Newance Triplecone Design Case im Test
Computergehäuse gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Markt bietet die unterschiedlichsten Produkte in allen Farben und Formen an. Zahlreiche Features werden entwickelt und integriert.
Wir von Allround-PC haben uns das Newance Triplecone Design Case mit einem auffälligen Lautsprecher Design in diesem Review etwas näher angesehen.
Technische Details
Newance Triplecone Design Case
Anz. 5,25" Plätze
5x
Anz. 3,5" Plätze
2x extern, 6x intern
Platz für Lüfter
Front 120mm + 80mm, Rückseite 120mm
Abmessungen (BHT)
500 x 205 x 557mm
Gewicht
ca.12,0 kg
(ohne Netzteil)
Features
Lautsprecher Design, LCD
Preis in Euro
ca. 70,- Euro
Lieferumfang
Die beigelegte Anleitung beschreibt den Einbau der Laufwerke mit Hilfe der Schienen in vier Sprachen, u.a. auch in Deutsch. Mit den wenigen Schrauben werden Netzteil und Mainboard befestigt. Eine Austauschblende im Holzlook für die Fronttür liegt ebenfalls bei.
Design/Layout Ein außergewöhnliches Design besitzt das Newance Triplecone mit dem Aussehen von Lautsprechern in der Front. Die schwarzen Mittelpunkte fungieren als Ein-/Ausschalter, sowie als Reset-Taster. Im unteren "Lautsprecher" sitzt ein LCD-Display. Die schwarz unterlegte Front setzt sich von dem silbernen Gehäuse ab und soll durch das ansprechende Design auch im Wohnzimmer einen Platz finden. Das Grundgerüst sowie die Seitenwände bestehen aus Stahl, während die Front aus Kunststoff gefertigt wurde. Durch die Größe von 500 x 205 x 557mm bringt der Tower ein Gewicht von ca. 12 Kilogramm auf die Waage. Innenraum
An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Der Tower macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.
Zum Öffnen der Seitenwände benötigt man einen handelsüblichen Kreuzschlitz-Schraubendreher. Die Schrauben haben eine eigene Sicherung, damit man die Seiten nicht zu schnell öffnen kann um Hardware zu entwenden. Da das Mainboard auf der "falschen" Seiten eingebaut wird, befindet sich auf der rechten Seite ein großes rundes Lochblech, damit frische Luft ins Innere gelangen kann.
Damit die Fronttür nicht immer offen stehen muss, wurden USB-Anschlüsse auf der linken Oberseite integriert. Einen freien Firewire-Port findet man rechts. An der rechten Seite befinden sich ein Kopfhörer und ein Mikrofon Anschluss. Wenige Zentimeter darüber ist die Lautstärke mit einem Rädchen einzustellen.










Durch die Höhe von 50 cm ist im Inneren viel Platz für Datenträger vorhanden. Deshalb befindet sich der Käfig für die Festplatte über dem Mainboard. Darüber wird das Netzteil installiert. Bei modernen Stromversorgern mit einem 120mm Lüfter werden die Festplatten aktiv mitgekühlt. Das Netzteil wird an einem Rahmen befestigt und dann ins Innere geschoben. Dort sitzt es auf Vibrationsdämpfern. Durch den großen Abstand zum Mainboard muss aber die Kabellänge beachtet werden, die zum Beispiel bei dem Aerocool Turbine Power zu kurz ist. Die meisten Mainboards haben den 4- oder 8-Pol (EPS) Stecker in der Höhe von der CPU, deshalb ist eine Länge von ungefähr 65 - 70cm von Nöten.
Das Besondere an diesem Case befindet sich auf dem Boden des Triplecone. Es handelt sich um einen Lufttunnel. Der in der Front befestigte Lüfter saugt Frischluft ins Gehäuse und soll diesen Strom über den CPU-Kühler hinweg nach hinten aus dem Gehäuse blasen. Diese Art der Kühlung hat sich Intel für den neuen Boardstandard BTX vorgestellt. Über dem Airduct befindet sich noch eine Halterung für einen 80mm Lüfter.
