Test: das fractal design arc midi im Test

Geschrieben von Luca Höveler am 06.09.2011.

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Die Anforderungen an moderne Computercases werden nicht gerade leichter: Sie müssen leiser sein, immer mehr Einbaumöglichkeiten bieten und auch das Design muss stimmen. In welchen Gebieten das fractal design arc midi überzeugen konnte, lesen Sie hier.



Technische Details

• 8x 3,5″ HDD-Trays, kompatibel mit SSDs • 2x 5,25″-Bays, mit 1x 5,25″>3,5″ Converter inklusive • Front Panel: 2x USB 2.0, 1x USB 3.0 and Audio I/O • Formfaktor: Mini ITX, Micro ATX and ATX • Erweiterungsslots: 7+1 • Unterstützung von VGAs bis zu 470 mm Länge • CPU-Kühler maximal 180 mm • Größe: 230x460x515 mm • Gewicht: 10kg  

Lieferumfang

  • Gebrauchsanweisung
  • Schrauben
  • Lüftersteuerung
  • Kabelbinder
  • Slotblende
  • Lüfterkabel

 

Design

Das fractal design arc macht einen sehr massigen, robusten Eindruck, viel Mesh wurde hier verarbeitet, allerdings auch leider einiges an Kunststoff. Der Deckel, beispielsweise, besteht aus einem Kunststoffrahmen, welcher ein großes Mesh-Feld umgibt. Dieses Mesh-Gitter ist allerdings sehr dünn verarbeitet, was nicht gerade für eine hohe Stabilität spricht. Darunter befindet sich ein mitgelieferter 140 mm Lüfter, welcher mit 1000 Umdrehungen pro Minute relativ schwach aber dafür sehr leise arbeitet. Wem dieser Lüfter allerdings nicht genügt, dem sind zwei weitere Einbauplätze für 120/140 mm Lüfter gegeben. Zwischen Top-Lüfter und Meshgitter befindet sich ein Staubfilter, welcher neben seiner Hauptfunktion auch für einen optischen und akustischen Vorteil sorgt, da Lüftergeräusche somit gedämmt werden. Der Deckel ist zur Reinigung des Filters abnehmbar. Außerdem befinden sich im vorderen Deckel die Frontanschlüsse, welche ebenfalls -mit Ausnahme der zwei USB 2.0-Buchsen und dem USB 3.0-Anschluss- komplett aus Kunststoff bestehen. der Käfig des Gehäuses besteht dennoch aus schwarzem Stahl, was sich farblich nicht von den Kunststoffzierden unterscheidet.

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Auch die Front macht einen hochwertigen ersten Eindruck, gebürstetes Aluminium ist hier scheinbar verarbeitet. Doch der Schein trügt, auch hier wurde Plastik in Hülle und Fülle vewendet. Ganz dem Design des Deckels nachempfunden, befindet sich auch hier, unter den zwei ODD-Blenden und dem eingestanzten Herstellerlogo, ein Mesh-Pool. Darunter ist auch hier ein 140 mm Lüfter vorzufinden, ein zweiter kann ganz nach dem Geschmack des Users nachgerüstet werden. Die Front verfügt über abgerundete Kanten, die zu einem starken Kontrast gegenüber dem Mesh-Feld führen.

Die Rückseite dagegen macht auch bei genauerem Hinsehen einen qualitativ hochwertigen Eindruck, da hier zum ersten Mal ausschließlich Metall verarbeitet worden ist. Im oberen Bereich befindet sich ein  weißer 140 mm Lüfter, welcher farblich genau zu den Erweiterungsblenden passt. Von diesen sind sieben vorhanden, eine weitere, senkrechte bietet eine gute Möglichkeit um die mitgelieferte Lüftersteuerung zu montieren. Mithilfe dieser lassen sich drei Lüfter anschließen und kontrollieren.

Die beiden Seitenteile erregen weniger Aufsehen, da das Rechte keine Besonderheiten aufweist und das Linke nur ein kleines Mesh-Fenster aufweist, worunter ebenfalls ein 140 mm oder 180 mm Lüfter installiert werden kann. Hier wurde allerdings kein Staubfilter unter der Gehäuseseite montiert.

