Test: Fractal Design mit zwei neuen Midi-Towern

Geschrieben von Marcel Schreiter am 14.12.2011.

Fractal Define mini Test

Der Hersteller Fractal Design steht mit seinem Namen für Computergehäuse mit elegantem Design und hoher Qualität. Wir haben in diesem Artikel das Define Mini und das Core 300 einmal genauer unter die Lupe genommen. Ob auch diese beiden Produkte die gewohnten Kriterien erfüllen können, und welche Extras die Miditower mit sich bringen, lesen Sie auf den folgenden Seiten.


Technische Details

  • HDDs: 6x 3,5″ HDD trays, SSD-kompatibel
  • ODDs: 2x 5,25″, mit 1x 5,25″ zu 3,5″ Adapter
  • Frontpanel: 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, Audio I/O
  • Lüftermöglichkeiten: 6 (2×120 mm Front- 1x vorinstalliert, 1x 120/140 mm Deckel, 1×120 mm Rückseite- vorinstalliert, 1x 120/140 mm Seitenpanel, 1x 120mm Bodenlüfter
  • austauschbarer PSU-Filter
  • Mainboards: Mini ITX and Micro ATX
  • Erweiterungskartenslots: 4+1
  • maximale Grafikkartenlänge bei entferntem, oberen HDD-Käfig: 400 mm; wenn installiert: 260 mm
  • unterstützte CPU-Kühler-Höhe: 160 mm
  • maximale PSU-Maße: circa 170mm, bei installiertem Boden-Fan (120/140 mm); ohne diesen 200-220 mm
  • Maße (BxHxT): 210x395x490 mm
  • Gewicht: 9,50 kg

Lieferumfang

  • Define Mini-Case
  • Bedienungsanleitung
  • Kabelbinder
  • Lüftersteuerung
  • Schrauben & Zubehör
  • 5,25″ auf 3,5″-Adapter

 

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Design & Verarbeitung

Das Define Mini wurde optisch stark an das das Define R3 angelehnt, ist jedoch um einiges kleiner und nur in dezentem Schwarz erhältlich. Demnach lautet das Motto auch hier wieder „weniger ist mehr“. Der Hersteller setzt auf eine ebene Front in gebürsteter Aluminium-Optik. Diese lässt sich allerdings nur um ca 100° öffnen, sodass ein versehentliches Brechen der Scharniere möglich ist. Die Verarbeitung der Fronttür samt Dämmmaterial ist jedoch besser gelungen als die des verwandten Modells. Der Magnetverschluss ist stärker – die Tür im Allgemeinen stabiler. Die Frontanschlüsse befinden sich im vorderen Deckel. Hier wurden zwei USB 2.0-, zwei Audio-Anschlüsse sowie ein USB 3.0-Port integriert. Auf einen Reset-Knopf wird an dieser Stelle verzichtet, dafür befindet sich unter dem Haupttaster ein blauer Leuchtstreifen, der den Betriebsstatus anzeigt. Im metallenen Teil des Deckels befindet sich ein optionaler Lüfterplatz für einen 120- bzw. 140-mm-Lüfter.

Hinter der Gehäusetür sind die beiden 5,25″-Laufwerks- und zwei Lüfterschächte anzutreffen. Mithilfe eines Adapters kann auch ein externes 3,5″-Laufwerk installiert werden. In die beiden Lüftungsschächte, die mit einer luftdurchlässigen Kunststoffabdeckung verschlossen sind, passen zwei 120-mm-Lüfter, einer davon liefert der Hersteller bereits mit. Dank seitlicher Lüftungsschlitze im Frontbereich können die Lüfter, selbst wenn die Gehäusetüre verschlossen ist, Luft in das Gehäuseinnere transportieren.

Im Gegensatz zum restlichen Teil des Gehäuses ist Rückseite etwas kontrastreicher gestaltet. Hier bieten die fünf weißen Erweiterungskartenslots in Kombination mit dem ebenfalls weißen Lüfter einen starken Kontrast zum restlichen, schwarzen Teil. Der Hersteller hat bei den PCI-Steckkartenslots, die aufgrund der minimalistischen Maße des Gehäuses auf vier Stück begrenzt sind, einen weiteren, senkrechten Slot eingebaut. Hier kann beispielsweise die mitgelieferte Lüftersteuerung installiert werden. Schauen wir uns die Seitenpanels an, so stechen diese kaum hervor. Das linke Seitenteil weist jedoch einen optionalen Lüftereinbauplatz auf. Ein grobmaschiges Meshgitter schützt die Lüfterflügel im Betrieb vor Kleinteilen.

In Sachen Verarbeitung konnten wir bei diesem Modell keine Mängel feststellen.

