Cooler Master Mystique und Centurion im Test
PC-Gehäuse gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. Vom einfachen Office-Gehäuse bis hin zum plexiglas-verzierten Modding-Tower bietet der Markt für jeden Geschmack scheinbar das richtige Gehäuse.
In diesem Review haben wir uns zwei neue Computergehäuse etwas genauer angesehen und deren Features herausgestellt. Es handelt sich dabei um die folgenden Testobjekte:
- Cooler Master Mystique RC-632S-SKN2-GP
- Cooler Master Centurion RC-534-KKNA-GP
Cooler Master Mystique RC-632S-SKN2-GP
Technische Details
Anz. 5,25" Plätze
4x
Anz. 3,5" Plätze
2x extern, 4x intern
Platz für Lüfter
Front, Rückseite jeweils ein 120mm
(zwei im Lieferumfang)
Abmessungen (BxHxT)
205 x 445 x 480 mm
Gewicht
ca. 10,5kg
(ohne Netzteil)
Features
LED-Beleuchtung, werkzeuglose Montage der Laufwerke, Fronttüren-Konstruktion, Bohrungen für Wasserkühlungssysteme
Preis in Euro
79,90 Euro
Lieferumfang
-
1x Schraubenpaket
-
1x Schienen
-
1x Anleitung
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Die beiden Türen lassen sich einfach zur Seite klappen und geben die dahinterliegenden Laufwerke frei. | |
![]() |
![]() |
Der CoolerMaster Mystique RC-632S besteht, bis auf die zwei Fronttüren, komplett aus Stahlblech. So bringt der silber-schwarze Tower ein Gesamtgewicht von 10,5kg ohne Netzteil auf die Waage.
Wie wir beim RC-632 Case bereits festgestellt hatten, gibt es auch bei diesem Modell in Sachen Verarbeitungsqualität nichts zu bemängeln. Alle Komponenten wurden sehr sauber verarbeitet. Scharfe Kanten oder Unebenheiten sucht man vergeblich. Die beiden abnehmbaren Seitenteile passen perfekt und müssen nicht mit großem Druck eingesetzt werden.
Zur besseren Belüftung des CPU-Coolers hat der Hersteller CoolerMaster der linken Seitentüre einen Luftkanal spendiert. So soll es dem Kühler möglich sein, die Luft direkt von außen zur Kühlung des Prozessor heranzuziehen sofern die Position des Trichters mit der Position des Kühlers auf dem Mainboard übereinstimmt. Zusätzlich kann hier, eine Etage tiefer, ein 120mm Lüfter installiert werden. Die entsprechenden Lüftungslöcher sind bereits vorhanden.
Richtet man nun seine Aufmerksamkeit auf den Gehäusedeckel, so fallen einem direkt zwei Merkmale ins Auge. So verfügt das Gehäuse über so genannte Frontanschlüsse, die von verschiedenen Herstellern wahlweise in den Gehäusedeckel oder in den Frontbereich platziert werden. Ziel ist es den Komfort für den User durch direkte Erreichbarkeit der USB- und Audio-Anschlüsse zu ermöglichen. Welche Positionierung jedoch besser ist, darüber lässt es sich bekanntlich streiten. Die Lösung im Deckel ist jedoch vorteilhafter, sofern das Gehäuse nicht direkt auf dem Schreibtisch steht, sondern sich unter dem Tisch befindet.
Bei diesem Gehäuse stehen dem User insgesamt 2x USB 2.0-, 2x Audio-Anschlüsse und 1x Firewire-Port zur Verfügung. Eine Abdeckung gibt es nicht.
Ein weiteres Feature ist die zweigeteilte Fronttüre. Durch einen ausgeklügelten Mechanismus, der zum Leidwesen einiger Modder nur manuell betätigt werden kann, geben die beiden Frontelemente, die aus Aluminium gefertigt wurden, die dahinterliegenden Laufwerke frei.
Beide Türen können somit einfach nach links bzw. rechts geklappt werden und finden parallel zur Gehäusewand ihre Endposition. Dies ist besonders praktisch, da so die Gefahr direkt ausgemerzt wird, die Türen durch Unachtsamkeit abzubrechen. Damit beide Türen auch im geschlossen Zustand ihre Position halten, hat CoolerMaster einen kleinen Magneten installiert, der beide Türen zusammenhält.
