OCZ Tempest und SilverStone Nitrogon NT06 im Test
SilverStone Nitrogon NT06
Technische Daten (Herstellerangaben)
| U/min | 800 - 2400 |
| Lüftergröße | 120 x 120 x 32 mm |
| CFM | max. 107 |
| Lautstärke | 21 - 42,2 |
| Größe | 125 x 111 x 148 mm |
| Material | Kupfer + Alu ca. 570 |
| Zugelassen für Sockel | 754, 939, AM2, 478 und 775 |
Unser nächster Kandidat ist der Nitrogon NT06 von SilverStone.
Auch dieses Modell lässt sich auf alle gängigen Sockel installieren
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Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten dem OCZ Tempest, ist der Passivkühlkörper des Nitrogon deutlich größer dimensioniert. So kommt auf der Auflagefläche ein großer 120mm Lüfter zum Einsatz.
Damit der Kühler nicht exorbitant schwer wird, verwendet der Hersteller Kupfer und Aluminium. Dabei wurden die Bodenplatte und die Heatpiperöhrchen aus Kupfer gefertigt. Die Lammellen hingegen bestehen aus leichtem Aluminium. So bringt der Nitrogon NT06 ein Gesamtgewicht von ca. 670 Gramm auf die Waage.
Der SilverStone Kühler aus zwei Hauptelementen. Zum eine wäre da die Bodenplatte zu nennen von der aus insgesamt drei aus Kupfer gefertigte Heatpiperöhrchen ihren Weg ein Stockwerk höher zu den Aluminiumlammellen bahnen. Zwischen Bodenplatte und Lamellen besteht also ein ca. 5cm großer Abstand. Auf der Bodenplatte selbst hat SilverStone einen zusätzlichen schwarzen Passivkühlkörper befestigt, der zur Kühlung beitragen soll.
Insgesamt stimmt auch bei diesem Modell die Verarbeitungsqualität. Scharfe Kanten suchen wir vergeblich. Die Bodenplatte wurde ebenfalls sehr glatt geschliffen.
Damit die empfindlichen Lamellen nicht beschädigt werden, sind die durch einen schwarzen Rahmen geschützt. Auf dem Rahmen wurde zudem noch die Produktbezeichnung und das Herstellerlogo verewigt.
Ebenfalls wie beim OCZ-Kühler werden seitlich an der Bodenplatte die entsprechenden Halterungen montiert, die von Sockel zu Sockel unterschiedlich sind. Eine Isolierungsfolie schützt vor dem Aufliegen und dem evtl. Kurzschließen von Mainboardkomponenten mit dem Kühler. Im Bereich der Schrauben muss sie jedoch entfernt werden. Da aber die Schraubenköpfe im festen Zustand die selbe Höhe aufweisen, wie die Halterung selbst, muss die Folie an dieser Stelle wieder erneuert werden. Silverstone liefert jedoch keinen zweiten Satz an Folien mit aus.
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| In Sachen Verarbeitung gibt es beim Nitrogon NT06 nichts zu bemängeln. | |
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| Der große 120mm Lüfter soll für ordentlich Frischluft sorgen. |
Der 120 x 120 x 32mm große Lüfter wird auf dem bereits erwähnten schwarzen Metallrahmen geschraubt. Auffällig sind seine großen weißen Lüfterblätter. Dank der mitgelieferten Lüftersteuerung kann der Lüfter zwischen 800 und 2400 Umdrehungen pro Minute reguliert werden. Dabei soll er laut Herstellerangaben einen Geräuschpegel von 21- 42,2dBA vorweisen.
Das entsprechende Potiometer wurde bereits in eine Slotblende verpflanzt und kann somit nur vom hinteren Teil des Rechners aus gedreht werden.
Über den 4poligen Stromstecker wird der Lüfter mit Energie versorgt. Damit aber auch die aktuelle Umdrehungsgeschwindigkeit ausgelesen werden kann, ist zudem ein Kabel zur Signalübertragung vorzufinden, das einfach auf einen freien Port auf dem Mainboard gesteckt wird.
Auch beim Nitrogon NT06 ist ein Mainboardausbau notwenig. So benötigten wir insgesamt 14 Minuten. Erschwerend kam hinzu, dass die vier großen Thumbscrews, die den Lüfter mit der Backplate verbinden und somit den Anpressdruck erzeugen, nur sehr schwer drehen ließen. Personen mit besonders "dicken" Fingern werden da ihre Probleme haben. Unbedingt ist zu beachten, dass auch hier die Schrauben nur handfest angezogen werden.
Bei der Justierung des Lüfters traten jedoch Probleme auf. So konnten wir den Lüfter zwar mit ca. 800 Umdrehungen betreiben, drehte man den Regler zu weit nach links (links = minimal / rechts 0 maximal) quittierte der Lüfter seinen Dienst. Die Spannung war also zu gering. Hier sollte der Hersteller das Potiometer dringend anpassen, da ein deaktivierter Lüfter bei Nichtbeachtung gerade bei älteren Systemen fatale Folgen haben kann.
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Im Zusammenspiel mit dem Potiometer erreichten wir sehr gute Kühlergebnisse. Dabei wurde aber nicht nur die CPU gekühlt. Aufgrund der Platzierung der Lamellen, und des Lüfters werden umliegendes Mainboardkomponenten automatisch mitgekühlt. Gerade beim Overclocking werden die umliegenden Komponenten sehr warm und können somit für Instabilitäten des Systems im übertakteten Zustand verantwortlich sein.
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| Nicht nur der Prozessor sondern auch umliegende Komponenten werden gekühlt. | |
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Die universelle Backplate hält den Kühler auf dem Mainboard.
