Test: Fractal Design Define Mini C TG

Mit Hartglas-Seitenfenster jetzt auch in sexy

Geschrieben von Niklas Ludwig am 02.08.2017.

Fractal Design Define Mini C TG Startbild

Fractal Design aktualisiert die Define C-Serie und präsentiert zwei neue Modelle, die als große Neuerung ein Hartglas-Seitenfenster vorweisen können. Wir haben das Define Mini C TG getestet und klären, was sich im Vergleich zum Vorgänger getan hat.

Übersicht

Fractal Design aktualisiert die Define-Serie und bringt zwei neue Modelle auf den Markt: das Fractal Design Define C TG und Define Mini C TG. „TG“ steht für Tempered Glass und weist darauf hin, dass die beiden Gehäuse ein Seitenfenster aus Hartglas spendiert bekommen haben. Wir wollen in diesem Test das Define Mini C TG näher betrachten. Den Testbericht zum etwas größeren Vorgänger, dem Define C, könnt ihr hier nachlesen.

Technische Daten

MaterialStahl, Kunststoff
GehäuseMidi-Tower
FormfaktorMicro ATX, ITX
Abmessungen in mm (B x H x T)399 x 210 x 399 mm
Netzteilunterstützung175 mm
PCI/AGP Unterstützungbis zu 315 mm
CPU-Unterstützungbis zu 172 mm
I/O-Panel2x USB 3.0, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, Powerbutton
Laufwerke2x 3,5″ (entkoppelt) / 3x 2,5″
Erweiterungskartenslots5 Slots
Kühlung

Vorinstallierte Lüfter:
1x 120 mm (Front)
1x 120 mm (Heck)

Optionale Lüfter:
2x 120 mm oder 2x 140 mm (Front)
1x 120 (Boden)
2x 120 oder 2x 140 mm (Deckel)

Wasserkühlung:
1x 120, 140, 240, 280 (Front) 140 & 280 mm dürfen maximal 144 mm breit sein
1x 120 mm oder 240 mm (Deckel) Mainboard-Komponenten dürfen maximal 40 mm hoch sein
1x 120 mm darf maximal 125 mm breit sein (Heck)

LüftersteuerungNein
BesonderheitenZwei Kammer-Design
Gewicht7,4 kg
Preis94,99 Euro

Lieferumfang

  • Fractal Design Define Mini C TG
  • Handbuch
  • Zubehör

Design & Verarbeitung

Das Design des Fractal Design Define Mini C TG ist im Vergleich zum Vorgänger nahezu unverändert geblieben. Es springt sofort die für den schwedischen Hersteller charakteristische Front mit ihrer gebürsteten Kunststoff-Optik ins Auge. Am vorderen Rand der Oberseite befindet sich das I/O-Panel mit dem großen, kreisrunden Einschaltknopf. Links von diesem lassen sich der Reset-Knopf und Headset-Anschlüsse erkennen. Auf der rechten Seite befinden sich hingegen zwei USB-3.0-Anschlüsse.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition SchrägansichtDas Fractal Design Define Mini C besitzt jetzt ein Seitenfenster aus Hartglas.

Mit von der Partie ist wieder ein ModuVent-Modul auf der Oberseite. Dieses dient zur Schalldämmung, kann auf Wunsch jedoch herausgenommen und gegen einen magnetischen Staubfilter ausgetauscht werden, um Lüfter im Deckel zu montieren

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition IODas I/O-Panel ist im Stil der Define-Serie gehalten und sticht mit dem charakteristischen Einschaltknopf ins Auge.

Die einzige Neuerung betrifft das linke Seitenteil aus Hartglas. Dieses ist im Gegensatz zu anderen Gehäusen mit Hartglas-Seitenfenster nicht getönt, was einen ungetrübten Blick auf das Innere ermöglicht. Das Seitenfenster wird von einem schwarzen Rahmen umrandet, wodurch es sich optisch von der Konkurrenz abhebt. Besonders gut gefallen uns die vier gummierten Aufhängungen, auf denen das Seitenfenster aufliegt. Diese sorgen dafür, dass keine Vibrationen auf die Scheibe übertragen werden.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition Staubfilter obenDie ModuVent-Abdeckung kann herausgenommen und gegen einen Staubfilter getauscht werden.

An der Unterseite der vier Schrauben, mit denen das Seitenfenster befestigt wird, befinden sich ebenfalls Gummierungen zur Vibrationsreduzierung. Hier zeigt Fractal Design wieder einmal, wie ein Silent-Gehäuse auszusehen hat! Das rechte Seitenteil besteht hingegen aus Stahl und ist an der Innenseite mit Dämmmaterial ausgestattet, welches sich auch an der Innenseite der Front vorfinden lässt.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition hintenDie weißen Blenden und der Lüfter bringen etwas Kontrast ins Spiel.

Auf der Rückseite lassen sich die Aussparungen für das Netzteil und Mainboard erkennen. Fünf weiß lackierte Slot-Blenden bringen etwas Farbe ins Spiel. Hinter den wabenförmigen Perforierungen im oberen Bereich der Rückseite ist der vorinstallierte 120-mm-Lüfter erkennbar. Scharfe Kanten oder sonstige Mängel können wir keine ausfindig machen, das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet.

