Test: Teufel Aureol Fidelity In-Ears im Test

Geschrieben von Luca Höveler am 10.05.2012.

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Der Sommer steht vor der Tür, also werden auch die Kopfhörer wieder öfter ausgepackt. Wer noch kein Paar besitzt, der sollte sich die Aureol Fidelity von Teufel einmal genauer anschauen. Im Folgenden haben wir das High-End-Modell der Berliner Soundschmieder einmal genauer unter die Lupe genommen und auf Verarbeitung, Design und Soundqualität geprüft.

 


Technische Details

Impedanz16 Ohm
Frequenzbereich20 – 20.000 Hz
TreiberNeodym-HD
Anschluss3,5-mm-Stereo-Miniklinke
Kabellänge125 cm

 

Lieferumfang

  • Aureol Fidelity
  • Transport-Box
  • 7 Paar Silikon-Ohradapter
  • Flugzeugadapter
  • Kleidungsklemme
  • Anschluss-Adapter
  • Reinigungstuch

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Design & Verarbeitung

Beim Öffnen der Verpackung fällt auf, dass selbst diese sehr edel gestaltet ist und enorme Vorfreude auf das eigentliche Produkt aufkommen lässt. Der gesamte Lieferumfang ist geradezu auf dem Silbertablet offenbart, was für Übersichtlichkeit und Ordnung in der späteren Handhabung sorgt. Unser erster Eindruck ist daher durchaus positiv. Werden die In-Ears nun aus dem mit Samt überzogenen Kunststoff entnommen, nimmt der Nutzer zum ersten Mal die massive, geradezu rustikale Verarbeitung des Ohrhörers wahr. Hier wurde eine Mischung aus Kunststoff, aber auch Metall verwendet, um langwierigen Bestand zu gewähren. Dadurch sind die Plugs natürlich nicht gerade von federleichter Natur.

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Die Auswahl von 7 verschiedenen Silikonadaptern soll garantieren, dass für jedes Ohr schnell das passende Paar gefunden ist. Hier hat der Käufer zusätzlich die Qual der Wahl: Zwischen weißen oder schwarzen Adaptern muss er sich entscheiden, wobei beide Farben ausgezeichnet mit dem restlichen Design konvergieren. Die Ear-Plugs selber wurden mit einem anthrazitähnlichen Braun lackiert, was durch einen silberfarbenen Ring und das Herstellerlogo auf der Rückseite sowie schwarze Kunststoffelemente akzentuiert wird. Doch das edle Design wird erst durch das Kabel vollendet: Dieses ist nicht schwarz oder weiß, wie das eines herkömmlichen Kopfhörers, es ist silberfarben hervorgehoben, was durch kleine, hell-graue Schuppen unterhalb der transparenten Gummierung ermöglicht wird. Diese erinnern an die Optik eines Duschschlauches oder eines flexiblen Rohrs aus dem Sanitärbereich. In Verbindung mit der eleganten Farbe des restlichen In-Ear-Kopfhörers macht dies einen extravaganten, aber dennoch edlen Eindruck. Angeschlossen werden die Aureol Fidelity via 3,5-mm-Stereoklinke, welche um 90° angewinkelt ist. Auch hier ist ein kleines Herstellerlogo zu erkennen.

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Soundqualität & Handhabung

Ist einmal das richtige Paar Ohradapter gefunden, zeichnen sich die Aureol Fidelity durch angenehmen und stabilen Sitz aus. Trotz der länglicheren Form und des schwereren Gewichts, beispielsweise im Vergleich zum Aureol Groove, sitzt auch beim neuen Modell alles an seinem Platz. Selbst bei Bewegung, wie beispielsweise beim Joggen oder Fahrradfahren, hält der Hersteller, was er verspricht: Komfort. Müssen die In-Ears einmal abgenommen werden, können Sie im beigelegten Transport-Case sicher verstaut werden. Hier finden auch Ersatz-Silikonadapter ihren Platz. Auch wer im Flugzeug verreist, kann dank einem mitgelierten Zwischenstück, auf die Standard-Kopfhörer einer jeden Maschine verzichten. Professionellen Nutzern, welche oft im Studio verweilen, können dank eines Audioadapters ebenfalls den vollen HD-Klang ausschöpfen.

Der Klang ist dank der In-Ear-Technologie sehr klar, was nicht zuletzt durch die Isolierung der Umweltgeräusche bedingt ist. Aber auch der Neodym-Magnet im HD-Treiber sorgt für einen kristallklaren Sound. Um diesen jedoch noch einmal hervorzuheben, sind auch die Bässe des Aureol Fidelity eher von sekundärer Natur: Hier genießen die Höhen oberste Priorität, so viel ist klar. Aufgrund der maximalen Höhenwiedergabe spielt der Bass, welcher das Fundament vieler modernen, aber auch klassischen Musik-Genres bildet, eindeutig die zweite Geige, wodurch wir ein wenig Punktabzug geben müssen. Hier hätten wir ein wenig mehr Kraft erwartet, vor allem im Vergleich mit dem Groove- oder gar Melody-Modell derselben Serie. Alles in allem lässt sich festhalten, dass der Sound sehr klar definiert, aber leider nicht basslastig genug ist, um die gängigen Musikstücke wiederzugeben. Der Sound wird zwar in vollem Umfang, sogar in High-Definition, jedoch nicht in optimaler Ausführung abgespielt.

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Fazit

Das Fazit ist ein wenig von Enttäuschung geprägt. Bei den Teufel Aureol Fidelity handelt es sich zwar um sehr edle, extravagante Kopfhörer, welche sich hauptsächlich durch kristallklare Höhen auszeichnen, jedoch fällt die Bassleistung bei diesem Modell eindeutig in den Hintergrund. Wem dies kein Entscheidungskriterium ist, der sollte sich die HD-In-Ears einmal genauer anschauen, da nicht zuletzt der Lieferumfang und die Verarbeitung diesen Preis rechtfertigen. Jedoch können wir die Aureol Fidelity beispielsweise für das Studio empfehlen, wo das Hauptaugenmerk bei der Stimmenwiedergabe liegt. Bass-Fanatikern sei allerdings zu anderen Produkten, wie beispielsweise den Teufel Aureol Melody, geraten.

Pro

  • Design
  • Verarbeitung
  • Handhabung
  • Lieferumfang

Contra

  • Bass-Wiedergabe

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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