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Innenraum & Installation

Der Innenraum ist komplett schwarz, jedoch sorgen weiße Akzente für ein schickes Erscheinungsbild, alle Kanten wurden hier abgerundet. Ganz im Gegenteil zur äußerlichen Materialverwendung bestehen im Innenraum selbst die Laufwerksschienen aus Stahl. Weiße Schienen konvergieren somit mit den weißen Lüftern und Erweiterungsblenden, was wiederum für einen tollen Kontrast zur restlichen Farbgebung führt. Insgesamt befinden sich acht dieser HDD-Schlitten in den beiden Käfigen, wovon sich einer mittels Thumbscrews entfernen lässt. Gerade bei überlangen Grafikkarten ist dies nützlich:Somit finden VGAs mit einer Länge von bis zu 470 mm im Gehäuse Platz. Äußerst positiv ist, dass auch SSDs installiert werden können, allerdings setzen diese 2,5″-Laufwerke im Gegensatz zu den HDDs nicht auf die Gumminoppen auf, was allerdings kein Manko ist, da diese Solid State Drives keine Vibrationen verursachen.

Im Innenraum funktioniert jeder Handgriff via Thumbscrews, sogar die ODDs werden mit diesen befestigt. Anzumerken ist allerdings, dass diese beim Erstgebrauch dennoch mit einem Schraubenzieher angedreht werden müssen, da die Thumbscrews vom Werk aus ziemlich fest sitzen. Auch die Festplattenträger sind mit einer Daumenschraube zusätzlich an der Seite befestigt.

Im hinteren Bereich befindet sich unter Anderem die Aussparung für die PSU, welche in diesem Fall unten montiert wird. Auf Gumminoppen gelagert und von der Gehäuserückseite ebenfalls durch einen Gummiaufsatz getrennt, wird auch das Netzteil keine Vibrationen auf das Gehäuse übertragen. Für das Netzteil und den erweiterbaren Lüfter befindet sich unter dem Gehäuse ein Staubfilter, welcher herausnehmbar ist, ohne das Gehäuse zu öffnen. Die Erweiterungsslotblenden sind ebenfalls durch schwarze Thumbscrews befestigt. Das Mainboardtray weist einige Aussparungen für Kabelmanagement auf und zusätzlich eine Große zur Montage des CPU-Kühlers. Die Schraubenlöcher sind außerdem beschriftet, was den Einbau gerade für Neulinge erleichtern sollte.

Kühlung

Zur Kühlung liegen dem fractal design arc midi drei vorinstallierte Lüfter bei. Mit 1000 U/m sind diese zwar nicht besonders leistungsstark, allerdings stehen anspruchsvollen Nutzern genügend Einbaumöglichkeiten zur Verfügung. Fünf sind es an der Zahl, was mit insgesamt acht möglichen Lüftern eine echte Menge ergibt. Die Lautstärke ist relativ leise, was allerdings auf die geringe Drehzahl der Lüfter zurückzuführen ist.

 

Fazit

Das äußere Design des fractal design arc midi  Gehäueses macht auf den ersten Blick mehr her, als es tatsächlich bietet, die Verarbeitungsqualität ist jedoch auf hohem Niveau. Leider hat der Hersteller den Gehäusedeckel nicht sonderlich stabil gefertigt, so dass dieser gerade beim Transport den Schwachpunkt des Gehäuses darstellt. Der Innenraum hingegen konnte dafür um so mehr überzeugen: Hier fanden wir keinerlei scharfe Kanten, ausschließlich Metall und ein schickes Design vor. Die entsprechende Hardware kann dabei leicht ohne den Einsatz von Werkezug installiert werden. Wer also für rund 80€ einen Miditower sucht, der ausreichend Kühlmöglichkeiten bietet und über einen gut verarbeiteten Innenraum verfügt, ist mit dem arc midi gewiss gut beraten.

Pro

  • Innenraum Aufbau/Qualität
  • Tool-less Montage von Hardware
  • Lüfterplätze

Contra

  • Stabilität Material Deckel

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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