Test: Fractal Design Core 3300

Geschrieben von Luca Höveler am 23.09.2014.

Fractal Design Core 3300 - Startbild

Der Hersteller Fractal Design ist für qualitativ hochwertige Gehäuse bekannt, und das selbst im unteren Preissegment. Auch beim Core 3300 möchte der Kunde natürlich viel Gehäuse für kleines Geld erhalten. Ob die schwedischen Designer erfolgreiche Arbeit geleistet haben, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.





Lieferumfang

  • Core 3300 Gehäuse
  • Zubehörbox
  • Gebrauchsanleitung
  • 2x 140-mm-Lüfter, bereits verbaut

Technische Daten

Gehäuse Widebody Miditower
Formfaktor ATX, E-ATX. Micro ATX. Mini ITX
Abmessungen in mm (B x H x T) 233 x 451 x 517
Netzteilunterstützung ATX PSUs bis zu 170 mm tief bei Nutzung des Bodenlüfters (140 mm)
PCI/AGP Unterstützung bis zu 430 mm
I/O-Panel 2x USB 3.0
Audio Ein-/Ausgang
Power-Knopf/Reset
HDD-Kontrolleuchte
Laufwerke 2x 5,25″ / 3x 3,5″ / 2x 2,5″
Erweiterungskartenslots 7 Slots
Lüfter Front: 2x 120/140 mm (1x 140 mm Silent Series R2 Lüfter verbaut)
Rückseite: 1x 120 /140 mm (1x 140 mm Silent Series R2 Lüfter verbaut)
Deckel: 2x 120/140 mm Lüfter (optional)
Boden: 120/140 mm Lüfter (optional)
Seitenteil: 1x 120/140 mm Lüfter (optional)
Gewicht 7,8 kg

Design & Verarbeitung

Knapp acht Kilogramm wiegt der Miditower, der mit Maßen von 233 x 451 x 517 mm aus der Verpackung entnommen wird. Das Gehäuse wirkt sehr wuchtig und robust, das abnehmbare Frontpanel dagegen sorgt dank der Materialienkombination aus Metall & Kunststoff für einen edlen Touch gegenüber dem stählernen Rest. Seitlich befinden sich zwei Mesh-Gitter, welche sich über die gesamte Länge erstrecken. In der Mitte befinden sich die beiden optischen Laufwerksschächte, die in ein Kunststoffpanel eingelassen sind, welches optisch sehr an gebürstetes Aluminium erinnert.

 Fractal Core 3300 - FrontFractal Core 3300 - Front Detail

Schick anzusehen, die Front des Core 3300

Die Oberseite besteht dagegen vollständig aus Stahl und weist neben dem I/O-Panel sowie zweier Lüfter-Einbauplätze keinerlei Besonderheiten auf. Auf Qualität wird auch hier geachtet, da bei gleichpreisigen Konkurrenten gerade die Mesh-Oberflächen oftmals scharfe Kanten aufweisen. Der schwarze Stahl erstreckt sich nicht vollständig über das gesamte Gehäuse. So ist das Bedienelement in Kunststoff eingelassen und wirkt somit weniger edel. Hier ist alles an seinem Platz, zudem sind gleich zwei USB 3.0-Anschlüsse verbaut, die das Arbeiten mit externen Speichermedien erheblich erleichtern. Kommen wir nun zu den Seitenteilen: Das linke Stück lässt sich via Thumbscrews abnehmen und verfügt über ein eingelassenes Mesh-Gitter. Die rechte Seite weist im Gegensatz dazu keinerlei Besonderheiten auf, wird aber ebenfalls mit Thumbscrews am Korpus befestigt.

Fractal Core 3300 - FrontpanelFractal Core 3300 - Rückseite

Sehen wir uns die Rückseite an, so fallen kontrastreiche Details auf: Der weiße 140-mm-Lüfter sowie die gleichfarbigen Abdeckungen der Erweiterungsslots setzen einen dezenten Akzent, wobei das Farbschema nicht allzu aufdringlich wirkt. Auch hier finden sich keinerlei Hindernisse, alles ist gut aufeinander abgestimmt.  Der Verzicht auf Besonderheiten wie LED-Beleuchtung oder einer Fronttür fügt sich ausgezeichnet ins Gesamtbild ein und spiegelt sich letztendlich im Preis wieder. Besonders gut gelungen ist die Verarbeitung, die uns in Anbetracht des Kaufpreises angenehm überrascht hat.

Innenraum & Kühlung

Der schwarze Innenraum erweist sich als leicht zugänglich und ebenso hochqualitativ. Auf dem Mainboardtray befindet sich eine großzügige Aussparung, die den Einbau sowie Austausch von CPU-Kühlern erheblich erleichtert. Zudem wird hier an kleine Öffnungen gedacht, die Kabelmanagement ermöglichen, welches wiederum für mehr Ordnung und einen besseren Airflow sorgt. Kommen wir zu den Laufwerken: so handelt es sich beim Core 3300 eindeutig um einen modernen Miditower: Neben den zwei Einbaumöglichkeiten für optische Laufwerke im 5,25-Zoll-Format denken die Entwickler zudem an drei 3,5-Zoll-Laufwerksslots, die außerdem SSD-kompatibel sind. Sollten diese anderweitig genutzt werden, weist das Gehäuse jedoch zwei weitere 2,5-Zoll-Einbauplätze auf. Auffällig ist hier vor allem, dass der Festplattenkäfig vollständig herausnehmbar und mit Gummipuffern versehen ist. Die oberen HDDs werden zudem direkt vor die leisen, vormontierten 140-mm-Lüfter eingebaut.

Fractal Core 3300 - Seitenansicht offen (2)Fractal Core 3300 - Innenansicht Rückseite

Bei vielen Nutzern erfreuen sich Wasserkühlungen nach wie vor großer Beliebtheit. Auch im Core 3300 lassen sich Radiatoren von bis zu 280 mm Länge und 30 mm Dicke in der Front, unter dem Gehäusedeckel oder gar im hinteren Teil installieren. Zu guter Letzt schauen wir uns den Platz an, der für eine essentielle Einheit vorgesehen ist: Das Netzteil wird unterhalb der Erweiterungskartenslots eingebaut und auf vier Schaumstoffpuffern aufgesetzt. Auch zwischen Gehäuserückseite und Netzteil befindet sich eine Schaumstoffschablone, die zwar nach außen hin nicht sichtbar ist, ihrem Zweck als Vibrationsdämpfer jedoch ausreichend nachgeht. Nicht zu vergessen ist der Staubfilter am Gehäuseboden, der sich über die gesamte Fläche erstreckt und sehr leicht zu säubern ist.

Fazit

Das Core 3300 von Fractal Design überzeugt wieder einmal auf ganzer Linie. Auf unnötige Spielereien wird hierbei bewusst verzichtet, sinnvolle Extras wie Staubfilter, Kabelmanagement sowie gummierte Kontaktpunkte sind vorhanden. Nach wie vor kann die Qualität mit deutlich teureren Modellen mithalten, was bei einem Preis von weniger als 60 Euro ein absoluter Pluspunkt ist. Die genannten Pluspunkte und der geringe Preis zeichnen das Core 3300 für eine klare Empfehlung aus!Fractal Design Core 3300 AwardPro

  • Design
  • Verarbeitung
  • werkzeugloser Einbau
  • herausnehmbare Festplattenhalterung
  • Vibrationspuffer im gesamten Gehäuse
  • wechselbarer Staubfilter im Boden

Contra

  • I/O-Panel aus Kunststoff

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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