Test: BitFenix Prodigy M Micro-ATX Gehäuse

Geschrieben von Niklas Ludwig am 30.10.2013.

BitFenix Prodigy M Startbild

Bereits das erste BitFenix Prodigy wusste uns zu überzeugen und schnitt in unserem Test sehr gut ab. Dennoch war der Mini-ITX Formfaktor anscheinend nur für die wenigsten Kunden das Richtige, weshalb BitFenix das Prodigy M nachlegt, das nun auch Micro-ATX-Mainboards aufnehmen kann. Ob die alten Stärken geblieben sind und sich das Prodigy M dank neuem Formfaktor erneut eine Empfehlung sichern kann, lest ihr auf der folgenden Seite.

Technische Details

Maße

250 x 404 x 359 mm (B x H x T)

Material

Stahl, FyberFlex, SofTouch

Farben

Schwarz, Weiß

Gewicht

7 kg

Formfaktor

Mini-ITX, Micro-ATX

Lüfter vorinstalliert

1x 120 mm (Boden), 1x 120 mm (Rückseite)

Lüfter optional

1x 230/200 mm / 2x 120 mm (Boden; statt 2x 3,5 Zoll), 1x 140/120 mm (Rückseite), 2x 120 mm (Deckel)

Filter

Netzteil, Front, Deckel

Laufwerke

1x 5,25″, 4x 3,5″ intern, 5x 2,5″

Netzteil

Standard-ATX

Erweiterungsslots

5

I-/O-Panel

2x USB 3.0, 1x Audio je IN/OUT

Maximale VGA-Länge (ohne 5,25-Zoll-Schacht)

320 mm

Maximale CPU-Kühler Höhe (mit Laufwerk-Tray)

160mm

Lieferumfang

  • BitFenix Prodigy M
  • Anleitung
  • Montagezubehör

Design & Verarbeitung

Da das Prodigy M seinem Vorgänger stark ähnelt, gehen wir nur auf die äußerliche Unterschiede des Designs ein und verzichten auf eine ausführliche Beschreibung. Einer der ersten Unterschiede besteht darin, dass die linke Seitenwand keine Mesh-Fläche mehr aufweist. Warum das so ist, erläutern wir später, wenn es um den Innenraum geht. Auf der Rückseite sind weitere Veränderungen auszumachen.

BitFenix Prodigy M - Schraegsicht BitFenix Prodigy M - Rückseite

Der Lüfter ist nach unten gewandert und die Aussparung für die Mainboardanschlüsse ist fortan hochkant ausgerichtet. Die Anzahl der Erweiterungsslots steigt zudem von zwei auf fünf. Da das Netzteil im Inneren nach vorne verlegt wurde, befindet sich unter der Mainboard-Aussparung ein Stromanschluss. Optisch wie auch verarbeitungstechnisch wirkt das BitFenix Prody M wie sein Vorgänger sehr anmutend und hinterlässt einen guten Eindruck.

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Installation & Innenraum

Die Seitenwände lassen sich erneut durch einfaches schrauben der Thumbscrews entfernen und legen das Innere des Gehäuses offen. Die rechte Gehäusewand beherbergt neben den Anschlüssen für das Frontpanel zudem noch Montagemöglichkeiten für zwei SSDs. Das Festplatten-Tray lässt sich durch das Lösen der Schrauben herausnehmen und bietet Platz für zwei Festplatten oder drei SSDs, die mit Schrauben gesichert werden. Der Airflow im Prodigy M ist von oben nach unten gerichtet.

BitFenix Prodigy M - USB-Panel BitFenix Prodigy M - Oberseite

Wer mag, kann zwei 120-mm-Lüfter am Deckel anbringen. Dazu muss der Staubfilter von außen durch das umlegen eines kleinen Schiebers herausgenommen werden und die Lüfter mit Schrauben an den dafür vorgesehenen Stellen montiert werden. Am Boden können entweder zwei 120-mm-Lüfter – von denen einer bereits vorinstalliert ist – oder wahlweise ein 200- bzw. 230-mm-Lüfter angebracht werden, um die Kühlleistung zu verbessern. Wer jedoch der Auffassung ist, dass die Temperaturen im Inneren kühl genug sind, kann auf Lüfter am Boden verzichten und dort zwei weitere Festplatten verbauen. Damit diese nicht die Abwärme des Netzteils abkriegen, lässt sich ein magnetischer Hitzeschild an die Unterseite des Prodigy M anbringen. Das Netzteil sitzt nun hinter der Vorderseite am Boden und wird hochkant eingebaut, so dass die Seite mit dem Netzanschluss Richtung Boden zeigt.

BitFenix Prodigy M - Seitenansicht BitFenix Prodigy M - Unterseite

Dieser Ansatz unterstreicht das BitFenixs Konzept, die warme Luft nach unten aus dem Gehäuse abzuführen. Das Mainboard findet auf den vorgesehenen Pins des Mainboard-Tray Platz. CPU-Kühler können dadurch bis zu einer Höhe von 160 mm verbaut werden. Dank der zusätzlichen Erweiterungsslots lassen sich Grafikkarten im SLI- oder CrossFireX-Betrieb einbauen und werden bis zu einer maximalen Länge von 320 mm unterstützt. Um das optische Laufwerk einzubauen müssen im Inneren vier Pins eingedrückt werden, wodurch sich die Front abnehmen lässt. Anschließend werden die Platzhalter entfernt und das Laufwerk kann eingeschoben und verschraubt werden. Zu allerletzt widmen wir uns der Rückseite. Diese beherbergt einen vorinstallierten 120-mm-Lüfter, der alternativ durch einen Lüfter mit 140 mm getauscht werden kann. Es ist erstaunlich, welche leistungsstarke Hardware in diesem kleine Gehäuse Platz findet.

Fazit

BitFenix hat alles richtig gemacht und erschließt mit dem Prodigy M eine größere Zielgruppe, da mit dem Micro-ATX Standard leistungsstärkere Hardware verbaut werden kann. Design, Verarbeitung und der Preis sind positiv hervorzuheben. Dank seiner Tragegriffe eignet sich das Gehäuse zudem perfekt für LAN-Partys, kann es doch ganz bequem mitgenommen werden. Das BitFenix Prodigy M ist bei Amazon zu einem Preis von etwa 76 Euro erhältlich.

BitFenix Prodigy M AwardPro

  • Design
  • Verarbeitung
  • Platz für leistungsstarke Hardware
  • Preis
  • zwei vorinstallierte Lüfter

Contra

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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