Test: Thermaltake Armor Revo Gaminggehäuse

Geschrieben von Michael Freudel am 12.07.2012.

Thermaltake Logo

Mit dem Armor Revo schickt der taiwanesische Hersteller Thermaltake ein neues high-performance Gaminggehäuse auf den Markt. Mit futuristischer Optik und einer Vielzahl an kleinen Features soll das Armor Revo einen gehörigen Eindruck hinterlassen. Inwiefern Thermaltake diese Aufgabe gelungen ist, erfahren Sie im folgenden Review.

 

Lieferumfang

  • Gehäuse
  • Montagematerial
  • kurze Anleitung

 

Technische Daten

  • Material: Stahl / Kunststoff
  • Support für ATX, Micro-ATX
  • Netzteil: Standard-ATX
  • 4x 5,25“ (extern)
  • 1x 2,5“/ 3,5“ (extern, Hot-Swap SATA)
  • 6x 3,5“ (intern)
  • 1x 2,5“ (intern)
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x eSATA, Audio I/O
  • 8 Slots für Erweiterungskarten
  • 3,5“ Festplatten werden per Tool-free Schlitten eingesetzt
  • 3 Öffnungen für Wasserkühlungen
  • Kabelmanagementsystem
  • Maximale Grafikkartenlänge: 330 mm
  • Maximale CPU-Kühlerhöhe:   180 mm
  • Maße: 254 x 586 x 552 (BxHxT)
  • Gewicht: 11,5 kg
  • Lüfter: 1x 200 mm (Front, blaue LEDs), 1x 200 mm (Oberseite, blaue LEDs), 1x 200 mm (Seitenwand), 1x 120 mm (Rückseite)

 

Design & Verarbeitung

Dem Armor Revo ist auf den ersten Blick anzusehen, dass es nicht für die Verwendung als Haushaltscomputer gedacht ist. Die Front des Gehäuses besteht im Grunde genommen aus einem großen Meshgitter. Hinter diesem findet sich im unteren Teil der erste 200-mm-Lüfter mit blauer LED Beleuchtung. Von der Mitte aus bis oben besteht das restliche Meshgitter aus vier 5,25“-Blenden. Eingerahmt wird die gesamte Front von zwei schutzschildähnlichen Metallflügeln, welche bei Bedarf nach innen und außen geklappt werden können. Im vorderen Teil des Deckels erstreckt sich eine Art Erhöhung auf der sich das I/O-Panel, die Lüfterkontrolle sowie der 3,5/2,5“-Hot-Swap-Steckplatz und der Ein-/Ausschalter befinden. Hinter der Erhöhung besteht der Deckel ebenfalls aus Meshgitter.

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Hinten fällt der zweite 200-mm-LED-Lüfter ins Auge, welcher nach oben hin warme Luft aus dem Gehäuse presst. Die linke Seitenwand, welche einen weitern 200-mm-Lüfter beherbergt, besteht zu etwa einem Drittel aus Plexiglas. Durch dieses erhält jeder einen Einblick in das, was das Armor Revo in sich verbirgt. Nahe der Front gibt es oberen Teil der Seitenwand eine Art ausklappbaren Haken, welcher sich zum Aufhängen eines Headsets bestens eignet. Die Rückseite des Armor Revo wirkt beinahe unspektakulär im Gegensatz zum Rest der äußeren Fassade. Ganz oben gibt es drei Durchgänge für die Monate einer Wasserkühlung, darunter ein 120-mm-Lüfter, PCI-Erweiterungsblenden und eine Öffnung für den Einbau des Netzteils. So viel zur Außenwirkung des Armor Revo.

