Get Freezed! - Neun aktuelle CPU-Cooler im Test

Scythe Ninja Mini


Der Name Scythe darf in einem Kühler-Roundup natürlich nicht fehlen. So hat uns der Kühlerspezialist auch gleich mit "Ninja Mini" bestückt, wobei dieses nur das erste von zwei Scythe Produkten im Test ist. Der Ninja Mini ist der einzige Kühler im Test, der standardmäßig auf einen 80mm-Lüfter zurückgreift, was aufgrund seiner geringen Größe nicht weiter verwunderlich ist.

 

 

Lieferumfang

  • Montagematerial
  • Wärmeleitpaste
  • Anleitung
  • 80mm-Lüfter

 

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Technische Daten (laut Hersteller)

Lüftergröße 80*80*25 mm
Gewicht (g) 580
Maße 110x110x115 mm
U/min 2300
Material Kuperbasis / -heatpipes, Aluminiumfins
Sockel 478, 754, 775, AM2, 939, 940
Lautstärke 24,4 db(A)

 

Design und Eigenschaften

Wie der Name "Ninja mini" schon vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Kühler um eine geschrumpfte Version des Scythe Ninja Coolers. Der Ninja mini ist mit seiner Höhe von nur 11,5 cm optimal für den Einbau in einen HTPC geeignet, da die meisten anderen CPU-Kühler zu hoch für Barebonesysteme sind.

Auch bei diesem Produkt setzt man auf die Heatpipetechnik. So kommen gleich sechs Heatpipes zum Einsatz, die mit ihren zwölf Enden auf der Oberseite des Aluminiumkühlkörpers mit schicken Sechskantschrauben bedeckt sind. Schaut man von oben auf den Kühler so erkennt man, dass die einzelnen Lagen (insgesamt 17 Stück), welche die Aluminiumlamellen bilden, in Form eines Kreuzes zurecht geschnitten sind.
Die Heatplane besteht aus zwei Teilen: Der Auflagefläche für den Prozessor und einem weiteren kleinen passiven Kühler, der fast bis an die Alumniumfins heran reicht. Zwischen diesen beiden "Schichten" treffen sich die sechs Heatpipes und nehmen somit die Wärme von der CPU auf. Des Weiteren bietet der Ninja mini die Möglichkeit an jeder Seite einen 80-mm Lüfter zu befestigen bzw. einen Lüfter nach Belieben auszurichten. Scythe liefert eine Halterung für den 80mm-Lüfter sowie eine Halterung für einen optionalen 92mm Lüfter mit.
Die Verarbeitung des Kühlers ist durchweg gut und auch die vernickelte Bodenplatte ist beim ersten Auspacken noch komplett ohne Kratzer, was sich allerdings sehr schnell ändert, wenn man bei der Montage keine Samthandschuhe trägt.

 

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Montage

Die Montage des kleinen Kampfmeisters erfolgt bei jedem Sockel mit dem Standardsystem des Herstellers, was bedeutet, dass in unserem Fall die Pushpins von Intel zum Einsatz kommen. Zwar bleibt dem User ein Ausbau des Mainboards bei einem Kühlerwechsel somit erspart, allerdings muss man darauf achten, dass der Ninja mini dank seiner geringen Höhe nicht in Kollision mit anderen, umliegende Chipsatzkühlern kommt. Die Möglichkeit den Lüfter an jeder Seite anzubringen kann hier schon Abhilfe schaffen. Bei der Montage selber wird das entsprechende Montagesystem einfach mit vier Schrauben von unten an den Kühler geschraubt und dann, wie in der Anleitung beschrieben, auf das Mainboard bzw. die CPU gesetzt. Die Anleitung enthält auch einen deutschsprachigen Teil, sodass auch unerfahrene Nutzer ihr Glück versuchen können. Das Erreichen der Pushpins ist bei besagten Komplikationen mit dem Mainboard nicht ganz so einfach, aber dennoch machbar. Zum Lösen der Pins wird ein langer Schraubendreher benötigt, der durch die Lamellen zu den Pins geführt werden muss.

 

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Fazit

Der Ninja mini ist an Qualität und Funktionsumfang gemessen ein ganz normales Scythe Produkt auf höchstem Niveau. Die geringe Größe dürfte dem ein oder anderen HTPC-Besitzer ein Ende des Kopfzerbrechens über einen neuen CPU-Kühler bereiten. Die Möglichkeit den Lüfter beliebig zu plazieren macht den Kühler um so interessanter, da dadurch nicht nur Inkompatibilitäten auf Mainboards ausgestochen werden können, sondern eine freie Optimierung des Luftstroms zu realisieren ist. Angesichts seiner geringen Ausmaße ist der kleine Ninja auch im Bereich der Kühlleistung ein eher großer. So schafft er es in unserem Benchmarks zwar nur auf die hinteren Plätze, was verglichen mit der Konkurrenz aber nicht anders zu erwarten war. Immerhin nähert er sich dem OCZ Vendetta im Idle-Betrieb mit gefährlichen zwei Grad Abstand, im Lastzustand vergrößert sich der Vorsprung des OCZ Kühlers gerade einmal um drei auf fünf Grad. Aber nicht nur die Leistung sondern auch die Geräuschentwicklung hält sich bei diesem Kühler bei maximaler Drehzahl auf einem guten Niveau. Das Gutes nicht gleich teuer sein muss, zeigt Scythe abermals. So gibt es den Ninja mini schon ab ca. 28,-€ beim Fachhändler zu kaufen.

 

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Pro

  • Kühlleistung
  • viele Sockel unterstützt
  • guter Lieferumfang
  • Anleitung gut verständlich
  • Verarbeitung
  • leiser Lüfter
  • Lüftemontagemöglichkeiten
  • Preis

Contra

  • Pushpins teils schwer zu erreichen
  • Heatplane zerkratzt sehr schnell


 

 


Durchschnitt: 3.7 (41 Stimmen)