Innenraum & Installation

Bei geöffnetem Gehäuse wird ersichtlich, dass Fractal Design das Define Mini C TG mit Hilfe einer Netzteilabdeckung in zwei Kammern aufgeteilt hat. Die Hauptkammer beherbergt lediglich das Mainboard inklusive Komponenten sowie die Lüfter beziehungsweise Radiatoren. Auf dem Mainboardtray der Hauptkammer finden Micro ATX- sowie ITX-Mainboards Platz.

Durch das neue Seitenfenster darf der CPU-Kühler fortan 172 mm anstelle von 170 mm hoch sein. Grafikkarten dürfen maximal 315 mm in der Länge messen, wenn die Frontlüfter installiert bleiben sollen. 

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition Seite offenFractal Design teilt das Innere des Gehäuses in zwei Kammern auf.

In der Nebenkammer befindet sich im hinteren, unteren Bereich die Vorrichtung für das Netzteil, das maximal 175 mm lang sein darf. Es wird mit dem Lüfter nach unten zeigend auf vier entkoppelten Vorrichtungen montiert. Damit sich die Abwärme nicht zu stark in der Nebenkammer staut, ist die Netzteilabdeckung zum Teil mit länglichen Lüftungsschlitzen versehen worden. Auf der Rückseite des Mainboardtrays befindet sich zudem ein längliches Blech, das drei SSDs aufnehmen kann. Zur einfacheren Montage kann die Vorrichtung abgenommen werden, wozu lediglich eine Thumbscrew gelöst werden muss.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition SeiteDie Rückseite des Mainboardtrays bietet Platz für drei 2,5-Zoll-Laufwerke.

Ein Festplattenkäfig ist am Boden im vorderen Bereich vorzufinden und bietet Platz für zwei Festplatten. Die entkoppelte Montage sorgt dafür, dass die Übertragungen von Vibrationen auf ein Minimum reduziert wird. Alternativ können auch zwei SSDs anstelle der HDDs montiert werden. Zudem besteht die Möglichkeit den Festplattenkäfig komplett auszubauen, wozu jedoch erst eine Vorrichtung an der Netzteilabdeckung entfernt werden muss, was nur möglich ist, wenn das Frontpanel entfernt wird.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition HDD KäfigUnter der Netzteilabdeckung versteckt sich der Festplattenkäfig, der für zwei Laufwerke ausgelegt ist.

An der Vorderseite des Fractal Design Define Mini C TG lassen sich wahlweise zwei 120-mm-Lüfter (einer vorinstalliert) oder zwei 140-mm-Lüfter anbringen. Wer das ModuVent-Modul im Deckel entfernt, kann dort zwei 120- oder 140-mm-Lüfter installieren. Je ein 120-mm-Modell findet an der Rückseite oder am Boden Platz. Alle wichtigen Positionen werden mit Staubfilter geschützt, allerdings ist der vordere nur durch Demontage des Frontpanels zugänglich.

Fractal Design Define Mini C Tempered glass edition innen hintenDas Gehäuse bietet zahlreiche Kühlmöglichkeiten. Zwei 120-mm-Lüfter sind bereits vorinstalliert.

Für Radiatoren ist ebenfalls ausreichend Platz im Fractal Design Define Mini C TG, allerdings muss je nach Position und Größe des Radiators mit Abstrichen gerechnet werden. Beispielsweise können in der Front Radiatoren von 120 bis 280 mm montiert werden, 140er und 280er Radiatoren dürfen jedoch nicht breiter als 144 mm sein. Im Deckel ist Platz für einen 120- oder 240-mm-Radiator, es muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Mainboard-Komponenten nicht höher als 40 mm sind. Ein maximal 125 mm breiter 120-mm-Radiator findet zudem im Heck Platz.

Fazit

Bisher gab es die Define C-Serie lediglich mit einem Kunststoff-Seitenfenster zu kaufen. Das ändert sich mit dem Fractal Design Define C TG und Define Mini C TG. Durch das Hartglas-Seitenfenster wirkt das Gehäuse deutlich hochwertiger und erlaubt einen ungestörten Blick auf die Hardware im Inneren. Besonders lobenswert sind die Gummierungen der Aufhängung des Seitenfensters sowie der zur Befestigung benötigten Schrauben. Während viele Hersteller lediglich gummierte Unterlegscheiben verwenden, hat Fractal Design die komplette Aufhängung gummiert. Da das Seitenfenster die einzige Neuerung darstellt, kommen wir zum gleichen Fazit wie beim normalen Define C: Das Gehäuse bietet viel Platz auf wenig Raum und eine Menge Befestigungsmöglichkeiten für Lüfter und Radiatoren. Lediglich die schlechte Erreichbarkeit des vorderen Staubfilters müssen wir abermals bemängeln. In Anbetracht der guten Schalldämmung und exzellenten Verarbeitung stellt dieser Kritikpunkt jedoch nur ein kleines Manko dar. Für das Hartglas-Seitenfenster wird gegenüber der Kunststoff-Variante ein Aufpreis von 10 Euro fällig. Somit ist das Gehäuse zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 94,99 Euro im Handel erhältlich.

Fractal Design Define Mini C Award

ProContra
  • zwei Kammer-Design
  • vorderer Staubfilter etwas umständlich zugänglich
  • sehr gute Verarbeitung
 
  • entkoppelte Festplatten
 
  • Dämmmatten
 
  • Kühlmöglichkeiten
 
  • Staubfilter an allen wichtigen Stellen
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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