Innenraum & Installation

Auch in seiner Substanz ist das Armor Revo als hochwertig und ausgeklügelt zu beschreiben. Im vorderen Bereich wurden direkt hinter dem ersten von insgesamt drei gewaltigen 200-mm-Lüftern die sechs HDD-Käfige eingesetzt. Diese sind kinderleicht zu bestücken, da sie komplett werkzeugfrei aufgebaut sind. Einzig die Verkabelung der eingesetzten HDDs ist minimal aufwendig, da hierfür die zweite Seitenwand entfernt werden muss. Direkt über den HDD-Käfigen sind wie gewöhnlich die 5,25“-Slots eingebaut. Diese sind ebenfalls mit einer werkzeugfreien Schnellverriegelung versehen.

Im Mainboardtray sind die Distanzschrauben zur Befestigung des Mainboards bereits werkseitig eingeschraubt. Zwischen diesen ist eine große Öffnung eingestanzt, welche es ermöglicht, den CPU-Kühler ohne den Ausbau des Mainboards zu tauschen. Im äußeren Bereich des Trays gibt es mehrere kleine mit Gummierungen versehene Ausstanzungen. Diese ermöglichen ein verbessertes Kabelmanagement. Was erst im zweiten Moment das Auge des Betrachters findet, sind drei kleine Kontakte an der unteren Befestigungsschiene der linken Seitenwand. Diese übertragen die Versorgungsspannung für den 200-mm-Lüfter in der Seitenwand – und das völlig ohne festes Kabel zwischen Wand und Gehäuse.

Eine sehr einfache, aber doch lobenswerte Kleinigkeit, die lästiges Hantieren mit dem Lüfterkabel beim Abnehmen der Seitenwand erspart. Die PCI-Erweiterungsslots in der Rückwand des Armor Revo sind leider nicht mit Schnellverriegelungen bestückt, können aber trotzdem ohne Werkzeug montiert werden, da sie anstatt mit normalen Schrauben mit Thumbscrews ausgestattet sind. Insgesamt birgt das Armor Revo im Inneren ein sehr gut durchdachtes und verarbeitetes Bild. Alle Kanten sind bestens entgratet, alle verwendeten Komponenten machen einen durchweg soliden Eindruck. Alles in allem eine stimmige Komposition.

 

Lüfter

Wie bereits im oberen Abschnitt angesprochen, wird das Thermaltake Armor Revo werkseitig mit insgesamt drei 200-mm-Lüftern geliefert. Hinzu kommt noch ein weiterer 140-mm-Lüfter in der Rückwand des Revo. Zwei der drei 200-mm-‚Turbinen’ sind mit blauen LEDs ausgestattet. Hierbei handelt es sich um den in der Front eingebauten Zuluft-Lüfter und den im Deckel platzierten Abluft-lüfter. Die dritte Turbine in der Seitenwand ist wie auch der 120-mm-Lüfter der Rückseite in schwarzem Kunststoff gehalten.

Im Deckel des Revo’s kann ein weiterer 120- oder 140-mm-Lüfter optional verbaut werden. Die werkseitig eingebauten Lüfter bilden in ihrer Gesamtheit ein stimmiges Kühlungssystem auf ungewöhnlich leisem Niveau. Je nach Wunsch des Nutzers kann per Knopfdruck auf dem Fronpanel des Gehäuses die Geschwindigkeit der Lüfter noch einmal reduziert werden, um unnötig Geräuschentwicklung zu vermeiden. Des Weiteren können die blauen LEDs der Lüfter ebenfalls per Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden.

 

Fazit

Beim Thermaltake Armor Revo handelt es sich um ein durchweg ausgeklügeltes und hochwertiges Gehäuse. Mit moderner Optik und durchdachten Kleinigkeiten sollte der Midi-Tower bei so ziemlich jedem Gamer punkten. Hut ab für ein Gehäuse, welches den Preis von 139 € durchaus wert ist.

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Pro

  • Optik
  • Verarbeitung
  • Lüfterausstattung
  • kabelloser Lüfter in der Seitenwand
  • Beleuchtung Steuerbar
  • Lüftersteuerung
  • ausgeklügelte werkzeuglose Montage der meisten Komponenten

Contra

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