Test: BitFenix Shadow

Geschrieben von Niklas Ludwig am 06.11.2013.

BitFenix Shadow Startbild

Erst vor kurzem testeten wir das BitFenix Prodigy M und waren sehr angetan von dem Gehäuse. Mit dem BitFenix Shadow haben wir nun einen Midi-Tower getestet, der die BitFenix typischen Eigenschaften aufweisen soll.  Ob das Gehäuse besser ein Leben im Schatten fristet oder sich ein Kauf lohnt verrät euch unser Test.





Technische Daten

Maße

190 x 440 x 506 mm (B x H x T)

Material

Stahl, SofTouch

Farben

Schwarz

Gewicht

5,15 kg

Formfaktor

ATX, Mini-ITX, Micro-ATX

Lüfter vorinstalliert

1x 120 mm (Vorderseite), 1x 120 mm (Rückseite)

Lüfter optional

2x 120 mm (Vorderseite)

1x 120/92/80 mm (Rückseite)

1x 120 mm (Boden)

Filter

Netzteil, Front, Boden

Laufwerke

3x 5,25″, 7x 3,5″ intern, 1x 2,5″

Netzteil

Standard-ATX

Erweiterungsslots

7

I-/O-Panel

2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x Audio je IN/OUT

Maximale VGA-Länge (ohne 5,25-Zoll-Schacht)

320 mm

Maximale CPU-Kühler Höhe (mit Laufwerk-Tray)

165 mm

Lieferumfang

  • BitFenix Shadow Gehäuse
  • Kurzanleitung
  • Montagezubehör

Design & Verarbeitung

Die erste positive Eigenschaft des BitFenix Shadow fällt uns beim Auspacken auf – es lässt sich extrem einfach hochheben, was dem geringen Gewicht von 5,15 Kilogramm geschuldet ist. Das Gehäuse ist schwarz lackiert und besteht von der Vorderseite abgesehen aus Stahl. Bei der Vorderseite setzt BitFenix hingegen auf Kunststoff, wobei die Oberfläche mit der SofTouch-Technologie behandelt wurde. Dadurch ist diese griffiger und wirkt zudem wertiger. Die Vorderseite lässt sich seitlich aufklappen und wird beim Schließen von einem Magneten in Position gehalten. Auf ihr prangt in der unteren Mitte das silberne BitFenix-Logo, das etwas weiter unterhalb von beiden Seiten von kiemenartigen Luftöffnungen flankiert wird. Geöffnet kommt eine großflächige Mesh-Fläche zum Vorschein. Während oben die drei Vorrichtungen für optische Laufwerke sind, lässt sich die untere Fläche durch leichtes eindrücken öffnen und zum Vorschein kommt der 120-mm-Lüfter. Somit fungiert die untere Mesh-Fläche als Staubfilter und lässt sich das durchs Öffnen reinigen.

BitFenix Shadow - Schrägansicht BitFenix Shadow - Oberseite

Das I-/O-Panel befindet sich auf der Oberseite und beherbergt zwei USB-2.0- sowie USB-3.0-Anschlüsse. Hinzu kommen Mikrofon- und Kopfhöreranschluss. Neben dem Power- und Reset-Button gibt es noch zwei Knöpfe mit denen sich die Farbe der LEDs zwischen rot und blau wechseln lässt, alternativ kann die Beleuchtung auch komplett deaktiviert werden. Einen sicheren Stand des Gehäuses gewährleisten vier gummierte Standfüße. Die Rückseite offenbart gleich sieben Erweiterungsslots im mittleren Bereich. Die Mainboard Aussparung findet sich oben links. Rechts von ihr ist eine Mesh-Fläche für den 120-mm-Lüfter, darunter zwei Öffnungen für eine Wasserkühlung. Leider sind die Öffnungen nicht gummiert, weisen jedoch keine scharfen Kanten auf. Unten ist abschließend die Aussparung für das Netzteil. Wir attestieren dem BitFenix Shadow ein schickes, wenn auch schlichtes Äußeres mit einer sehr guten Verarbeitung. Besonders gut hat uns zudem das geringe Gewicht gefallen.

BitFenix Shadow - Unterseite BitFenix Shadow - Schrägansicht Offen

Installation & Innenraum

Den Innenraum legen wir offen indem wir die Thumscrews abschrauben. Für einen Midi-Tower sind wir von der Größe des Innenraums sehr angetan. Insgesamt drei 5,25-Zoll- und sieben 3,5-Zoll-Laufwerke finden Platz im Shadow und lassen sich werkzeuglos montieren. Hierzu sind seitlich Halter angebracht, die per Drehbewegung gelöst werden können. Anschließend muss das Laufwerk in den Schacht eingeschoben, die Halterung seitlich eingesteckt und wieder per Hand verschraubt werden. Leider bietet das Gehäuse nur einen einzigen Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk, der sich am Boden befindet. Dort wird das Laufwerk von unten mit Schrauben gesichert. Neben dem bereits an der Vorderseite verbauten 120-mm-Lüfter findet noch ein weiterer 120-mm-Lüfter in der Front Platz.

BitFenix Shadow - Seite offen BitFenix Shadow - Front

Am Boden findet im hinteren Bereich das Netzteil Platz und wird durch einen Staubfilter vor Verschmutzungen geschützt. Dasselbe gilt für einen optionalen 120-mm-Lüfter am Boden. Die Filter lassen sich zwar durch einfaches herausdrücken entfernen, da der Lüfter jedoch mit dem Gehäuse verschraubt wird, muss er erst demontiert werden. Somit ist der Austausch des Filters doch weniger durchdacht als angenommen. Mainboards finden im ATX, Micro-ATX und Mini-ITX-Format Platz. Das Mainboardtray besitzt Aussparungen, wodurch Kühler mit Backplate nachträglich eingebaut werden können. Maximal werden Kühler mit einer Höhe bis zu 165 mm unterstützt. Zudem ermöglichen die Aussparungen ein platzsparendes verlegen der Kabel. Leistungsstarke Grafikkarten stellen ebenfalls kein Problem für das Shadow dar, werden doch Grafikprozessoren bis zu 320 mm Länge unterstützt. Der Innenraum hat uns vor allem platztechnisch überzeugen können. Weniger gut gefällt uns hingegen, dass es nur einen Platz für Solid State Drives gibt und die Staubfilter am Boden nicht so leicht ausgetauscht werden können wie es den Anschein macht.

Fazit

Das BitFenix Shadow ist ein kompaktes und leichtes Midi-Tower-Gehäuse, welches dennoch viel Platz im Inneren bietet. Die Verarbeitung ist vorbildlich und viele Schritte lassen sich werkzeuglos durchführen. Generell möchten wir die verbauten Staubfilter positiv hervorheben, wobei die am Boden verbauten Filter nur kompliziert zu entfernen sind sobald das Netzteil und ein Lüfter verbaut sind. Zudem wären mehr 2,5-Zoll-Laufwerksschächte wünschenswert gewesen. Dieses Manko macht das Shadow jedoch durch seinen moderaten Preis von etwa 70 Euro und die zwei mitgelieferten Lüfter wieder wett.

Pro

  • Verarbeitung
  • viele 3,25-Zoll-Laufwerke möglich
  • Staubfilter
  • geringes Gewicht
  • moderater Preis

Contra

  • nur ein 2,5-Zoll-Schacht
  • Staubfilter am Boden nach Montage schwer zu reinigen

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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