Cooler Master Gladiator vs. CM Strom SCOUT - Zwei Gehäuse im Test
Innenraum und Installation
Der positive Eindruck der Verarbeitungsqualität von der Außenhaut setzt sich leider im Innenraum des Cooler Master Gladiator 600 Gehäuses nicht fort. Der in silber-grau belassene Innenraum weist teilweise scharfe Kanten auf, die sich besonders im Bereich der Laufwerke bemerkbar machen. Hier hätte der Hersteller etwas sorgfältiger arbeiten können, was man anhand eines Preises von fast 65,- Euro auch erwarten darf.
Wird nun hier im Innenraum das Gehäuse seinem Namen gerecht? Auf den ersten Blick sind sofort zwei Features erkennbar: Das Cooler Master Gladiator 600 Gehäuse besitzt ein schraubenloses Montagesystem für alle Laufwerke und auch die Erweiterungskarten. Des Weiteren wurde der Festplattenkäfig, der sich nicht herausnehmen lässt um 90 ° Grad zur Seite gedreht, sodass entsprechende Laufwerke direkt in den jeweiligen Schacht geschoben werden können.
5,25"-Laufwerke werden nach Entfernung der Front einfach in den Schacht geschoben und mit einer Fixierungshilfe installiert. Das System arbeitet so wirkungsvoll, dass die Laufwerke anschließend fest sitzen und nicht mehr wackeln. Festplatten werden mit speziellen Schienen samt Gummipuffer zur Virartionsminderung in den Käfig geschoben und rasten ebenfalls sicher ein.
Zu den weiteren Features zählt u.a., dass das Netzteil nicht wie gewöhnlich im oberen Bereich des Gehäuses installiert wird, sondern unmittelbar auf dem Gehäuseboden seinen Platz findet. Entsprechende Lüftungslöcher im Boden sind vorhanden, die mithilfe eines mitgelieferten Filters auch zur staubfreien Zone erklärt werden können.
Weiterhin wird sichtbar - und das ist für ein Gehäuse dieser Preisklasse echt ungewöhnlich, dass es im Bereich des Prozessors auf der Mainboardhalterung ein großes Loch gibt. Sinn des Ganzen ist, das viele moderne Kühler mit einem Installationssystem ausgestattet werden, dass den Ausbau der Platine erforderlich macht. Dank der Aussparung kann nun der Kühler trotz installiertem Mainboard fixiert werden. Dies spart jede Menge Ärger und Zeit. Des Weiteren sind auch noch mehr Löcher vorzufinden. So ist es möglich bei diesem Modell Netz- und Datenkabel bequem hinter der Platine zu verlegen, um somit auf aufgeräumtes System zu erhalten, dessen Kabel den Luftstrom im Inneren nicht stören.
Kühlung
Bereits vorinstalliert stehen insgesamt zwei Lüfter zur Verfügung, die sich direkt hinter der Front bzw. im Gehäusedeckel befinden. Der vordere Lüfter erstrahlt dank seiner blauen LEDs in einem hellen blau, dass durch die Mesh-Gitter-Elemente sichtbar wird. Der Lüfter im Gehäusedeckel muss ohne LEDs auskommen. Beide Lüfter arbeiten sehr leise und sind im normalen Betrieb kaum zu hören. Wen die LED-Beleuchtung des Frontlüfters stört, der kann sie bequem mithilfe des kleinen Buttons im Frontpanel deaktivieren.
Zum Abschluss noch zwei Bilder auf Wiese und im Größenvergleich mit dem CM Storm SCOUT.
Fazit
Der Cooler Master Gladiator 600 sieht zwar äußerlich eher unscheinbar aus, kann jedoch im Inneren mit vielen nützlichen Features punkten. Ob dabei der Name eines Gladiators gerechtfertigt, ist bleibt dahingestellt. Nützlich sind vor allem die Aussparung auf der Mainboardplatte und das werkzeugloses Montagesystem. Vibrationen von Festplatten werden zudem dank Gummiringe minimiert. Die leisen Lüfter und das schicke Frontpanel runden den Gesamteindruck positiv ab.
Leider war Cooler Master im Innenraum nicht so gründlich mit der Verarbeitung wie außen und kassiert dafüreinen dicken Minuspunkt.
Pro
- solides Design
- Frontpanel mit LED-Schalter
- leise Lüfter
- Vibrationsdämpfer bei Laufwerksschienen
- schraubenloses Montagesystem
- Aussparung bei Mainboardplatte (Kabel-, Kühlerinstallation wird vereinfacht)
Contra
- Verarbeitung Innenraum
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Gladiator 600 - black |
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