EKL V8 im Test - der etwas andere Kühler im V8-Design

Nach unserem Kühler Round Up im April haben wir uns in diesem Test den EKL V8 Kühler einmal näher angesehen. Der Hersteller EKL, der sich im Office-Bereich einen Namen gemacht hat, will nun mit diesem Produkt den Sprung in den Retail-Markt schaffen. Ob der EKL V8 Kühler das hält, was der Hersteller verspricht, erfahren Sie im folgenden Bericht.
Model zugelassen für Sockel Preis
EKL V8 478, 754, 775, 939, 940 69,00 Euro

EKL V8

U/min 500 - 2200
Lüftergröße 110 x 110 x 25
CFM 10,65 - 46,85
dBA < 20 - 28
Größe 117 x 158 x 134mm
Material Alu + Kupfer, ca. 650g
Zugelassen für Sockel 478, 754, 775, 939, 940

Der EKL V8 Kühler ist sowohl für AMD als auch Intel Prozessoren zugelassen. Entsprechendes Montagematerial und ein Fancontroller befindet sich im Lieferumfang. Mit dessen Hilfe ist es möglich die Drehgeschwindigkeit des Lüfters zu regulieren. Es ergeben sich zwei Möglichkeiten den Controller im PC zu befestigten: Zum einen kann man diesen, integriert in einer 3,5" Blende, in einen dafür vorgesehnen Slot einbauen. Zum anderen ist es aber auch möglich den Fancontroller in eine Slotblende zu fixieren, die dann im hinteren Teil des PCs ihren Platz findet. Der User kann also selbst entscheiden, welche Platzierung die für ihn komfortabelste darstellt.

Natürlich darf auch eine Anleitung nicht fehlen. EKL liefert eine bunt, bebilderte Anleitung in englischer Sprache mit. Leider sind die Bilder teilweise zu klein, um wirklich sehen zu können, wie ein Arbeitsschritt vollzogen werden soll. In Absprache mit dem Hersteller wird es jedoch die Anleitung mit großen Bildern auf der extra für den Kühler eingerichteten Website zum Download geben.

Auch eine kleine Tube goldene Wärmeleitpaste befindet sich im Lieferumfang.

Wie der Name schon verrät, ist der aus Aluminium und Kupfer (verzinkt) gefertigte Kühler einem V8 Motor nachempfunden. Die Ziffer 8 bezieht sich in dem Fall auf die jeweils vier Heatpiperöhrchen auf jeder Seite. Diese sind V-förmig mit der Grundplatte des Kühler verbunden. Mit einem kleinen Abstand zur Bodenplatte wurden um die Röhrchen herum feine Kühllamellen angeordnet. Somit wird die Kühloberfläche vergrößert und soll einen besseren Kühleffekt erzielen.
Von der Mitte der Grundplatte ausgehend, verlaufen ebenfalls zahlreiche Kühllamellen. Trotz der Maße von 117x158x134mm, bringt der EKLV V8 nur ein Gewicht von etwa 650 Gramm auf die Waage.
Die Verarbeitung des Passivkühlkörpers ist sehr gut. Es gibt keine scharfen Kanten oder Unebenheiten. Des Weiteren lässt sich der Kühlkörper passend auf dem entsprechenden Sockel installieren.
Mit Unterstützung der Anleitung, die leider in einigen Fällen nicht die nötigen Informationen preis gibt, die benötigt werden, ist es dennoch schnell möglich den Kühler zu installieren. Alle Teile passen auf Anhieb. Auch die Schrauben lassen sich ohne Mühe festigen.
Als kleiner Hacken erweist sich jedoch die Haltekonstruktion, die auf der Rückweite befestigt werden muss, damit die Schrauben von der Vorderseite festgezogen werden können. Und zwar handelt es sich bei diesem Modell um keine Platte, die auf der Rückseite des Boards befestigt wird, sondern um vier kleine Gewinde mit einem Tellerrand, die dank eines Klebestreifens am Board fixiert werden. Diese Verbindung hält auch tadellos bei der Montage, jedoch wird bei der Demontage der Nachteil ersichtlich. Die angesprochenen Gewinde können nur mit hohen Druck und unter Zuhilfenahme eines Schraubenziehers gelöst werden. Es besteht dabei die Gefahr, dass man mit dem Werkzeug abrutscht und somit die Platine beschädigt. Hier sollte der Hersteller ggf. eine "echte" Platte mitliefern, die sich dann einfacher lösen lässt.
Aufgrund der Größe kann es auch zu Problemen mit Northbridge-Kühlern kommen. Eine Installation des Kühlers ist dann nur möglich, wenn man den Northbridge-Kühler entfernt, was im übrigen nicht anzuraten ist, oder wenn man ein schmaleres Passivelement als Northbridge-Kühler verwendet. Eine Kompatibilitätsliste gibt leider nicht.

