Die neuen 256MB Modelle - Grafikkarten im Test
Im Jahr 2006 hat sich schon einiges im Bereich der Grafikkarten getan. Und es geht noch weiter, denn die CeBIT 2006 steht vor der Tür. Dort wird Vermutungen zufolge die neue GeForce 7900 Serie vorgestellt. ATI hat schon im Januar die X1900 Serie vorgestellt, womit man dem größten Grafikchiphersteller das Wasser reichen möchte.
Da es aber noch andere Chips der X1000 Familie von ATI und der GeForce 7 Serie von Nvidia gibt, haben wir uns insgesamt fünf Modelle, alle mit 256 MB Grafikspeicher, angesehen. Folgende sind unsere Testkandidaten:
- PowerColor X1300 PRO
- PowerColor X1600 XT
- Gigabyte X1800 XL - GV-RX18L256V-B
- PixelView GeForce 7800GT - PV-N70GE (256JV)
- Gainward PowerPack! Ultra/3500PCX XP Golden Sample (7800GTX)
Diese Grafikkarten wurden mit Benchmarks auf Her(t)z und Nieren geprüft und übertaktet. Wer sich in diesem Rennen am besten schlagen konnte, lesen Sie im folgenden Review.
Für die Unterstützung möchten wir uns herzlich bei Gigabyte, PowerColor, PixelView und Gainward bedanken!
Eigenschaften der jeweiligen Chips auf den getesteten Grafikkarten
450MHz
X1300 PRO
X1600 XT
X1800 XL
7800GT
7800 GTX
Codename
RV515
RV530
R520
G70
G70
Chiptakt
600MHz
590MHz
500MHz
(400MHz) 460MHz
RAM-Takt
400MHz
690 MHz
500 MHz
575 MHz (500MHz)
650MHz
Fertigungsprozess
0,09µm
0,09µm
0,09µm
0,11µm
0,11µm
Speichergröße (max.)
256 MB
256 MB
256 MB
256 MB
256 MB
Speicheranbindung
128 Bit
128 Bit
256 Bit
256 Bit
256 Bit
Speicherart
DDR II
DDR III
DDR III
DDR III
DDR III
DirectX Version
9
9
9
9
9
Pixel-Shader
3.0
3.0
3.0
3.0
3.0
Vertex-Shader
2
5
6
7
8
Pixel-Pipelines
4
12
16
20
24
-
PowerColor X1300 PRO
Das kleinste und günstigste Modell der neuen X1000 Familie ist die X1300. PowerColor liefert die X1300 Pro mit 256 MB Speicher des GDDR2 Typs aus. Der ATI Grafikchip mit dem Codenamen RV515 besitzt gerade einmal 100 Mio. Transistoren. Zum Vergleich: Die X1600 besitzt 157 Millionen. Außerdem siedelt sie sich auf dem Niveau einer Radeon 9600 an, da sie nur über zwei Vertex-Shader und vier Pixel-Pipelines verfügt. Diese Karte wurde für Kunden im Office und Home Entertainment Bereich konzipiert, da sie über einen TV-Ausgang verfügt.
-
PowerColor X1600 XT
Mit dem stärkeren Chip, dem RV530, wird die X1600 Serie für den Mainstream verkauft. Sie liegt auf dem Niveau einer X800 Grafikkarte, kann aber kostengünstiger produziert werden, da man auf einen besseren Fertigungsprozess umgestiegen ist. Außerdem liegt der große Unterschied zur X1800 Serie bei dem Speicherinterface, dem Vertex-Shader und den Pixel-Pipelines.
-
Gigabyte X1800 XL - GV-RX18L256V-B
Sie stellt das HighEnd Modell in diesem Test von ATI dar. Zur Zeit gibt es nur zwei Varianten dieser Serie: die X1800 XT und die etwas niedriger getaktete X1800 XL. Das Spitzenmodell bekommt man in zwei Speicherversionen, mit 256 oder 512 MB RAM.
-
PixelView GeForce 7800GT - PV-N70GE (256JV)
Die GeForce 7 Serie wurde im Juni 2005 mit dem G70 vorgestellt. Seit dieser Zeit erobern die Grafikkarten von Nvidia wieder einmal die ersten Plätze der Tests und Vergleiche mit der Konkurrenz. Mit der 7800GT bewegt man sich in einem Preisfeld von circa 300,- Euro. Sie hängt ATI-Grafikkarten mit einer Leichtigkeit ab, wie man im Folgenden erkennen wird.
-
Gainward PowerPack! Ultra/3500PCX XP Golden Sample (7800GTX)
Die große Schwester der 7800GT. Sie hängt zur Zeit alle ab, abgesehen von der X1900 Serie vielleicht, die aber in diesem Test nicht vorkommt. Wie weit sie vorne liegt, wird man anhand der folgenden Benchmarks erkennen können.
Als Testsystem kam folgendes zum Einsatz:
| CPU |
AMD Athlon 64 3200+ Winchester |
| Mainboard | ABIT AN8 nForce4 |
| RAM | 2x512 MB DDR-500 PC4000 G.Skill |
| HDD | Samsung 80 GB SATA 7200U/min |
| Netzteil | 450 Watt Aerocool Turbine Power |
Installierte Software:
Als Betriebssystem wurde ein frisch aufgesetztes Windows XP Prof. SP2 verwendet. Als Treiber kamen bei den ATI-Karten der Catalyst in der Version 5.13 vom 21.12.2005 und bei den Nvidia-Karten die ForceWare 81.89 vom 21.12.2005 zum Einsatz.
Durchgeführte Benchmarks:
- 3DMark03
- 3DMark05
- 3DMark06
- PCMark04
- PCMark05
- Unreal Tournament 2004
- Far Cry
- Doom3
- Codecreatures
Bevor wir zu den Benchmarks übergehen, werden wir auf die Eigenschaften und das Layout der Grafikkarten näher eingehen.
















