Fünf aktuelle Kühler im Test - Es ist Lan-Party-Zeit!
Der japanische Kühlerspezialist Scythe hat mit dem „Kabuto“ ebenfalls ein neues Produkt auf dem europäischen Kühlermarkt gebracht. Der Kabuto zählt sich als einziger Kühler im Test zu den Top-Flow-Kühlern und setzt nicht auf die standardmäßige Tower-Form. Nichts desto trotz muss sich auch bei diesem Produkt ein 120 mm Lüfter in der Praxis beweisen.
Lieferumfang
- Kühler
- 120mm Lüfter
- Anleitung
- Wärmeleitpaste
- Montagematerial
| Lüftergröße | 120mm |
| Gewicht | 730 g |
| Maße | 124 x 133 x 132 mm |
| U/min | 1300 |
| Material | Aluminium + Kupfer |
| Sockel | Intel Sockel 478, T, LGA775, LGA1156, LGA1336/ AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3 |
| Lautstärke | 0 - 26,5 dBA |
Design und Verarbeitung
Beim Auspacken eines Scythe Kühlers ist es eigentlich jedes Mal dasselbe: Man sieht die relativ kleine bunte Verpackung ganz im japanischen Stil und ist beim Auspacken mächtig erstaunt, wie groß der Kühler wirklich ist. So auch beim Kabuto, der aus zwei einzelnen passiven Kühlern aufgebaut ist, die untereinander mit sechs Heatpipes verbunden sind.
Der 120 mm Lüfter sitzt komplett oben auf und versorgt den rechteckigen Lamellenkoloss mit Frischluft. Da die Luft in Richtung des Prozessors bewegt wird, werden alle umliegenden Komponenten wie zum Beispiel Spannungswandler mit gekühlt – ein netter Nebeneffekt der Top-Flow-Bauweise.
Der kleine passive Kühler unter dem Hauptkühlelement geht nahtlos in die Prozessorauflagefläche über und sorgt somit für die erste Wärmeabgabe an die Luft. Wie für Scythe Kühler typisch kommt auch beim Kabuto eine perfekt verarbeitete Heatplane aus vernickeltem Kupfer zum Einsatz.
Die allgemeine Verarbeitung des Produktes ist in Ordnung, hier und da waren ein paar scharfe Kanten auszumachen.
Montage
Da Scythe durch die Top-Flow-Bauweise den Schwerpunkt des Kühlers so nah wie möglich zum Prozessorsockel verlegt und die Hebelwirkung bei aufrecht stehendem Gehäuse somit entsprechend verringert, entschied man sich beim Kabuto für eine Push-Pin-Montage. Diese Wahl scheint einleuchtend, da die Installation so wunderbar schnell und einfach verläuft. Ein Ausbau des Mainboards blieb ebenfalls erspart. Einzig und alleine das Lösen der Push-Pins ist aufgrund der üppigen Maße des Kühlers ein wenig schwieriger, mit ein wenig Geduld aber ebenfalls machbar.
Fazit
Da Scythe Kühler in der Computerszene schon einen gewissen Ruf haben und für hohe Leistung und Qualität stehen, wundert es kaum, dass der Kabuto ebenfalls zu überzeugen weiß. Der Aufbau des Kühlers wirkt sehr durchdacht und die Top-Flow-Konstruktion kühlt Mainboardkomponenten ebenso zuverlässig wie den Prozessor. Die Verarbeitungsqualität der Heatplane ist bisher nur von wenigen anderen Herstellern erreicht, dafür hat der Kabuto teilweise mit scharfen Lamellen zu kämpfen.
Die Kühlleistung ist hingegen sehr gut und so belegt der Cooler den zweiten Platz in unserem Leistungstest. Der Lüfter war auch bei einer Betriebsspannung von 12 Volt noch sehr leise und so eignet sich der Kabuto auch ohne weiteres für den Betrieb in einen Silent-System. Für einen Preis bekommt man hier einen guten Kühler zu einem angemessenen Preis. Das Gesamtpaket bestehend aus Qualität, Leistung und Laufruhe bringen dem Scythe Kabuto den Preis-Leistungs-Award ein.

Pro
- schnelle Montage
- gute Kühlleistung
- sehr leise
- Preisleisungsverhältnis
- perfekte Heatplane
Contra
- Lüfter nicht entkoppelt
- teilweise scharfe Kanten






