Test: Teufel Airy Bluetooth-Kopfhörer

Gelungener Einstieg der Berliner in den Bluetooth-Kopfhörer-Markt

Geschrieben von Niklas Ludwig am 24.11.2014.

Teufel Airy Startbild

Kabelsalat ade! Der Teufel Airy Bluetooth-Kopfhörer kommt komplett ohne Kabel aus und soll dank aptX-Codec Musik in CD-Qualität bieten. Hinzu kommt laut Hersteller eine Akkulaufzeit von 20 Stunden. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Die Auflösung gibt es in unserem Test.

 

 

 

Technische Daten

Lautsprecher

Nennimpedanz

32 Ohm

 

Frequenzbereich von/bis

20 – 19.500 Hz

 

Sonstiges

Magnet Neodym

 

Treiber

40-mm-Linear-HD

Anschlüsse

NFC

Ja

 

3,5-mm-Klinke

1x

 

USB 2.0

1x

 

Bluetooth

4.0 mit aptX

Elektronik

Standby-Funktion

Ja

     
 

Akku-Typ

Lithium-Ionen

 

Akku-Betriebsdauer

20 h

 

Akku-Ladedauer

3,5 h (max)

Kabel

Kabellänge

1,38 m

 

Sonstiges

Anschluss: 3,5 mm Stereo-Miniklinke mit Mikrofonanschluss

Abmessungen

Gewicht

150 g

Lieferumfang

  • Teufel Airy Kopfhörer
  • USB-Kabel
  • 3,5-mm-Klinkenkabel
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Das von uns getestete Modell ist mattanthrazit lackiert. Akzente setzen das weiße Bügelband aus Silikon sowie zwei weiße Ringe am inneren Ende der Ohrmuschel zwischen den Ohrpolstern. Die Ohrpolster bestehen aus Kunstleder und lassen sich wie das Bügelband austauschen. Der Airy bringt gerade einmal 150 Gramm auf die Waage, was sich besonders beim Tragen positiv bemerkbar macht. Der Kopfhörer sitzt bequem, die Ohrpolster liegen angenehm auf dem Ohr auf und drücken selbst bei längerer Tragezeit nur minimal, aber nie unangenehm. Außengeräusche werden gut gedämpft, aber auch nicht vollständig eliminiert.

Teufel Airy - Produktansicht Teufel Airy - Ohrmuschel

Das Design des Airy fällt recht minimalistisch aus. Die Ohrpolster sind aus Kunstleder

Während das geringe Gewicht dem Tragekomfort zugutekommt, macht es sich hinsichtlich der Wertigkeit negativ bemerkbar. Der Airy scheint komplett aus Kunststoff zu bestehen, sogar der innere, und pro Seite in sechs Stufen verstellbare, Bügel scheint aus Kunststoff zu sein. Davon abgesehen wirkt die Verarbeitung gelungen, wir konnten keine sichtbaren Makel feststellen. Eine Ohrmuschel beherbergt einen NFC-Chip und den Akku, während auf der anderen Seite alle Bedienelemente untergebracht sind. Neben den Bedienelementen hat Teufel zudem einen Mikro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus und einen Klinkenanschluss in die Ohrmuschel integriert. Auf diese gehen wir im Abschnitt „Eigenschaften & Klang“ genauer ein.

Eigenschaften & Klang

Wer ein Smartphone mit NFC-Chip sein eigen nennt, muss den Airy nur mit der entsprechenden Ohrmuschel an sein Smartphone halten, schon nimmt der Kopfhörer die Verbindung auf. Ansonsten kann der Airy wie gewohnt über die normale Bluetooth-Suche gefunden und gekoppelt werden.

Teufel Airy - Bügel Teufel Airy - Bedienfeld

Alle Bedienelemente finden sich am Kopfhörer

Sollte der Fall eintreten, dass der Kopfhörer zu lange von der Steckdose entfernt war und der Akku leer ist, kann ein mitgeliefertes Klinkenkabel verwendet werden. Allerdings funktionieren die bereits angesprochenen Bedienelemente fortan nicht mehr. Diese setzen sich aus folgenden Tasten zusammen:

  • Einschalt-/Wiedergabetaste: Schaltet den Airy bei langem Drücken ein oder aus. Wird die Taste nur kurz betätigt, pausiert oder startet sie die Wiedergabe. Bei einem eingehenden Anruf kann dieser durch kurzes drücken angenommen werden beziehungsweise nach Beendigung des Gespräches aufgelegt werden. Das Ablehnen eines Anrufes funktioniert ebenfalls. Dazu muss die Taste für eine Sekunde lang gedrückt werden.
  • Lautstärkerad: Hierrüber kann die Lautstärke geregelt werden. Für unser Gefühl hätte die Rasterung jedoch etwas knackiger ausfallen können, um ein besseres Gefühl der Lautstärkeveränderung zu erhalten. Zudem erhöht sich die Lautstärke in sehr kleinen Schritten, was zur Folge hat, dass das Rädchen sehr häufig gedreht werden muss, um eine signifikante Lautstärkeveränderung zu erreichen.
  • Vorwärts-Taste: Wie der Name es bereits impliziert, kann mit dieser Taste zum nächsten Titel gesprungen werden.
  • Zurück-Taste: springt bei kurzer Betätigung zum Anfang des Liedes. Zweifaches drücken springt zum vorherigen Titel.

