Test: EpicGear Thunderouz Gaming-Headset

Perfekt zum Musikhören und Zocken dank zweier Klangmodi?

Geschrieben von Robin Cromberg am 25.04.2016.

EpicGear Thunderouz Startbild

Das EpicGear Thunderouz bietet unter anderem eine bunte LED-Beleuchtung und zwei verschiedene Klangmodi. Wie sich diese Features in der Praxis schlagen, zeigen wir euch in diesem Test.

Technische Daten

MaterialPolster: Kunstleder; Bügel: Aluminium
Audiotreiber50 mm
Frequenzbereich20 Hz – 20 kHz
Impedanzkeine Angabe
Empfindlichkeitkeine Angabe
Verbindung3,5-mm-Klinke, USB
Mikrofontypunidirektional, beweglicher Galgen
Mikrofonfrequenz100 Hz – 10 kHz
Kabellänge3 m
Besondere Featureswechselnde LED-Beleuchtung, Soundmodi (Game und Musik)
Gewicht~ 370 g
Preis 89,90 Euro

Lieferumfang

  • EpicGear Thunderouz
  • Schnellstartanleitung

Design & Eigenschaften

Das EpicGear Thunderouz ist ganz in Schwarz gehalten und verwendet ein automatisches Bügeldesign, bei dem sich die Kopfhörereinstellung selbst dem Kopf anpasst. Der Nachteil bei diesem Design ist, dass sich das Headset nicht enger stellen lässt und es für den einen oder anderen zu locker sitzen könnte. Dafür werden die dicken Kunstleder-Polster der Ohrmuscheln fest auf unsere Ohren gedrückt und schotten diese gut von Außengeräuschen ab, ohne dabei unbequem zu sitzen.

EpicGear Thunderouz - DraufsichtEpicGear Thunderouz - Mikrofon ausgeklappt

Der Bügel des EpicGear Thunderouz passt sich automatisch dem Kopf an und liegt dank der gut gepolsterten Ohrmuscheln angenehm auf

Das zackige Design der äußeren Ohrmuscheln erinnert grob an die Felgen eines Sportwagens, dahinter liegt ein perforiertes Meshgitter. Verbinden wir das Thunderouz per USB-Anschluss mit dem PC, leuchten die farbigen LEDs hinter diesem Meshgitter in verschiedenen Farben, die wir per Tippen auf einen Touch-Sensor wechseln können, auf. Das drei Meter lange, neonorange-schwarz-gesleevte Kabel ist etwa mittig mit einer größeren Kunststoffkonsole bestückt, über die wir das Mikrofon muten, die Lautstärke regeln und zwischen den Modi „Game“ und „Musik“ wechseln können. Das unidirektionale Mikrofon sitzt auf einem langen Mikrofonarm, der ausklappbar und flexibel einstellbar ist. An der Verarbeitung des Headsets gibt es nichts zu bemängeln.

Klangqualität

Die Klangqualität des EpicGear Thunderouz enttäuscht leider ein wenig, zumindest im musikalischen Aspekt. Die Tieftöner dominieren das Klangbild, fallen aber ihrerseits eher dumpf aus. So erscheint der „Musik“-Modus fast ironisch, da die Musikwiedergabe selbst über unsere handelsüblichen In-Ear-Kopfhörer des Smartphones überzeugender wirkt.

EpicGear Thunderouz - LED-BeleuchtungEpicGear Thunderouz - Kabelfernbedienung
Die Ohrmuscheln sind beleuchtet und können farblich angepasst werden (li). Über die Fernbedienung kann zwischen zwei Klangmodi gewählt werden (re).

Die Höhen gehen im Wummern der Bässe unter und kommen nicht recht zur Geltung. Im Spiel fällt dies nicht weiter schlimm auf, hier sind überbetonte Bässe immerhin Standard. Schießereien und über unseren Kopf hinwegrauschende Flugzeugdüsen wirken atmosphärisch, Explosionen könnten hingegen ein wenig mehr Wucht vertragen.

Fazit

Das EpicGear Thunderouz kann die Erwartungen, die uns beim Aufsetzen des sehr bequemen Headsets und angesichts der optionalen Klangmodi aufkommen, nicht ganz erfüllen: Die Klangqualität kann im Spiel zwar überzeugen, doch anders als es der „Musik“-Modus vermuten lässt, kann der klassische Nachteil des Gaming-Headsets, die überbetonten Bässe beim Musikhören, nicht ausgeglichen werden. Stattdessen gehen die Höhen im dumpfen Wummern der Tieftöner unter. Hier hätte sich EpicGear vielleicht mehr auf das Wesentliche – den Klang – konzentrieren und dafür auf zusätzliche Gimmicks wie die LED-Beleuchtung verzichten sollen. Das EpicGear Thunderouz ist zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 89,90 Euro erhältlich.

ProContra
  • guter Gaming-Sound…
  • …schwache Musikwiedergabe trotz „Musik“-Modus
  • angenehmer Tragekomfort…
  • …keine manuelle Größeneinstellung
  • flexibler Mikrofonarm
 
  • Kabelfernbedienung
 

Tags:, ,

Trackback von deiner Website.

Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

Kommentieren

Alle Angaben OHNE Gewähr! Alle Produktbezeichnungen bzw. Herstellernamen sind Eigentum der jew. Firmen!
Allround-PC übernimmt keine Haftung für evtl. Schäden bzw. Informationen oder Links auf dieser Seite, bzw. der verlinkten Seiten!
© Allround-PC 2015 | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | Mediadaten