Test: LucidSound LS30

Gaming-Headset im Kopfhörer Gewand

Geschrieben von Niklas Schäfer am 07.11.2016.

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Das LucidSound LS30 ist ein kabelloses Gaming-Headset der etwas anderen Art. Durch sein edles Design und ein integriertes Mikrofon kann es problemlos unterwegs genutzt werden, ohne verwunderte Blicke auf sich zu ziehen. Ob der Klang dem hohen Preis gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.

Technische Daten

Material

Polster: Kunstleder; Bügel: Aluminium, Kunststoff

Audiotreiber

50 mm

Frequenzbereich

20 Hz – 20 kHz

Impedanz

32 Ohm

Empfindlichkeit

97 +/-3 dB

Verbindung

3,5-mm-Klinke,

Mikrofontyp

unidirektional, Rauschunterdrückung, beweglicher Galgen

Mikrofonfrequenz

100 Hz – 10 kHz

Funkreichweite

bis zu 9 m

Akkulaufzeit

bis zu 15 Stunden

Kabellänge

1,80 m

Besondere Features

Equalizer-Modi, Mikrofon-Mute-Button, Lautstärkerad, abnehmbares Mikrofon

Gewicht

335 g

Preis

~150 Euro

Lieferumfang

  • LucidSound LS-30 Headset
  • Bluetooth-Empfänger
  • 2x Kabel 3,5mm-Klinke auf 3,5mm-Klinke
  • USB aus Mini-USB Ladekabel

Design & Verarbeitung

LucidSound hat mit dem LS30 ein kabelloses Headset herausgebracht, welches nicht nur fürs Spielen, sondern auch für den Gebrauch im Alltag konzipiert ist. Daher hat der Hersteller beim Design Wert auf ein schickes, aber unauffälliges Äußeres gelegt. Mit dem silbernen Bügel, der aus Aluminium gefertigt worden ist und den weichen Polstern mit Kunstlederbezügen macht das LS30 einen hochwertigen Eindruck. Wer es auch unterwegs nutzen möchte, kann sicher sein, dass er oder sie nicht mit skeptischen Blicken konfrontiert wird, denn seine Gaming-Herkunft weiß das Headset gekonnt zu kaschieren.

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Die großen Polster machen einen hochwertigen Eindruck und gewährleisten einen hohen Komfort.

Die beiden Ohrmuscheln verfügen über jeweils einen 50-mm-Treiber und umschließen das Ohr komplett, sodass Geräusche von außen gut abgeschirmt werden. Außen an den Ohrmuscheln finden wir verschiedene Knöpfe und Regler vor. An der linken Seite befindet sich der An-/Ausschalter, ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Headsets und zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen. In die eine Buchse kann ein optionales Mikrofon gesteckt werden, während die andere beispielsweise unterwegs mit dem Smartphone genutzt werden kann. Außen an der Ohrmuschel befindet sich der sogenannte „Game-Mute“-Knopf, mit dem wir die Wiedergabe unterbrechen können. Außerdem kann der Pegel des Mikrofons angepasst werden, indem der äußere Ring gedreht wird.

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Wer auf das optionale Mikrofon verzichtet, kann auf ein integriertes Mikrofon zurückgreifen.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Knopf, der bei Betätigung zwischen drei vorgefertigten Equalizer-Modi wechselt. Darunter fallen eine ausgewogene Einstellung und jeweils ein Modus, der entweder die Höhen oder die Bässe hervorhebt. Des Weiteren kann an der Ohrmuschel das Mikrofon stummgeschaltet oder die Systemlautstärke angepasst werden. Uns hätte es ein wenig besser gefallen, wenn die beiden großen Mute-Buttons außen an den Ohrmuscheln getauscht worden wären, weil die Lautstärkeregelung und die Stummschaltung der jeweiligen Audiogeräte damit auf einer Seite gelegen hätten. Die vorliegende Belegung der Tasten und Lautstärkeräder erweist sich als relativ gewöhnungsbedürftig.

Eigenschaften & Klangqualität

Das LucidSound LS30 ist ein ohrumschließendes Headset und sorgt dafür, dass Umgebungsgeräusche gut abgeschirmt werden. Einerseits eignet es sich damit natürlich perfekt für Gamer, weil auch feinste Geräusche nicht untergehen. Andererseits erweist es sich als nützlich, wenn man unterwegs ist, und nichts von dem Lärm um sich herum mitbekommen möchte.