Auf der Rückseite des Towers befindet sich noch ein Schalter, der als Case-Schalter verwendet werden kann. Neuere Hauptplatinen unterstützen das Feature, wenn dieser Schalter auslöst, z.B. wenn die Seitenwand geöffnet wird, dass der Rechner sich ausschaltet.
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Lediglich das Motherboard und das Netzteil werden noch mit Schrauben fixiert, der Rest kommt ohne diese aus. Die Festplatten, die optischen und Disketten-Laufwerke werden per Schienensystem fixiert. Die Metallschienen absorbieren kleinere Vibrationen mittels einer Gummipufferung. Die magnetischen Datenträgern werden rückwärts in ihre Schächte eingeschoben, dass das Kabel nur bei offener linker Seitenwand montiert werden kann. Bei S-ATA Festplatten trat das Problem auf, dass die geraden Kabel zu weit nach außen stehen, sodass die Seitenwand nicht geschlossen werden kann. An dieser Stelle hilft nur ein gewinkeltes Kabel. Bei S-ATA Stromstecker kann das gleiche Problem auftreten. Der Einbau eines CD-/DVD-Laufwerkes stellte keine Probleme dar, nur der Ausbau entwickelte sich als sehr schwer, da die Schienen sich nicht lösen ließen. Nach der Abnahme der Front konnte dieses erst wieder entfernt werden. Kühlsystem Der Lüfter in der Front bläst die Luft durch den Lufttunnel. Dieser kann nach belieben entfernt werden. An der Oberseite befindet sich eine Aussparung zum Auswechseln von Blenden. Eine andere Blende muss zum Beispiel bei einem eATX Mainboard verwendet werden (Blende liegt bei). Mit dem eingesetzen Sapphire Mainboard gab es keine Probleme. Wie es auf einem anderen Mainboard mit einem anderen CPU-Kühler aussieht, kann an dieser Stelle nicht kommentiert werden.
Fazit
Ein sehr außergewöhnliches Design besitzt das Newance Triplecone Design Case. Die Funktionen der "Lautsprecher" mit den eingebauten, blau beleuchteten Schalter und mit dem LCD-Display sprechen die Kundschaft an. Das großes Platzangebot im Inneren kann ebenfalls überzeugen. Allerdings sind die Wege vom Netzteil zum Mainboard so lang, dass beim Kauf auf die Kabelstranglänge von mindestens 65 cm geachtet werden muss. Des Weiteren sind gewinkelte S-ATA Kabel für solche Festplatten von Nöten, da sonst die Seitenwand sich nicht schließen lassen würde. Das Gehäuse kann aber weiter durch seinen leisen Lüfter und den davor befindlichen Staubfilter punkten. Bei dem Lufttunnel kann es zu Inkompatibilitäten kommen. Diese konnten wir bei dem verbauten Sapphire Mainboard allerdings nicht feststellen. Pro: Contra:
Installation
Keine Probleme tauchten bei der Montage des Mainboards auf. Für die Installation lässt sich der Lufttunnel einfach entfernen. Selbst die große Radeon X1900 XTX fand ihren sicheren Halt ohne Schrauben, trotz der Dual-Slot Kühlung.
Der installierte Lüfter verhielt sich sehr ruhig mit seinen 1200 Umdrehungen pro Minute. Das LCD-Display leuchtet in einem kräftigen Blau. Darauf werden Temperaturen der Fühler angezeigt, die an der CPU und der Grafikkarte installiert werden können. Weiter lassen sich noch zwei andere Lüfter anschließen, deren Drehzahl dann angezeigt wird.






Das blaubeleuchtete LCD mit Temperaturanzeige
Der Resetknopf bei Festplattenzugriff
Scharfe Kanten fanden wir nicht, nur war der Ausbau des optischen Laufwerks sehr schwierig, da die Front entfernt werden musste, um es komplett herausziehen zu können.
Angegeben wird ein Preis von 70,- Euro, allerdings ist das Gehäuse schon für 50,- Euro im Internet zu erwerben.



















