Sechs aktuelle CPU-Kühler im Test
Der erste Kandidat im Frühjahrstest kommt aus dem Hause OCZ Technology und hört auf den Namen Gladiator Max. Der Kühler setzt auf einen großen 120mm Lüfter und die HDT-Technologie. Die Ähnlichkeit zum Vendetta 2 aus dem eigenen Produktsortiment ist außerdem sehr gut zu erkennen
Lieferumfang
- Montagematerial
- Anleitung
- Kühler
- Lüfter
- Wärmeleitpaste
| Lüftergröße | 120 mm |
| Gewicht | 780 g |
| Maße | 63 x 120 x 165 mm |
| U/min |
800 - 1500 |
| Material | Aluminium + Kupfer |
| Sockel | Intel LGA 775 / AMD 754, 755, 939, 940, AM2(+) |
| Lautstärke |
19,6 – 26,4 dB(a) |
Design und Verarbeitung
Beim Gladiator Max hat man sich formtechnisch stark an der schon etwas älteren Vendetta Kühlerserie orientiert. Das Design ist, wie beim Vendetta 2 auch, als nach hinten spitz zulaufend zu beschreiben. Die Frontfläche, an welcher der Lüfter befestig wird, ist hingegen waagerecht gehalten. Insgesamt verfügt der Kühlerblock über vier dicke Heatpipes, die dank HDT-Technologie direkt auf dem Prozessor aufliegen und die Wärme somit noch schneller abführen können. Die Effizienz dieser Technik hat sich bereits in den vergangenen Reviews deutlich gezeigt.
Es gibt allerdings auch einige Unterschiede im Vergleich zur Vendetta 2 Serie: So befindet sich am unteren Ende des Kühlblocks eine große Lücke von ca. 8 mm zwischen den Lamellen. Die Ursache hierfür ist bei den sechs neuen Aluminiumbolzen zu suchen, die mit der Heatplate verbunden sind und dem gesamten Kühleraufbau eine bessere Stabilität verleihen sollen. Wieso sich OCZ zu dieser Maßname entschlossen hat, bleibt fraglich, da der Vendetta 2 eigentlich einen sehr stabilen Eindruck machte. Die Lücke stört zwar nicht sonderlich, kann dem Design aber auch nicht positiv Rechnung tragen. Die Verarbeitungsqualität ist hingegen weitgehend als gut zu beschreiben, allerdings hat OCZ immer noch ein Problem mit der Verarbeitung der Kanten. Diese haben teilweise eine enorme Schärfe, sodass man bei der Installation ernsthaft begründete Angst vor kleinen Schnitten haben muss. Die Prozessorauflagefläche ist darüber hinaus nur mittelmäßig verarbeitet.
Montage
Der Lüfter wird ganz einfach mit den mitgelieferten Entkopplern aus Gummi an den Passiv-Kühlblock befestigt und hat somit keine Chance unschöne Vibrationen auf die Lamellenkonstruktion zu übertragen.
Sehr lobenswert ist außerdem die Montage mit Push-Pins auf dem Mainboard. Dazu werden die beiden Montagestücke von unten an den Kühler geschraubt und in den Löchern auf der Hauptplatine versenkt. Diese Installationsmethode hat den Vorteil, dass sie sehr schnell und einfach zu bewerkstelligen ist und auch unerfahrene Benutzer sich ohne Bedenken versuchen können. Im Zweifelsfall hilft hier die bebilderte Bedienungsanleitung weiter. Wer seinen Computer oft mit auf Lan-Parties nimmt, sollte allerdings beim Transport besonders vorsichtig sein. Zwar halten die Push-Pins einiges aus, können aber nicht mit der Stabilität einer soliden Verschraubung mithalten.
Optional ist im Übrigen auch ein Installationskit für den neuen Sockel 1366 von Intel käuflich zu erwerben.
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Fazit
Mit dem Gladiator Max nimmt OCZ eine erweiterte Version des Vendetta 2 Kühlers in sein Produktportfolio auf. Neben den sechs neuen Stabilitätsbolzen und einem leicht abgeänderten Design, verfügt der Kühler nun auch über dickere Heatpipes. Leider wird das Gesamtbild durch die Verarbeitungsqualität getrübt, da immer noch viele Kanten regelrecht zu kleinen Verletzungen einladen. Positiv ist hingegen zu bemerken, dass der Lüfter durch spezielle Gummis entkoppelt wird und somit besonders leise arbeiten kann. Selbst im 12V-Betrieb ist dieser durchaus für einen Silent-PC geeignet. Beim Leistungstest erreicht der Kühler den vierten Platz und bewegt sich somit im guten Mittelfeld aktueller Luftkühler. Für einen Preis von ca. 38,-€ hätte die Qualität ruhig ein bisschen besser ausfallen können, auch wenn die Leistung stimmt.
Pro
- einfache Montage
- gute Kühlleistung
- Anleitung (englisch)
Contra
- scharfe Kanten
- P/L Verhältnis