Die Bodenplatte und die Heatpipe-Röhrchen bestehen aus verzinktem Kupfer.
Kleine LEDs auf dem Kühlkörper sorgen für eine tolle Beleuchtung.
Die Grundplatte wurde plan geschliffen. Die Plastikkonstruktion wird über den Passivkühlkörper gestülpt.

Der größer Lüfter arbeiten zwischen 500-2200 Umdrehungen pro Minute.

Da der EKL V8 nicht nur aus einem passiven Kühlkörper besteht, sondern auch einen aktiven Teil besitzt, um die erwärmte Luft abzuführen, wird auf den großen Passivblock eine Plastikhaube mit Lüfter übergestülpt. Diese Konstruktion erzeugt eine Art Tunnel, durch die die Luft gezielt an den Lammellen vorbei abgeführt werden kann. Die erwärmten Lamellen können durch diesen Effekt die Wärme an die Luft abgeben.
Ein großer 110x110x25mm Lüfter sorgt dabei für den optimalen Luftstrom. Die Arbeitsgeschwindigkeit kann zwischen 500 und 2200 Umdrehungen pro Minute mit Hilfe des Fancontrollers eingestellt werden. Dabei erzeugt der Lüfter mit niedriger Drehzahl einen Lärmpegel von weniger als 20dBA. Erhöht man jedoch die Geschwindigkeit auf maximale Auslastung so wird der Lüfter mit ca. 28dBA hörbar.
Der Rahmen des Lüfters besitzt zudem diverse Lüftungsschlitze, damit noch mehr Luft angesaugt werden kann.

In Verbindung mit den LEDs ergibt sich ein toller Leuchteffekt. Der gesamte Lufttunnel inkl. dem Lüfter erstrahlen in einem hellem Blau. Dies dürfte besonders Modding-Fans freuen, da dieser Kühler schon einen Blick wert ist.

Folgende Werte konnten wir anhand unseres Testsystems ermitteln:

CPU
Intel Pentium 4 3,2GHz, 3,6GHz Sockel 775
Mainboard
ABIT AG8
RAM
GSkill 2x512MB PC4000 CL2,5
Grafikkarte
XFX GeForce 6600GT
HDD
Samsung 80GB 7200U/min 8MB S-ATA
Netzteil
Silverstone 460Watt
Umgebungs. Temp.
~ 21°C
Gehäuse
CooerMaster WaveMaster

Temperaturen von getesteten Sockel 775 Kühlern in °C

Prescott 3,2GHz/3,6GHz IDLE 3,2GHz
silent / laut
IDLE 3,6GHz
silent / laut
MAX 3,2GHz
silent / laut
MAX 3,6GHz
silent / laut
Titan Vanessa L-Type 33,0 32,5 35,5 33,5 47,5 44,5 53,0 48,5
Scythe Kamaboko Z 36,0 31,0 37,5 32,0 56,5 45,5 62,0 48,0
TTIC NPH-775-1 laut 33,0 34,0 49,5 52,0
TTIC NPH-775-1 silent 36,5 37,5 59,0 64,5
AeroCool GT-1000 34,0 35,5 53,5 55,0
Silverstone Nitrogon SST-NT01 43,0 48,5 68,0 > 70,0
Speeze EE507B7 ChillMax 34,5 36,0 54,0 56,5
Nexus PHT-7750 33,5 35,0 50,5 52,0
EKL V8 36,0 34,0 37,5 36,5 55,5 47,0 65,0 52,5

Fazit

Insgesamt bietet der EKL V8 Kühler eine gute Kühlleistung. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln und auch das Design findet schnell Gefallen. Unterstützt durch blaue LEDs wird sogar ein Leuchteffekt erzeugt, der diesen Kühler zu einem echten Hingucker macht. Abstriche muss man jedoch bei der Kompatibilität zum Mainboard machen, hier kann es aufgrund der Maße des Kühlers, zu Problemen kommen kann. Auch die nicht ganz eindeutige Anleitung sollte mit größeren Bildern überarbeitet werden. Dennoch ist es dem Hersteller gelungen ein gutes Produkt zu einem akzeptablen Preis auf den Markt zu bringen.

Pro

  • gute Verarbeitung

  • Design

  • Heatpipe-Technologie

  • einfache Montage

  • Leuchteffekt

Contra

  • Anleitung könnte besser sein

  • kann zu Problemen mit NB-Kühlern kommen

  • Demontage der Gewinde

Zu einem Preis von 69,95€ können Sie den EKL V8 zum Bsp. hier kaufen.
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