Im geschlossenen Zustand beginnen die Türen leicht zu vibrieren. Auslöser hierfür ist der dahinterliegende Festplattenkäfig inklusive der installierten Laufwerke. Es gibt nur zwei Möglichkeiten den Vibrationen aus dem Weg zu gehen: 1. Die Festplatten mit Gummipuffern auszustatten oder 2. die Türen immer im geöffneten Zustand zu belassen.
In der Mitte der beiden Türen befindet sich als Unterstützung zum Gesamtlayout ein blauer Kunststoffstreifen, der mit Hilfe ein paar blauer LEDs in einem hellen blau erstrahlt. Leider verfügt das Case über keine weiteren Beleuchtungselemente.
Wie auch sein kleiner Bruder verfügt das RC-632 Gehäuse über zwei durch Gummis geschützte Ausgänge für Wasserkühlungssysteme.
![]() |
![]() |
| Das Gehäuse im Betrieb bei Dunkelheit. |
Innenraum
Der Innenraum wirkt klar strukturiert. Wie bereits erwähnt konnten wir auch hier keinerlei Verarbeitungsmängel entdecken. Das CoolerMaster Gehäuse unterstützt Standard-ATX und Micro-ATX Mainboards.
Für CD-/DVD-Laufwerke stehen insgesamt vier Schächte zur Verfügung. Auch finden bis zu vier Festplatten im Innenraum Platz.
Installation
Auch für eine leichte Installation hat der Hersteller gesorgt. Zum Einbau der Festplatten hat sich der Hersteller für ein Schienensystem entschieden, wie es auch in anderen CoolerMaster Towern zum Einsatz kommt. Die Laufwerke für die 5,25“ Schächte können mit dem üblichen CoolerMaster-System schraubenlos montiert werden. Man schiebt beispielsweise das CD-Laufwerk einfach in den dafür vorgesehenen Slot. Anschließend muss nur noch eine Plastikschiene nach vorne geschoben und mit einem kleinen Hebel fixiert werden. Sogar die PCI-Karten können schraubenlos befestigt werden. Dies wird durch eine kleine Klappe realisiert, welche die Karten bei den üblichen Schraubpositionen festhält. Leider hält dieses System nicht sehr gut, so dass es empfehlenswert ist die Schrauben trotzdem zu verwenden. Die restliche Hardware muss auf die herkömmliche Methode im Tower befestigt werden.
Kühlung
Zwei bereits mitgelieferte 120mm Lüfter, wovon jeweils ein Lüfter hinter dem Meshgitter der Front und eine an der Rückseite des Gehäuses montiert wurden, sollen für eine ausreichende Belüftung im Inneren sorgen. Angaben zur Arbeitsgeschwindigkeit und zur Geräuschentwicklung macht der Hersteller leider keine, jedoch sind die Lüfter subjektiv betrachtet sehr leise und lassen sich nicht aus dem normalen Betriebsgeräusch des Computers heraushören.
Um die Staubentwicklung im Inneren zu minimieren befindet sich ein auswaschbares Staubgitter vor dem Lüfter im Frontbereich.
Wem diese beiden Lüfter nicht ausreichen sollte, der kann zusätzlich einen ebenfalls 120mm Lüfter in die linke Seitentüre montieren.
Fazit
Das CoolerMaster Mystique RC-632S ist kein günstiger Abklatsch von der Aluminium-Version. Mit einem Preis von ca. 80,- Euro erfüllt es die selben hohen Qualitätsanforderungen. Knapp 4kg mehr bringt das Stahlgehäuse auf die Waage. Das silber-schwarze Design, das Schienensystem und die Fronttüren-Konstruktion machen diesen Tower einzigartig. Auch die dezente Beleuchtung in der Front rundet das Design ab.
Negativ ist jedoch das Vibrieren der beiden Türen im geschlossen Zustand aufgefallen.

Pro
-
hochwertige Verarbeitung
-
Design
-
Schienensystem
-
Fronttüren
-
Beleuchtung
-
leise Lüfter
Contra
-
Fronttüren vibrieren leicht


































