden herausgebrochen werden und auch die mangelnde Anzahl von Netzteilanschlüssen trübt unseren Eindruck etwas. Letztendlich hat der User die Qual der Wahl sich zwischen einem soliden Gehäuse in akzeptabler Qualität und mit integrierten 350W-Netzteil oder einem Gaming-Tower ohne Netzteil, der sicher deutlich mehr kosten wird, zu entscheiden.

Pro:

  • gute Qualität (bis auf Laufwerksschächte)

  • sehr stabil

  • ein Lüfter im Lieferumfang

  • 350W Netzteil im Lieferumfang

  • Optik

  • inkl. Display und Fansteuerung

Contra:

  • kein schraubenloses Installationssystem

  • PCI-Slot-Blenden müssen herausgebrochen werden

  • keine Vorrichtung für Staubfilter

  • Anzahl der Netzteilanschlüsse

  • stolzer UVP-Preis, jedoch schon ab 45,-€ erhältlich



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