Revoltec "Freeze Tower" CPU-Kühler im Test

Ein vernünftiger CPU-Kühler ist beim Betrieb eines Computers bzw. eines Prozessors, besonders bei sehr hohen Raumtemperaturen, „lebenswichtig." Zum einen sollen diese Kühler viel leisten, aber zum anderen auch nicht durch eine erhöhte Geräuschkulisse auffallen.

In diesem Review haben wir uns das neuste Modell aus dem Hause Revoltec angesehen: den Freeze Tower.

 




 

Technische Daten (Herstellerangaben)



U/min 2000 / 3500
Lüftergröße 80 x 80 x 15 mm
CFM 23.4 - 41 CFM / 39.73 - 69.62 m³/h
Lautstärke 18 / 28 dBA
Größe k.A.
Material Kupfer + Alu ca. 460g
Zugelassen für Sockel 754/939/940/AM2/775


 

Lieferumfang


Zum Lieferumfang gehört das für alle gängigen Sockel nötige Montagematerial und eine kurze Einbauanleitung. Zudem wird auch eine Tube Wärmeleitpaste mitgeliefert.


  Auch eine Tube Wärmeleitpaste befindet sich im Lieferumfang.


Design und Eigenschaften


Der Revoltec Freeze Tower besteht aus sowohl Aluminium- als auch Kupferelementen. Heatpiperöhrchen und Grundplatte bestehen aus Kupfer. Die Kühllamellen hingegen wurden aus leichterem Aluminium gefertigt, sodass der Cooler nur ein Gesamtgewicht von etwa 460g auf die Waage bringt.
Zur optischen Aufwertung hat der Hersteller der obersten Kühllamelle einen schicken Kunststoffdeckel verpasst, in dem sich ein Kippschalter befindet. Mit diesem kann man zwischen dem Silent- und Overclocking-Mode wechseln. Doch dazu später mehr.
Von der sehr sauber und plan geschliffenen Bodenplatte ausgehend, verlaufen insgesamt vier 8mm dicke Heatpiperöhrchen hinauf zu den Alu-Lamellen und enden im Deckel.
Insgesamt wurde der Freeze Tower sehr sauber verarbeitet. Die Bodenplatte weißt keinerlei Unebenheiten auf und auch die Aluminium-Fins besitzen nur kaum Kanten, die man als scharf bezeichnen könnte, trotz ihrer geringen Dicke.
Der ovale Passivkühlkörper beherbergt in der Mitte den 80 x 80 x 15 mm großen Lüfter. Dieser arbeitet, je nach Auswahl des jeweiligen Modus, den man mit dem schon oben erwähnten Kippschalter bestimmt, im Silent-Mode mit 2000 und im Overclocking-Mode mit 3500 Umdrehungen pro Minute. Nachteilig ist hier jedoch, dass das Gehäuse geöffnet werden muss, um den Mode des Lüfters zu ändern. Eine externe Verlegung dieser Funktion per PCI-Blende wäre wünschenswerter. Je nach ausgewähltem „Programm“ ist der Lüfter entweder kaum zu hören oder deutlich wahrzunehmen. Revoltec beziffert die Lautstärke bei 18 dBA im Silent- und mit 28 dBA im Overclocking-Mode.
Über den 3-Pin Anschlusskabel, das je nach Lage des Mainboard-Ports zu kurz sein kann, wird der Lüfter mit Strom versorgt.

 


  Eine Schutzfolie soll den Kühler vor Beschädigung beim Transport schützen.
Die Verarbeitungsqualität ist durchweg sehr gut.  
Mit diesem Schalter kann der Lüfter reguliert werden.  


 

Installation


Dank der Anleitung, die mit hilfreichen Bildern versehen ist, lässt sich der Kühler schnell auf dem Prozessor installieren. Entsprechende Wärmeleitpaste wird natürlich extra in einer kleinen Tube mitgeliefert.
In unserem Fall erfolgte die Montage auf einem Sockel 775 System. Die Schrauben zur Fixierung ließen sich einfach befestigen und auch nur bis zu einem bestimmten Punkt festziehen. Federn verhindern dabei eine zu starke Fixierung.
Bei der Installation sollte drauf geachtet werden, dass der Luftstrom des Lüfters in Richtung der Gehäuserückseite läuft, so kann die erwärmte Luft direkt durch einen evtl. vorhandenen Gehäuselüfter etc. nach außen transportiert werden.
Aufgrund des großzügigen Spielraums zwischen Bodenplatte und erster Kühllamelle sollte es auf keinem Mainboard Probleme bei der Installation geben.

 

Als Testsystem kam folgendes zum Einsatz:


CPU

Intel Core 2Duo E 6400 - 2,13GHz, 2MB, 1,315V 1066 MHz FSB und übertaktet auf 2,80GHz bei 1,335V

VGA

mad-moxx GeForce 7800GTX 256MB

Mainboard Gigabyte GA-965-DQ6
RAM G.Skill F2-6400CL4D-2GBJS
HDD Hitachi, 80GB, 7200 U/Min, SATA II
Netzteil Silverstone 750Watt


 

Um eine 100%ige CPU Auslastung zu erreichen, verwendeten wir neben dem Seti Programm noch den Burn-In Modus von SiSoft Sandra.
Testdauer: > 6Std. (jew. unter IDLE, unter Volllast).
Die Temperaturen wurden über die Mainboardsensoren gemessen.

 

Temperaturen in °C (Silent-Mode)
weniger = besser

 

 


Temperaturen in °C (Overclock-Mode)
weniger = besser

 


 

Zum Vergleich die Temperaturen eines Standardkühlers.

Temperaturen in °C
weniger = besser

 

 


Selbst bei Vollauslastung des Prozessors (Overclock-Mode) im übertakteten Zustand kletterte die Temperatur nicht über 41 Grad. Im IDLE-Zustand fiel das Thermometer sogar unter die 30 Grad Marke. Es wird deutlich, dass der Kühler einen großen Spielraum beim Übertakten des Prozessors bietet.




Fazit


Der Revoltec Freeze Tower ist ein sehr guter Kühler, der sich deutlich gegenüber dem Standard-Kühler behaupten konnte. Selbst im übertakteten Zustand des Prozessors stiegen die Temperaturen nicht über 45 Grad. Somit wird deutlich, dass sich dieses Modell auch für noch stärkere CPUs eignet ist. Praktisch ist zudem der Wechsel des Modus von Silent zu Overclock oder umgekehrt. Leider muss dazu das System geöffnet werden. Auch hätte das Stromkabel ein paar Zentimeter länger sein können.
Ebenfalls positiv fiel die Verarbeitungsqualität und die Lautstärke im Silent-Mode ins Auge. Im Overclock-Mode wird der Lüfter jedoch deutlich hörbar.



Pro

  • Verarbeitung

  • Kühlleistung

  • Lieferumfang

  • einfache Installation


Contra

  • Kabellänge (Stromkabel)

  • PC muss zum wechseln des Modus geöffnet werden

 


Durchschnitt: 4 (3 Stimmen)