Titan Amanda CPU-Cooler im Test

Ohne einen vernünftigen CPU-Kühler ist ein Betrieb eines Computers bzw. eines Prozessors gerade bei sehr hohen Temperaturen, wie wir sie bis vor kurzem erlebten, so zu sagen lebenswichtig. Nur sollen diese Kühler zum einen gut kühlen, aber zum anderen nicht durch eine erhöhte Geräuschkulisse auffallen.

Einen besonderen Kühler hat der Hersteller Titan mit dem Amanda Cooler TTC-NP04TZ vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen CPU-Kühler, der neben der Heatpipetechnologie auch ein Peltier-Element spendiert bekommen hat. Ob der fast 80,- teure Kühler sein Geld wert ist, erfahren Sie im folgendem Review.


Titan TTC-NP04TZ

Technische Daten (Herstellerangaben)

U/min 1500
Lüftergröße 92 x 92 x 32 mm
CFM k.A.
Lautstärke < 20 dBA
Größe 92 x 122 x 160
Material Alu + Kupfer (Boden + Röhrchen) ca. 1035g
Zugelassen für Sockel 775


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Auspacken des Kühlers ist man zunächst nicht sicher, ob es sich dabei wirklich um eine Verpackung für einen Kühler oder die eines Mainboards handelt. Es werden zahlreiche Komponenten mitgeliefert, die den Betrieb des Kühlers erst möglich machen. Nachfolgend eine kurze Auflistung der Teile:

  • 1x Wärmeleitpaste

  • 1x Anleitung

  • 1x Stromkabel

  • 1x Stromkabel für das Peltierelement

  • 1x Stromkabel für die Lüfter

  • 2x Fixierungskabel für den Kühler

  • 1x Backplate und Schrauben

  • 1x PCI-Controller-Karte


Diese Sicherungsseile sollten zusätzlich installiert werden, damit das ganze Gewicht nicht allein auf dem Mainboard lastet.
In diesem kleinen Karton werden die Kabel und das Montagematerial geliefert.

 

 

Der monströse Kühler bringt ein stolzes Gewicht von über einen Kilogramm auf die Waage. Der Hersteller hat sich diesem Problem angenommen und liefert zwei Seile mit, mit denen der Kühler zusätzlich über das Gehäuse gehalten werden kann.
Der Titan Amanda Cooler besteht aus einer Kombination von Kupfer und Aluminium. Die Lamellen wurden dabei aus dem leichten Material gefertigt. Die Grundplatte und die Heatpiperöhrchen bestehen hingegen aus Kupfer, wurden jedoch mit einer speziellen Legierung überzogen, sodass sie silbern schimmern.
Von der Grundplatte ausgehend, verlaufen insgesamt acht Heatpiperöhrchen hinauf in die zwei großen Passivkühlkörper. Zwischen Grundplatte und Kühlkörper sind mehr als 3cm Platz, sodass es mit Kondensatoren, die rund um den Sockel verteilt liegen, keine Probleme geben sollte.
Die Bodenplatte wurde plan geschliffen, sodass man sich in ihr fast spiegeln kann. Da sich dieser Kühler nur auf Intel-Systeme mit dem Sockel 775 installieren lässt, ist eine entsprechende Haltevorrichtung bereits am Kühler angebracht. Unmittelbar über der Kupferplatte ist das bereits erwähnte Peltierelement vorzufinden. Der Hersteller Titan spricht von einem 40x40mm großen thermoelektronischen Chip.
Das Prinzip der Peltierelemente ist ganz einfach. Unter zu Hilfenahme von Strom wird durch physikalische Prozesse eine Seite des Elements sehr warm und die andere Seite sehr kalt. Diesen Effekt macht sich Titan zu nutze. Die auf der Grundplatte aufliegende Seite wird kalt. Die entstehende Hitze der anderen Seite wird durch die acht Röhrchen hinauf zu den Lamellen transportiert. Dort sorgen insgesamt zwei 92mm Lüfter für Abkühlung.
Bereits frühere Versuche Peltierelemente in CPU-Kühlern zu integrieren scheiterte zum einen an der geringen Kühlleistung, der riesigen Wärmeentwicklung des Peltierelements, der Kondensatbildung und dem hohen Preis.
Titan hat es jedoch geschafft die Probleme zu beseitigen. Die große Abwärme von Prozessor und Peltierelement wird mit Hilfe des Passivkühlkörpers in Verbindung mit beiden Lüftern optimal abtransportiert, wie anhand der folgenden Tabelle mit den Messergebnissen deutlich werden sollte.
Eine Kondensatbildung konnten wir nicht feststellen, auch nicht nach mehrstündigen Betrieb, sodass für den PC keine Gefahr ausgehen sollte.
Nebeneffekt neben der großen Wärmeentwicklung ist auch der hohe Strombedarf von etwa 50 Watt. So verbrauchte unser Testsystem statt der üblichen 160 Watt im Idle Modus 221 Watt.

Weitere Informationen zum Peltierelement gibt bei den Kollegen von Wikipedia.

Die Installation des Kühlers ist sehr aufwendig. Zuerst muss das Mainboard komplett ausgebaut werden. Anschließend muss man das Board samt Prozessor auf der Rückseite mit dem unten liegenden Kühler richtig positionieren, um dann die mitgelieferte Backplate samt Schrauben befestigen zu können. Anschließend dreht man das Konstrukt wieder herum und baut das Mainboard wieder ein. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Schrauben nur Handfest und an jedem Punkt gleich stark angezogen werden. Ansonsten kann es passieren, dass sich das Mainboard im Bereich des Sockels verbiegt. Ein Ausfall wäre die Folge.

Geschützt werden die Lamellen durch Blech, das zudem mit schicken Motiven versehen wurde.
Der stattliche Kühler ist über 1kg schwer. Gummipuffer sollen Vibrationen vermeiden.

Wie bereits erwähnt sorgen zwei 92mm Lüfter für den Abtransport der warmen Luft und die Kühlung der Lamellen. Dabei transportiert der fordere Lüfter die Luft in Richtung des Zweiten. Dieser gibt die Luft nach außen ab. Somit sollte der Kühler auch so installiert werden, dass ein Ausgang des Gehäuses ggf. auch mit Gehäuselüfter direkt gegenüber zum zweiten Lüfter zur Verfügung steht. Andernfalls könnte sich ein Hitzestau im PC bilden.
Die Lüfter arbeiten konstant mit 1500 Umdrehungen pro Minute und sind mit ca. 20dBA nur schwach wahrnehmbar.

 

 


 


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