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Mit den Drehreglern und den Knöpfen an den beiden Ohrmuscheln können die Pegel des Mikrofons sowie der Lautsprecher angepasst werden.

Die Lautstärkeregelung direkt am Headset geht sehr leicht von der Hand, weil die stufenlosen Ringe außen an den Ohrmuscheln einen gewissen Widerstand haben, sodass wir die Pegel punktgenau konfigurieren können. Auch die Knöpfe zur Stummschaltung haben einen klaren Druckpunkt. In Sachen Klangqualität kommt das LucidSound LS30 sehr gut weg. Die 50-Millimeter-Treiber liefern sowohl klare Höhen als auch kraftvolle, aber keineswegs überladene Bässe ab. Insgesamt ist der Klang recht ausgewogen und verfügt über eine leichte Räumlichkeit, obwohl es sich nur um ein Stereo-Headset handelt. Durch die drei Equalizer-Modi ist es sehr gut möglich, den Klang für die jeweilige Anwendung anzupassen. So haben wir bei elektronischer Musik oder Spiel-Szenen, in denen Gefechte stattgefunden haben, eher den Bass-Modus gewählt. Für Szenen, in denen es um filigranere Töne geht, hat sich die Einstellung mit den verstärken Höhen als nützlich erwiesen. Für unseren persönlichen Geschmack waren die hohen Töne in diesem Modus jedoch ein bisschen zu stark betont.

Gaming-Headset daheim, Kopfhörer für unterwegs

Die meisten Headsets sind in der Regel weniger für den Alltag zu gebrauchen, weil sich das integrierte Mikrofon oft als störend erweist. LucidSound hat dieses Problem so gelöst, dass sowohl ein internes Mikrofon als auch ein optionales Mikrofon an einem Galgen genutzt werden können. Die Tonqualität des internen Mikrofons kommt natürlich nicht an die des optionalen heran, ist aber noch immer als gut zu bewerten. Damit sich ein Headset auch „Gaming-Headset“ nennen darf, muss es über lange Zeit bequem getragen werden können – Das LucidSound LS30 erfüllt dieses Kriterium. Durch die weichen Polster am Bügel und an den Ohrmuscheln drückt es nur in den ersten Minuten minimal. Der Hersteller vertraut bei diesem Gaming-Headset auf Kunstlederbezüge, welche häufig zu einer schnellen Wärmeentwicklung führen. Zwar ist beim LS30 auch eine minimale Erwärmung festzustellen, wenn es länger getragen wird, als störend erweist sich diese jedoch kaum.

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Das LucidSound LS30 weiß mit seinem edlen Design zu Gefallen.

Da es sich hierbei um ein kabelloses Headset handelt, kommt es ohnehin mit weniger Einschränkungen daher. Dadurch, dass wir an keine Kabellänge gebunden sind, könne wir uns deutlich freier bewegen. Für den Fall, dass wir den Bürostuhl kurz verlassen müssen, ist es also nicht nötig, das Headset abzulegen. Leider ist das Headset nur kabellos, wenn es mit der USB-Soundkarte benutzt wird. Da diese unterwegs nicht einfach mit dem Smartphone verbunden werden kann, müssen wir unterwegs zum mitgelieferten Kabel greifen.

Fazit

Insgesamt hat uns das LucidSound LS30 sehr gut gefallen, da es neben einem guten Tragekomfort auch mit einem guten Klang inklusive dreier unterschiedlicher Equalizer-Modi punkten kann. Durch die Knöpfe und Drehregler können wir die Pegel von Kopfhörer und Mikrofon problemlos anpassen, wobei die Anordnung der Knöpfe anfangs gewöhnungsbedürftig war. Durch das edle, schlichte Design und das integrierte Mikrofon eignet  sich das Headset auch ideal als Kopfhörer für unterwegs – dann allerdings nur kabelgebunden. Für Gamer, die ihre Peripherie universell nutzen möchten, sollte das LucidSound LS30 also auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Auch wenn der recht hohe Preis von rund 150 Euro erst abschrecken könnte, erweist sich der Klang ab der ersten Benutzung als sehr gut für sämtliche Anwendungsbereiche.

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Pro Contra
  • kabelloser Betrieb…
  • … nur mit USB-Soundkarte
  • schlichtes Design
  • verwirrende Anordnung der Knöpfe und Drehregler
  • hoher Tragekomfort
 
  • 3 Equalizer-Modi
 
  • integriertes Mikrofon
 

 

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