Get Freezed! - Neun aktuelle CPU-Cooler im Test

Scythe Mugen
Der Hersteller Scythe schickt mit dem Mugen CPU-Cooler gleich einen zweiten Vertreter aus den eigenen Reihen zum Allround-PC Kühler Round-Up. Der Kühler setzt auf eine massive Konstruktion aus Aluminium und einen 120mm Lüfter. Ganz im Gegensatz zum Ninja mini richtet sich der Mugen eher an Highend-Systeme als an den HTPC.


 

Lieferumfang

  • Montagematerial
  • Wärmeleitpaste
  • Anleitung

 

IMG_7699.JPG IMG_7705.JPG
IMG_7698.JPG

 

Technische Daten (laut Hersteller)

Lüftergröße 120*120*25 mm
Gewicht (g) 930
Maße 125x116x160 mm
U/min 1200
Material Kuperbasis / -heatpipes, Aluminiumfins
Sockel 754, 775, AM2, 939, 940
Lautstärke 25 db(A)

 

Design und Eigenschaften

Der Kühler fällt sofort durch seine Größe und seine Masse auf. Mit 930 Gramm ist der Mugen der schwerste und auch massivste Kühler im ganzen Round-Up. So viel Masse lässt auf eine gute Kühlleistung hoffen, da die große Fläche an Lamellen viel Wärme aufnehmen und auch wieder abgeben kann.
Der Kühler besteht, wie die anderen Kandidaten auch, aus einem Kühlkörper aus Aluminiumlammelen. Dieser ist symmetrisch aufgebaut und erlaubt somit die Befestigung des Lüfters an allen vier Seiten, womit Inkompatibilitäten aufgrund der Größe des Kühlers aus dem Weg gegangen werden kann. Fünf Heatpipes verbinden die Heatplate mit dem Kühlkörper. Ein weiterer kleiner passiver Kühlkörper sitzt zudem direkt auf der Heatplate und hilft dabei die Wärme an die Luft abzugeben.
Wie auch beim Ninja mini sind die zehn Enden der Heatpipes oberhalb der Lamellen mit einer Schraube bedeckt, was auch hier einen sehr schicken Eindruck macht. Auf der Oberseite des Kühlers ist das Scythe Logo eingelassen und Kerben an jeder Seite des Kühlers erlauben die Montage des Lüfters.
Der Hersteller weist allerdings darauf hin, dass eine optimale Leistung nur erzielt werden kann, wenn der Lüfter an einer der Längsseiten platziert ist, da so eine größere Fläche an Lamellen von dem Luftstrom profitiert.
Die Verarbeitung des Kühlers ist in Ordnung, es sind dennoch scharfe Kanten an Lamellen und an dem zweiten Passiv-Kühlerkörper zu finden. Die Bodenplatte hingegen ist sehr gut verarbeitet und blank poliert. Man sollte aber darauf achten, dass die Montage vorsichtig durchgeführt wird, da das Kupfer sehr kratzanfällig scheint.

 

IMG_7700.JPG IMG_7702.JPG
IMG_7703.JPG IMG_7701.JPG

IMG_7704.JPG

 

Montage

Das Montagesystem an sich verspricht einen leichten Einbau des Kühlers. Scythe setzt auch bei diesem Kühler auf das Referenzbefestigungssystem aus dem Hause Intel. Konkret bedeutet das: Pushpin-Montage. Leider sind nach der Fixierung der richtigen Pushpin-Elemente am Kühler, die Pushpins nicht mehr von oben zugänglich, da der massive Kühlkörper diese unter sich begräbt. Ein Ausbau des Mainboards ist, trotz Intels Montagesystem, unumgänglich. Hätte Schythe hier einen passend langen Schraubendreher beigelegt, wäre die Montage um einiges leichter ausgefallen. So könnte es passieren, dass der ein oder andere Laie an der Installation scheitert.
Des Weiteren war uns denkbar unwohl den Pushpins von Intel das Gewicht von 930 Gramm Metall anzuvertrauen. Eine Verschraubungslösung wäre in diesem Fall nicht nur schöner, sondern auch deutlich sicherer gewesen.

 

Fazit

Mit dem Mugen fährt Scythe die größten Geschütze im gesamten Review auf. Der Kühler ist in Größe und Gewicht allen anderen überlegen. Die Verarbeitung des Kühlers ist in Ordnung, es gibt auch hier wieder scharfe Kanten, die potentielle Gefahrquellen beim Einbau darstellen. Das Design des Kühlers ist recht schlicht, der Mugen weiß auf Grund seiner Größer aber trotzdem den einen oder anderen Moddingfan zu überzeugen. Die Möglichkeit auch bei diesem Kühler den Lüfter von allen Seiten montieren zu können, gibt dem Nutzer zusätzlichen Spielraum und hilft dabei den Luftstrom anzupassen, ohne den Kühler ausbauen zu müssen – praktisch.
Leider ist die Montage nicht ganz so gut gelöst, wie der Rest des Kühlers. Die schwer zugänglichen Halterungen sorgen für einen Ausbau des Mainboards und ein paar nervenaufreibende Minuten.
Betrachtet man die Leistung des Kühlers, fällt auf, dass die Konkurrenz nicht geschlafen hat. Zwar sind die Ergebnisse der der Kühler erzielt gut, allerdings hätte man in Anbetracht seines Gewichtes mehr erwarten können. In unseren Benchmarks reiht sich der Scythe Mugen auf Platz drei (Idle) und vier (Load) ein. Allerdings ist der Kühler dank des langsam drehenden Lüfters recht leise.
Mit einem Preis von ca. 35,- € stellt der Scythe Mugen eine gute Alternative zu den teureren Kandidaten im Test dar. Er kann sich aber nicht gegen den Spitzenreiter von Zerotherm durchsetzten.

 

 

Pro

  • Kühlleistung
  • für alle Sockel
  • Preis

 


Contra

  • Montage kompliziert
  • schrafe Kanten
  • Pushpins teils schwer zu erreichen


Durchschnitt: 3.7 (41 Stimmen)