Silverstone KL02 im Test

In einem weiteren Gehäusetest haben wir uns das KL02 Case der taiwanischen Firma Silverstone etwas näher angesehen. Bei diesem Gehäuse stehen die Zweckmäßigkeit und das geringe Gewicht im Vordergrund.

Ob das Gehäuse die Erwartungen erfüllen konnte erfahren Sie im folgenden Review.

 


 Hersteller und Modell

Silverstone KL02 - schwarz

Anz. 5,25'' Plätze

5-6 extern

Anz. 3,5'' Plätze

4x intern

Platz für Lüfter

4x Front, Rückseite, Deckel (zwei 120mm Lüfter im Lieferumfang)

Abmessungen (BxHxT)

203 x 430 x 474 mm

Gewicht

8,1kg (ohne Netzteil)

Features

Stahlgehäuse, No-tool-System für Laufwerke, HDD-Käfig herausnehmbar,  hot-swap-Zusatz für Festplatten, Frontanschlüsse, Aluminiumfront

Preis

ca. 100 Euro

 


Schlichtes Gehäuse komplett in schwarz gehalten

Lieferumfang

Zum Lieferumfang des KL02 gehört eine Anleitung, Schrauben und eine spezielle Schiene, mit der man ein Floppy in einen 5,25'' Schächte einbauen kann.


Design und Layout

Das Silverstone KL02 besteht fast komplett aus Stahl und bringt bei einer Größe von 203 x 436 x 474 mm dennoch nur ein Gewicht von 8,1 kg auf die Waage. Ausnahme beim Material bilden nur die beiden Seitenteile an der Front und die Umrandung des Power-Knopfes, die aus Aluminium gefertigt wurden. Das Gitter am linken Seitendeckel wird durch Niet-Attrappen eingerahmt und bringt ein wenig Abwechslung in das Design. Auf der Innenseite sind ein Staubfilter sowie eine Befestigung für zwei Gehäuselüfter angebracht. Im Gegensatz dazu ist die rechte Seite schlicht in schwarz lackiert. Der Power-Knopf befindet sich auf der Oberseite des Gehäuses. Aufgrund der Position kann sich ein Problem mit der Zugänglichkeit ergeben, falls das Case zum Beispiel knapp unter dem Schreibtisch Platz finden soll. Das Frontpanel inkl. Reset-Knopf befindet sich hinter einer Plastikblende, die jedoch bei unserem Test nach einigen Betätigung, zwecks Stabilitätstest,  relativ schnell abgebrochen ist. Das Frontpanel bietet Zugriff auf einen Audioausgang, einen Mikrofonanschluss, Firewire und zwei USB-Anschlüsse. Die USB-Anschlüsse sind dabei soweit wie möglich voneinander entfernt angebracht, um auch bei größeren Geräten noch beide Anschlüsse benutzen zu können. Es besteht zu dem die Möglichkeit, das Panel auszubauen, um einen weiteren 5,25" Schacht zu erhalten. Der Rest der Front besteht aus Gitterblechen, die den Lüfter sowie die Laufwerksschächte abdecken. Jedoch fehlen hier Luftfilter und man kann bei hellem Licht deutlich in den Innenraum sehen.


Innenraum

Der Innenraum ist wie für einen Mini-Tower typisch, relativ klein gehalten. Es sind Halterungen für ATX und Micro-ATX Mainboards vorhanden. Im herausnehmbaren Festplattenkäfig finden vier Festplatten Platz. In einen der sechs darüber liegenden 5,25" Schächte lässt sich durch den beilegenden Adapter auch noch ein Diskettenlaufwerk einbauen, da ansonsten komplett auf einen externen 3,5 Zoll Schacht verzichtet wird. Die Kabel für die Anschlüsse des Frontpanels sind lang genug, um sie gut an jeder Position des Mainboards anschließen zu können. Kurz hinter dem Netzteil befindet sich eine kleine Halterung für übrig gebliebene und nutzlos herumhängende Kabel. Diese ist zwar mit einer Schutzvorrichtung ausgestattet allerdings konnten wir feststellen, dass die Klammer nicht zu 100% sauber verarbeitet wurde und somit nicht auszuschließen ist, dass eine Kabelisolierung abgescheuert werden könnte.


Installation

Der Hersteller hat sich bemüht, die Installation der Komponenten möglichst einfach zu gestalten. Die Festplatten können beispielsweise mit Hilfe des Wechselrahmen, ohne das Gehäuse zu öffnen, nach vorne herausgenommen werden. Einer der vier Slots kann mit einem mitgelieferten SATA-Wechselrahmen ausgerüstet werden. Optische Laufwerke sind mit ein paar Handgriffen, dank eines werkzeuglosen Systems befestigt. Dabei kommen Klammern die innerhalb des Gehäuses am 5,25" Schacht angebracht sind zum Einsatz. Allerdings müssen diverse PCI(e) - Erweiterungskarten und Festplatten leider weiterhin mit Schrauben fixiert werden.


Belüftung

Für die Kühlung der Hardware sollen zwei 120mm Lüfter, die an der Front- und Rückseite angebracht sind, sorgen. Ebenso können nachträglich noch zwei 120mm Lüfter an der linken Seitenwand angebracht werden. Die mitgelieferter Lüfter fallen im Betrieb zwar nicht negativ auf, sind aber durchaus hörbar. Der vordere Lüfter ist direkt hinter den Festplatten angebracht und sorgt somit für eine kontinuierliche Luftbewegung zwischen den Massenspeichern. Ein kleiner Kritikpunkt ist der fehlende Staubfilter, welcher von Bastler allerdings ohne Probleme nachgerüstet werden kann.



Fazit

Silverstone hat mit dem KL02 wirklich gute Ideen in einem Computergehäuse vereint. Hierzu zählt zum Beispiel die Funktionsweise des Festplattenkäfigs. Allerdings sind nicht alle Eventualitäten bedacht worden. Man hätte die Wechselrahmen noch mit Schnellwechselsystemen ausstatten oder  Staubfilter in die Front integrieren können. Als Positiv kann man den mitgelieferten SATA-Wechselrahmen und das "no-tool" System für den werkezeuglosen Einbau der optischen Laufwerke betrachten. Ebenso wissen das schlichte Design und das geringe Gewicht zu gefallen. Der Preis von über 100 Euro ist unserer Meinung jedoch nicht ganz gerechtfertigt.

Pro

  • schlichtes, komplett schwarzes Design

  • Wechselrahmen für Festplatten

  • geringes Gewicht

  • SATA-Wechselrahmen

  • werkezuglose Montage

Contra

  • kein Staubschutz vorne

  • HDD's müssen trotz Wechselrahmen immer noch festgeschraubt werden

  • Verarbeitungsmängel (u.a. windige Front-Panel-Abdeckung)

 



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