Innenraum & Installation

Der Innenraum des Define Mini Gehäuses ist ähnlich gestaltet, wie die des R3, welches wir hier für Sie getestet haben. Auf den ersten Blick fallen im komplett schwarz lackierten Innenraum die weißen Slotblenden und die ebenfalls weißen HDD-Schlitten auf. Neben den bereits erwähnten 5,25“-Schächten bietet das Define Mini Platz für insgesamt sechs 3,5″-Laufwerke, in denen auch SSDs fixiert werden können. Die dafür vorgesehenen HDD-Schlitten können für die Installation der Laufwerke einfach herausgenommen werden. Zur Vibrationsdämpfung sind Gummipuffer vorhanden. Mithilfe großer Thumbscrews werden die 5,25″-Laufwerke befestigt. Mit derselben Methode erfolgt auch die Fixierung der PCI-Erweiterungskarten. Große Aussparungen im Mainboardschlitten erleichtern die Installation eines CPU-Kühlers. Diverse weitere Aussparungen ermöglichen zudem ein sauberes Verlegen von Stromkabeln hinter dem Mainboard. Das Netzteil findet bei diesem Modell im unteren Gehäusebereich seinen Platz.

Kühlung

Insgesamt zwei leise Lüfter im 120-mm-Format, mit weißen Rotorblättern legt der Hersteller dem Gehäuse bei. Zudem ist das Case komplett gedämmt und sorgt somit dafür, dass kaum Geräusche nach außen gelangen. Dabei heizt sich das Gehäuse nicht auf, da u. a. durch die seitlichen Lüftungsschlitze eine optimale Luftzirkulation gewährleistet ist. Wem die beiden Lüfter nicht ausreichen, der kann zusätzliche Ventilatoren installieren. So stehen für diese Maßnahme weitere vier Lüfterschächte zur Verfügung.

Fazit

Das Define mini Gehäuse aus dem Hause Fractal Design, kann ähnlich gut punkten, wie sein großer Bruder, das Define R3. Die integrierte Dämmung verhindert das Nachaußendringen von störenden Geräuschen. Die beiden leisen Lüfter sorgen jedoch trotzdem für eine ausreichende Luftzirkulation im Inneren des Gehäuses. Verarbeitungstechnisch befindet sich dieses Modell auf sehr hohem Niveau: Weder äußerlich, noch im Innenraum konnten wir scharfe Kanten feststellen. In Kombination mit dem herausnehmbaren HDD-Käfig samt HDD-Schlitten inkl. Gummipuffern oder dem vollen SSD-Support wird der recht stolze Preis von knapp 80 Euro gerechtfertigt.

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Pro

  • Verarbeitung
  • Dämmung
  • USB 3.0-Support
  • leise Lüfter
  • zeitloses Design
  • Kabelmanagement
  • gummierte HDD-Schlitten
  • SSD-Support für bis zu 6 Laufwerke

Contra

  • kein werkzeugloses Montagesystem für Laufwerke

 

Das zweite Modell in diesem Test kommt, wie bereits erwähnt, ebenfalls von Fractal Design und hört auf die Bezeichnung Core 3000. Mit diesem Gehäuse erweitert man die gleichnamige Produktfamilie um ein günstiges Gehäuse für Einsteiger.

Technische Details

  • HDDs: 6x 3,5″ HDD trays, SSD-kompatibel
  • ODDs: 2x 5,25″, mit 1x 5,25″ zu 3,5″ Adapter
  • Frontpanel: 4x USB 2.0, Audio I/O
  • Lüftermöglichkeiten: 7 (1×120+1x 140 mm Front- 1x 140 mm vorinstalliert, 2x 120/140 mm Deckel- 1x 140 mm vorinstalliert, 1×120 mm Rückseite- vorinstalliert, 1x 120/140 mm Seitenpanel, 1x 120mm Bodenlüfter
  • austauschbarer PSU-Filter
  • Mainboards: Mini ITX, Micro ATX und ATX
  • Erweiterungskartenslots: 7
  • maximale Grafikkartenlänge bei entferntem, oberen HDD-Käfig: 420 mm; wenn installiert: 270 mm
  • unterstützte CPU-Kühler-Höhe: 160 mm
  • maximale PSU-Maße: circa 160mm, bei installiertem Boden-Fan (120 mm); ohne diesen 250 mm
  • Maße (BxHxT): 200x430x480 mm
  • Gewicht: 7,10 kg

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Lieferumfang

  • Core 3000-Case
  • Bedienungsanleitung
  • Kabelbinder
  • Lüftersteuerung
  • Schrauben & Zubehör
  • 5,25″ auf 3,5″-Adapter

