HDD-Cooler: TTC-HD90 von Titan im Test
Jeder möchte ein leises und vor allem ein gut gekühltes System haben. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass der Prozessor und die Grafikkarte, die meist die wärmsten Komponenten sind, von einer effektiven Kühlung versorgt werden.
Wenn man noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann zusätzlich die Festplatte gekühlt werden. Festplatten gehören auch zu den Geräten im Computer, die teilweise viel Wärme produzieren. Im folgenden Review testen wir einen HDD-Cooler von Titan.
Im Lieferpaket enthalten sind:
- HDD-Cooler (zweiteilig)
- Schraubensatz (10xSchrauben)
- Anleitung
Das Testsystem:
| CPU |
AMD Athlon 64 X2 4400+ (2200 MHz) |
| Mainboard | Asus A8N SLI-Premium |
| RAM | OCZ DDR-400 2x 1 GB |
| HDD | Seagate 160 GB IDE 7200U/min Maxtor 300 GB SATA II 7200U/min |
| Netzteil | BeQuiet! DarkPower Pro 530Watt |
| Umgebungstemperatur | ~ 17°C |
Durchgeführter Benchmark:
- HD Tune 2.54
ErrorScan (FullScan) - Zeit: 30 Minuten
Konstruktion:
Der TTC-HD90 von Titan wurde auf die RTNV-Features (Reduced Temperature Noise Vibration), Reduzierung der Temperatur sowie der Vibrationen, ausgelegt. Um einen einfachen Einbau der Festplatte zu ermöglichen ist der TTC-HD90 zweigeteilt. Der obere und der untere Kühlkörper besitzen jeweils an der Auflagefläche zwei große Wärmeleitpads. An den Innenseiten befinden sich zudem die Absorptionsauflagen. Das Design des Kühlkörpers wurde schlicht gehalten, durch das auffallende Gerippe aber auf Wärmeleitfähigkeit getrimmt. Farblich ist der TTC-HD90 nur im Alulook erhältlich. Sehr erfreulich ist, dass die Entwickler auf eine einfache Montage hingearbeitet haben. Diese erfolgt in nur sieben Schritten. Nach dem Einbau der Festplatte muss ein 5,25" Laufwerksfach für das Konstrukt aus Kühler und Festplatte verwendet werden.
Einsatz:
„Running faster is the systems’s job – Keeping them cooler is our Business“ so lautet der Slogan auf der Verpackung von Titan, ob dies wirklich der Fall ist und das RTNV gut umgesetzt wurde sehen Sie in der folgenden Tabelle.
Die Festplatte befindet sich ohne und mit Kühlkörper jeweils 30 Minuten lang im Defragmentationsmodus, somit ermöglichen wir permanente Auslastung der Festplatten. Die Testumgebung hatte zum Messzeitpunkt etwa 17°C, weshalb die Komponenten an sich etwas kühler sind als bei normaler Zimmertemperatur (22°C-23°C). Die Temperaturen wurden mit dem Programm „HD Tune 2.54“ ausgelesen.
Bei dem Standardverfahren, ohne den Kühlkörper, erreichten wir eine Höchsttemperatur von 38°C bei der SATA Platte sowie 34°C mit der IDE. Diese Temperaturen sind im Normbereich einer Festplatte.
Der Einsatz des TTC-HD90 überraschte auf ganzer Linie. Der Spitzenwert von 27°C bzw. 30°C wurde in den knapp 1,5 Stunden nicht überschritten. Somit konnte das Gerät von Titan nachweislich die Temperatur um bis zu 8°C senken, was ein äußerst erfreuliches Ergebnis ist.
Da die eingesetzten Festplatten von Natur aus schon sehr leise (Lautstärke/Vibration) sind, konnte keine „deutliche“ Verringerung der Geräusche festgestellt werden. Jedoch ist auch aufgefallen, dass das Gehäuse des TTC-HD90 nicht ganz die Vibrationen der Festplatte dämmen konnte, weil das Gerät an sich doch leichte Vibrationsrückmeldungen abgab.
Fazit
Wer noch einen freien 5,25“ Laufwerksschacht besitzt, kann ohne größere Bedenken diese Kühlvariante nutzen. Die Methode des RTNVs wurde zu 85% umgesetzt. Die Konstruktion des Coolers ermöglichte eine erhebliche Senkung der Temperatur. Des Weiteren war die Reduzierung von Vibrationen nicht so erfolgreich. Nichts desto trotz für PC-User, die gerne eine kühle Festplatten haben möchten, ist der TTC-HD90 eine gute Wahl. Der Titan TTC-HD90 ist momentan bei geizhalz.at mit stolzen 64,- Euro gelistet. Deshalb ist der HDD-Cooler nicht für den kleinen Geldbeutel geeignet.

Pro
-
Design
-
Kühleigenschaften
-
einfache Installation
Contra
-
Preis
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