Thermalright Inferno FX-14 im Test

Auch wenn sich der Markt an aktiven CPU-Kühlern immer weiter an einem möglichst leisem Betriebsgeräusch bei akzeptabler Kühlleistung orientiert, so sind immer noch reine passive Kühllösungen die erste Wahl, wenn es darum geht einen lautlosen Computer aufzubauen.

Der „Inferno FX-14“ der Firma Thermalright ist so eine Lösung, die aber auch aktiv betrieben werden kann. Der Kühler ist eine Kombination aus zwei einzelnen passiven Kühlelementen, die den Prozessor von oben wie auch von unten kühlen sollen. Obwohl Platz für bis zu zwei 120 mm Lüfter ist, liefert man standardmäßig keinen Lüfter mit.
Lieferumfang

  • Montagematerial
  • Anleitung
  • zwei Kühler
  • Wärmeleitpaste
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Lüftergröße Bis zu 2 x 120 mm
Gewicht Hauptkühler 790g / Backside Kühler 130g
Maße Hauptkühler 147 x 122 x 158 mm / BS Kühler 135 x 165 x 113 mm
U/min -
Material Aluminium/Kupfer
Sockel Intel LGA 775 / AMD AM2
Lautstärke 0 dB(a) (da kein Kühler)*

*Wir verwendeten für unseren Test einen 120mm Lüfter aus dem Hause Scythe der mit 800 U/min arbeitete und ca. 8,7 dB(a) laut ist.


Design und Verarbeitung

Wie schon in der Einleitung erwähnt handelt es sich bei diesem Produkt viel weniger um einen einzigen CPU-Kühler, als um ein Kühler-Set, bestehend aus zwei einzelnen Passivelementen. Der eigentliche Prozessorkühler, der oberhalb des Mainboards ganz normal auf der CPU sitzt hat umfangreiche Ausmaße. Er besteht aus zwei Kühlelementen, die aus Aluminiumlamellen zusammengesetzt sind. Diese Elemente sind mit jeweils vier Heatpipes an die Heatplane angebunden und geben so die Wärme der CPU an die Luft ab. An diesen beiden Elementen lassen sich bis zu zwei 120 mm Lüfter befestigen. Dies geschieht, wie bei den meisten aktuellen Aktivkühlern, durch spezielle Metallklammern.
Der zweite Teil des Gesamtkühlers besteht aus einer speziellen Back-Heatsink, die den Prozessor von unten kühlen soll und somit hinter dem Mainboard verläuft. Hierzu kommen zwei schmale Heatpipes zum Einsatz, die flach genug sind, unter dem Mainboard zu liegen. Diese enden dann in einem weiteren passiven Kühlkörper, der an einer Kante des Mainboards hervorguckt. Die Verarbeitung beider Kühler ist gut gelungen, vereinzelnd sind spitze Ecke vorzufinden. Die Auflagefläche des großen Kühlers ist fast komplett plan geschliffen.
Montage
Die Installation der Kühler ist recht aufwendig und dauerte bei unserem Aufbau länger als zehn Minuten, was für eine Kühlermontage schon ein recht hohes Zeitaufkommen ist. Zudem muss das Mainboard aufgrund der Back-Heatsink ausgebaut werden. Zwar liefert Thermalright eine Anleitung mit, diese ist aber komplett auf englisch und teilweise nicht wirklich eindeutig.
Nach dem Mainboardausbau wird zu erst die Back-Heatsink von unten mit der mitgelieferten Backplane befestigt. Damit die Backplane den rückwärtigen Kühler auch halten kann, wird diese von oben mit zwei Metallbrücken fixiert, die auch gleichzeitig die Halterung für den CPU-Kühler darstellen.
Im Rechten Winkel zu diesen Brücken, presst eine weitere Metallschiene, die an beiden Enden mit zwei Federschrauben versehen ist, den Kühlkörper auf den Prozessor. Die Schrauben ermöglichen eine feine Justierung, allerdings muss dazu der mitgelieferte Schraubenschlüssel verwendet werden. Generell ist die Montage dieses Kühlersets besser mit zwei Personen zu bewerkstelligen, da man alleine schnell an die Grenzen des machbaren kommt – immerhin hat  der Mensch nur zwei Hände. Allerdings hatten wir trotzt der Baugröße des oberen Kühlers keinerlei Platzprobleme in unserem Tower.
Leistungstest

Der Kühler wurde neben seiner Verarbeitung und seinem Lieferumfang sowie Montageeigenschaften selbstverständlich hinsichtlich der Leistung überprüft. Während des Test war das System nicht in ein Computergehäuse eingebaut und die jeweiligen Lüfter wurden durchgehend mit 12 Volt Spannung versorgt. Alle automatischen Lüftersteuerungen wurden deaktiviert.

 

Als Testsystem kam folgende Hardware zum Einsatz:

CPU

Intel Core 2 Duo E6550 - 2,33GHz @ 2,80 GHz, 4MB, 1333 MHz FSB, Standard Voltage

VGA

HIS Radeon HD 2900 XT, 512MB, PCI-Express

Mainboard ASUS P5E3 Delux, X38
RAM 2x1024MB DDR3 OCZ Platinum - 8-8-8-27 bei 1,9V
HDD 80GB Hitachi Deskstar HDS7280880PLA380 SATA2, 8MB, 7200 U/min
Netzteil Enermax Infinity 650Watt

 

Um eine 100%ige CPU Auslastung zu erreichen, verwendeten wir neben dem Seti Programm noch den Burn-In Modus von SiSoft Sandra. Testdauer: > 6Std. (jew. unter IDLE, unter Volllast). Die Temperaturen wurden über die Mainboardsensoren gemessen.
 IFX-14  Load  45°C
 IFX-14  Idle  29°C
 Intel Boxed Cooler  Load  54°C
 Intel boxed Cooler  Idle

35°C

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Fazit
Thermalright platziert seine „Inferno Heatpipe“ mit einem aktuellen Straßenpreis von knapp 55€ eher im oberen Preissegment der Kühler. Zwar geht das in Anbetracht der Verarbeitungsqualität und dem Lieferumfang voll in Ordnung, allerdings ist die Montage dieses Kühlboliden eine echte Herausforderung. Hier würden wir Computeranfängern empfehlen, sich Hilfe zu organisieren oder sich anderweitig auf dem Kühlermarkt umzusehen. Keine Frage: Die beiden passiven Kühltower bieten ein einmaliges Design, was auch den Modding-Fan freuen dürfte. Die Kühlleistung ist angesichts des verwendeten, extrem langsam drehenden Lüfters und dem damit verbundenen "Ultra-Silent"-Geräuschpegel, als befriedigend bis gut zu bezeichnen. Schade ist, dass kein einziger Lüfter mitgeliefert wird. Zwar kann man so selber bestimmen, welche Art von Lüfter man einsetzen möchte (Silent, hohe Förderleistung etc.), selbstverständlich ist dies aber wieder mit Mehrkosten verbunden. Selbstverständlich ist alleine die Möglichkeit den Kühler auch komplett passiv betreiben zu können, ein weiterer Pluspunkt.
Pro
  • Lieferumfang
  • Verarbeitung
  • leise
  • Design
  • passiver Betrieb möglich

Contra

  • schwere und aufwendige Montage
  • kein Lüfter mitgeliefert
Den Kühler können Sie für 54,90 Euro u.a. bei PC-Cooling.de kaufen.

 

Lautsprecher Teufel


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