Design & Verarbeitung

Mit dem Core 3000 hat Fraktal Design ein weiteres Gehäuse im Angebot, das für aktuell knapp 55 Euro im Handel erhältlich ist und nicht ganz so spektakulär anmutet, wie das Define Mini. Dabei handelt es sich ebenfalls, um ein sehr kompaktes ATX-Gehäuse, das jedoch auf ein paar Features verzichten muss. Besonders der Frontbereich weicht erheblich von dem des Define Minis ab. Neben der fehlenden Dämmung fällt die sehr schlicht wirkende Front ins Auge, die ohne separate Gehäusetür direkten Zugriff auf Laufwerke ermöglicht. Insgesamt können zwei 5,25″-Laufwerke und, dank Adapter, ein externes 3,5″-Gerät installiert werden. Sowohl die Laufwerksschächte als auch der Frontlüfter werden mit Meshgitterblenden verdeckt. Seitlich verläuft links und rechts ein einfach gestalteter Kunststoffrahmen, der im oberen Teil des Gehäusedeckels endet und dort die Frontanschlüsse beherbergt. Hier stehen neben den beiden Audio-Ports bis zu vier USB 2.0-Schnittstellen zur Verfügung. Auf einen USB 3.0-Port muss der Anwender bei diesem Modell verzichten. Ähnlich spartanisch geht es im Gehäusedeckel weiter: Hier werden die beiden Lüftungsschächte für 120- oder 140-mm-Lüfter sichtbar. Entsprechende Lüftungslöcher ermöglichen den Luftaustausch.

Da das Core 3000 deutlich günstiger ist als das Define Mini, sollte man bei diesem Modell meinen, dass auch die Verarbeitungsqualität den Einsparungsmaßnamen zum Opfer gefallen ist. Jedoch ist das Gegenteil der Fall. Zwar erscheint das Design sehr einfach, der Hersteller hat sich dessen ungeachtet allerdings auch bei diesem Gehäuse größte Mühe gegeben, ein sauber verarbeitetes Gehäuse anbieten zu können. Scharfe Kanten und spitze Ecken sind also auch beim Core 3000 kein Thema.

Innenraum & Installation

Der Innenraum des Core 3000 ist ähnlich strukturiert, wie der des Define Mini: Wieder ist der Innenraum komplett schwarz lackiert und auch die weißen Slotblenden und HDD-Schlitten sind mit von der Partie. Neben zwei 5,25″-Schächten bietet das Core 3000 Platz für insgesamt sechs 3,5“-Laufwerke, in denen auch SSDs ihren Platz finden. Die dafür vorgesehenen HDD-Schlitten können dabei einfach für die Installation der Laufwerke herausgenommen werden. Zur Vibrationsdämpfung sind Gummipuffer vorhanden. Mithilfe großer Thumbscrews werden die 5,25″-Laufwerke befestigt. Mit selbiger Methode erfolgt auch hier die Fixierung der PCI-Erweiterungskarten. Große Aussparungen im Mainboardschlitten erleichtern die Installation eines CPU-Kühlers und diverse Kanäle ermöglichen ein sauberes Verlegen von Stromkabeln hinter dem Mainboard. Und auch das Netzteil findet bei diesem Modell im unteren Gehäusebereich seinen Platz.

 

Kühlung

Insgesamt liefert der Hersteller bei diesem Modell drei Lüfter mit, die im Betrieb kaum zu hören sein. Weitere Lüftungsschächte ermöglichen die Installation bis zu vier zusätzlicher Ventilatoren. Eine Dämmung ist nicht vorhanden.

 

Fazit

Mit einem deutlich schlichteren Design und ohne Dämmung schickt Fractal Design auch das Core 3000 ins Rennen, das ebenfalls eine sehr gute Verarbeitungsqualität aufweist und ähnliche Features in Sachen Innenraum wie das Define Mini zu bieten hat. Abgesehen vom fehlenden USB 3.0-Support hat der Hersteller die Anzahl an USB 2.0-Schnittstellen verdoppelt. Zudem ist das Gehäuse mit seinen 7 Kilogramm knapp 2,5 kg leichter, als sein besser ausgestatteter Bruder. Der aktuelle Straßenpreis beträgt ca. 55 €.

Pro

  • Verarbeitung
  • Lieferumfang
  • leise Lüfter
  • Kabelmanagement
  • gummierte HDD-Schlitten
  • SSD-Support für bis zu 6 Laufwerke

Contra

  • kein werkzeugloses Montagesystem für Laufwerke
  • kein USB 3.0-Support

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Marcel Schreiter

Marcel Schreiter

...ist Gründer und Chefredakteur von Allround-PC.com. Als Dipl. Medienwirt beschäftigt er sich neben dem Journalismus auch mit Marketingthemen im Sportbereich. Der Triathlonsport ist seine Leidenschaft.

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