Fazit
Der SilverStone Nitrogon NT06 verlässt unser Testscenter und hinterlässt gemischte Ansichten. So überzeugte zum einen die sehr gute Verarbeitungsqualität und zum anderen auch die Tatsache, dass nicht nur der Prozessor selbst, sondern auch die umliegenden Komponenten auf dem Mainboard mitgekühlt werden. Jedoch ärgerte etwas die schwierige Installation der Thumbscrews und auch das Potiometer, dass je nach Einstellung die Stromzufuhr so verringerte, dass der Lüfter seinen Dienst quittierte.
Zu einem Preis von knapp 45,- Euro gibt es den Nitrgon NT06 bereits zu kaufen.
Pro
-
sehr gute Verarbeitung
-
Heatpipe-Technologie
-
Lüftersteuerung
-
Kühlung von umliegenden Mainboardkomponenten
-
Preis-/Leistung
Contra
-
Probleme mit Potiometer - Lüfter geht aus
-
nur ein Satz Isolierungs-Aufkleber vorhanden
-
schwierige Fixierung der Thumbscrews
Folgende Werte konnten wir anhand unseres Testsystems ermitteln:
| CPU | Intel Pentium D 830, 800MHz, 2MB, Dual-Core |
| Mainboard | Gigabyte GA-8I955X Pro Chaintech VNF4 Ultra (nur für Montagezwecke) |
| RAM | Corsair 2x512MB PC8000 DDR2 |
| Grafikkarte | XFX GeForce 6600GT |
| HDD | Samsung 80GB 7200U/min 8MB S-ATA |
| Netzteil | Silverstone 700Watt |
| Umgebungs Temp. | ~ 21°C |
| Gehäuse | CoolerMaster WaveMaster |
Um eine 100%ige CPU Auslastung zu erreichen, verwendeten wir neben dem Seti Programm noch den Burn-In Modus von SiSoft Sandra.
Testdauer: > 6Std. (jew. unter IDLE, unter Volllast)
Die Temperaturen wurden mit Hilfe der Mainboardsensoren und der dazugehörigen Software ausgelesen.
Temperaturen von getesteten Sockel 775 Kühlern in °C
| Intel Pentium D Prescott 3,0GHz/3,6GHz* @ 1,375V | IDLE 3,0GHz | IDLE 3,6GHz | MAX 3,0GHz | MAX 3,6GHz |
| Noctua NH-U9 | 34,5 | 38,5 | 58,0 | 65,5 |
| Noctua NH-U12 | 34,5 | 37,0 | 56,5 | 62,5 |
| Sharkoon Red Shock mit 80mm | 38,5 | 44,0 | 68,0 | > 70,0 |
| Sharkoon Red Shock mit 120mm | 50,5 | 58,5 | > 70,0 | > 70,0 |
| Spire SP507B7-S Spider Cool | 37,0 | 39,5 | 59,5 | 67,0 |
| Arctic Cooling Freezer 7 Pro | 33,5 | 36,0 | 56,0 | 63,0 |
| Thermaltake SilentWater 1300 U/min | 31,5 | 34,0 | 51,0 | 56,5 |
| Thermaltake SilentWater 2400 U/min | 28,0 | 31,5 | 42,5 | 48,0 |
| Akuatek Extreme FS92 <2800 U/min* | 35,5 | 42,5 | 60,5 | 65,0 |
| Akuatek Extreme FS92 28 | 30,0 | 39,5 | 58,5 | 63,5 |
| CoolerMaster Hyper L3 <2800 U/min* | 37,5 | 39,5 | 58,5 | 63,5 |
| CoolerMaster Hyper L3 2800 U/min | 34,0 | 36,5 | 56,5 | 61,0 |
| Thermaltake MiniTyphoon <3000 U/min* | 42,0 | 45,5 | 68,0 | > 70,0 |
| Thermaltake MiniTyphoon 3000 U/min | 37,5 | 41,0 | 68,0 | > 70,0 |
| Verax helado 3000 U/min | 33,0 | 35,5 | 55,0 | 62,5 |
| Verax helado <3000 U/min | 35,5 | 36,5 | 60,5 | 66,0 |
| Scythe 1500 U/min | 30,5 | 35,0 | 52,0 | 58,5 |
| Scythe 1100 U/min | 36,0 | 42,5 | 54,5 | 61,5 |
| Titan TTC-NK34TZ 2200 U/min | 36,5 | 38,5 | 57,0 | 61,5 |
| Zaward Square ZCJ002 2400 U/min | 32,5 | 34,5 | 57,5 | 60,5 |
| Zaward Square ZCJ002 1200 U/min | 35,0 | 38,5 | 64,0 | > 70,0 |
| Zaward Quattro ZCJ001 3000 U/min | 33,5 | 36,0 | 59,0 | 62,5 |
| Zaward Quattro ZCJ001 1200 U/min | 37,0 | 41,0 | 65,5 | > 70,0 |
| Titan TTC-NP04TZ 1500 U/min | 26,0 | 27,5 | 41,0 | 46,0 |
| SilverStone Nitrogon NT06 800 U/min | 38,0 | 40,5 | 55,5 | 63,0 |
| SilverStone Nitrogon NT06 2400 U/min | 34,5 | 39,0 | 49,5 | 56,5 |
| OCZ Tempest 2500 U/min | 37,5 | 39,5 | 54,0 | 61,0 |
* Lüftersteuerung (Mainboard) aktiviert