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Der Akku – dem geht so schnell nicht die Puste aus

Der Tag auf der Arbeit war stressig, da gibt es nichts schöneres, als auf dem Nachhauseweg seine Lieblingslieder zu hören. Doch dann das: An der besten Stelle des Liedes verstummt die Musik – der Akku hat den Geist aufgegeben. Dieses Szenario sollte beim Teufel Airy nicht so schnell eintreten. 20 Stunden Laufzeit sind laut Teufel bei normaler Lautstärke drin. Wir erreichten bei voller Ladung etwas mehr als 16 Stunden Laufzeit, was immer noch ein sehr guter Wert ist. Zudem wird unsere Lautstärke von der des Teufel Testlabors abweichen und war auch nicht immer konstant.

Der Klang – teuflisch stark

Guter Tragekomfort und eine einfache Bedienung sind also gewährleistet. Doch letztendlich kauft man sich einen Kopfhörer, um Musik genießen zu können. Daher waren wir besonders auf die Klangqualität gespannt. Ist die Übertragung über Bluetooth 4.0 im Zusammenspiel mit dem aptX-Codec wirklich konkurrenzfähig gegenüber der klassischen Kabelvariante? Unser klangliches Fazit: Ja, ist sie! Teufel-typisch fällt zuerst der wuchtige Bass auf, der sehr präsent ist, ohne Mitten und Höhen in den Hintergrund zu drängen. Gerade die Mitten wirken sehr präsent und werden durch die klaren Höhen abgerundet. Kurz gesagt: Es macht einfach Spaß mit dem Teufel Airy Musik zu hören. Seine knackige und stimmige Abstimmung zaubert einem das ein oder andere Lächeln aufs Gesicht.

Fazit

Der Teufel Airy wird seinem Namen gleich in mehrfacher Hinsicht gerecht. So empfängt er Musik quasi über den Luftweg und durch sein geringes Gewicht merkt man den Kopfhörer kaum beim Tragen – ganz so als würde einen nur Luft umgeben. Ein guter Halt ist trotzdem, und auch bei sportlichen Aktivitäten, gewährleistet. Negativ bemerkbar macht sich das geringe Gewicht nur hinsichtlich der Wertigkeit, die durch den hohen Kunststoffanteil verbesserungswürdig ist, was sich aber nicht auf die Verarbeitungsqualität auswirkt. Des Weiteren vereint der Kopfhörer guten Klang bei langen Laufzeiten und lässt einem auch in Ernstfall nicht im Stich, vorausgesetzt das Klinkenkabel wurde nicht daheim vergessen. Gut gelungen ist die Unterbringung der Bedienelemente auf der Ohrmuschel. Nächstes Lied? Einfach kurz die Hand ans Ohr gehalten, das Smartphone kann in der Tasche bleiben. Schade nur, dass die Bedienelemente bei Verwendung des Klinkenkabels außer Gefecht gesetzt werden. Teufel ist der Einstieg in den Markt der Bluetooth-Kopfhörer sehr gut gelungen und mit 149,99 Euro liegt der Airy in einer Preisregion, bei der wir eine Empfehlung aussprechen.

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Pro

Contra

  • guter Klang
 
  •  geringes Gewicht…
  •  …welches dem hohen Kunststoffanteil geschuldet ist
  • austauschbare Ohrpolster & Bügelband
  • wirkt durch hohen Kunststoffanteil wenig hochwertig
  • auch ohne Akku über Klinkenanschluss nutzbar…
  • …wodurch sich die Bedientasten nicht mehr nutzen lassen
  • Wiedergabe direkt am Kopfhörer steuerbar….
  • ….Lautstärkerad könnte besser gerastert sein
  • ausdauernder Akku
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

Kommentare (5)

  • Rene

    |

    Hallo, könnten Sie mal testen ob die Kopfhörer sich mit der ps4
    verbinden lassen ?
    Danke im Voraus

    Mfg

    Antworten

    • Niklas Ludwig

      Niklas Ludwig

      |

      Hallo,

      das würden wir gerne, doch leider besitzt niemand in der Redaktion eine entsprechende Konsole.

      Viele Grüße
      Niklas

      Antworten

    • xlwolf

      |

      am 17.01.2016 ist immer noch keine Verbindung möglich.

      Antworten

  • xlwolf

    |

    Nachtrag es scheint sich hierbei aber um eine Ignoranz Sonys zu handeln.

    Antworten

  • Niklas Ludwig

    Niklas Ludwig

    |

    Hallo Jan,

    wir habden den Teufel Airy unter dem Gesichtspunkt getestet, dass er primär für den mobilen Einsatz mit Smartphone und MP3-Player konzipiert ist, weshalb wir nicht die Verbindung mit Spielekonsolen getestet haben. Es ist natürlich schade, dass eine Verbindung mit der PlayStation 4 nicht möglich ist. Ob der Fehler jetzt bei Teufel, oder wie xlwolf kommentiert hat, bei Sony zu suchen ist, wissen wir leider nicht.

    Viele Grüße
    Niklas

    Antworten

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