Sechs aktuelle CPU-Kühler im Test
Der Hersteller Scythe hat sich in den letzten Jahren einen festen Namen in der Kühlerszene gemacht. Nach dem Top-Kühler „Mugen“, kommt nun der Mugen 2, welchen wir ebenfalls auf Herz und Nieren testen konnten. Die neue Version setzt auf einen großen 120 mm Lüfter und ist Sockel 1366 kompatibel. Mit fast 900 g ist der Mugen 2 der massivste Kühler im Test und kann bei entsprechender Konfiguration auch passiv betrieben werden.
Nach über einem Jahr Entwicklungszeit stellt Scythe seinen neuen CPU-Kühler vor: Den Mugen 2. Dieser soll für höchste Kühlleistung bei gerinstem Geräuschpegel stehen.
Die Weiterentwicklung bringt eine vollkommen veränderte Lamellenstruktur zu Tage. Diese optimierte Multiple Airflow Pass-Through Struktur soll eine optimale Wärmeabfuhr über den 120mm Lüfter.
Lieferumfang
- Montagematerial
- Anleitung
- Kühler
- Lüfter
- Wärmeleitpaste
| Lüftergröße | 120 mm |
| Gewicht | 870 g |
| Maße | 130x 100 x 159 mm |
| U/min |
1400 |
| Material | Aluminium + Kupfer |
| Sockel | Intel LGA 478, 775, 1366 / AMD 754, 939, AM2(+) |
| Lautstärke | 0 – 26,5 dB(a) |
Design und Verarbeitung
Der Nachfolger des Mugen kommt, wie gewohnt, in einem Scythe-typischen bunten Karton beim Anwender an. Im Inneren befindet sich der riesige Passivkühlkörper, der in puncto Volumen jedem anderen Kühler im Test überlegen ist. Insgesamt fünf Heatpipes durchziehen die Aluminiumlamellen, welche nicht durchgängig miteinander verbunden sind, sonder in fünf kleine Kühlblöcke unterteilt wurden. Um genügend Stabilität zu gewährleisten, sind zwei Lamellenschichten aus einem Stück gefertigt und halten so die fünf schmalen Elemente zusammen. Zwischen der Auflagefläche und dem Lamellenaufbau, befindet sich zu dem noch ein kleinerer passiver Kühlkörper, der die Wärme von der Oberseite der Heatplate abführt. Die Heatpipes sind somit nicht nur das thermische Verbindungsstück zwischen Lamellen und Prozessorauflagefläche, sondern sorgen auch gleichzeitig für die passende Statik. Der Mugen 2 wirkt durch das Verdecken der Heatpipe-Ende auf der Oberseite des Kühlers nun außerdem um einiges hübscher, als die erste Version. Wie man es allerdings von Scythe kennt, verzichtet man auf aufwändige Lammelendesigns und nutzt mit der rechteckigen Form die maximal zur Verfügung stehende Oberfläche aus. Bei der Verarbeitung gibt es, wie so oft, nur eines zu bemängeln: Auch beim Mugen 2 häufen sich scharfe Kanten, sodass man bei der Installation aufpassen sollte. Die Bodenplatte aus Kupfer ist hingegen extrem sauber gefertigt – Kompliment, hier können sich andere Hersteller noch viel abgucken!
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Montage
Dank der beiden mitgelieferten Lüfter-Klammern kann der Lüfter an jeder Seite des Kühlers montiert werden. Es ist somit auch möglich mehrere Lüfter zu installieren, um den Luftstrom weiter zu optimieren. Standardmäßig liegt aber nur ein schwarzer 120 mm Lüfter bei, der für den Normalfall mehr als ausreichend ist. Durch die Scythe MAPS Technologie (Multiple Airflow Pass-through Structure) wurden die Lamellen so optimiert, dass die Luft, egal an welcher Seite der Lüfter montiert wird, optimal durch den Kühlkörper geleitet wird. Leider wird der Lüfter nicht entkoppelt montiert, was im Test aber nicht weiter negativ aufgefallen ist.
Die Montage des Kühlers ist hingegen etwas aufwändiger, da eine Verschraubung zum Einsatz kommt. Diese ist bei dem hohen Gewicht und den großen Abmaßen und der damit verbundenen Hebelwirkung des Kühlers allerdings auch gerechtfertigt. Stabilität hat aber auch ihren Preis: So muss das Mainboard zur Montage ausgebaut werden, um die Backplane hinter dem Prozessorsockel zu platzieren. Nutzer eines Core i7-Systems aus dem Hause Intel können sich auch freuen, da Scythe das entsprechende Montagematerial gleich mitliefert. Der Zeitaufwand der Installation ist somit um einiges höher als bei Intels Push-Pins, dafür sitzt der Mugen 2 hinterher bombenfest. Bei Fragen hilft zudem die Anleitung weiter.
Fazit
Der Scythe Mugen 2 hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck, der nur von den scharfen Kanten der Lamellen getrübt wird. Leider ist dieses Phänomen bei vielen aktuellen Kühlern vorzufinden und soll somit nicht allein dem Mugen 2 zur Last werden. Designtechnisch gibt man sich, wie auch beim Mugen (1), sehr dezent und setzt die Materialien und den massiven Aufbau des Kühlers in den Vordergrund. Die Heatpipe-Deckel runden das Gesamtbild dementsprechend ab. Äußerst positiv wollen wir noch einmal die Verarbeitung der Bodenplatte hervorheben, die in diesem Test ihres Gleichen sucht. Auch im Leistungstest wusste der neue Mugen zu überzeugen, so platzierte er sich im aktiven Betrieb mit einem 120 mm Lüfter direkt hinter dem Asus Pendaten und belegt den zweiten Platz in unserem Review. Fraglich ist, wie das Duell ausgegangen wäre, wenn der Scythe auch einen zweiten Lüfter zur Verfügung gehabt hätte. Der geringe Temperaturvorteil, den sich der Asus Kühler erarbeiten konnte, steht allerdings in keinem Verhältnis zu der damit produzierten Lärmbelastung. Für Silent-Anhänger ist der Mugen 2 hier ganz klar die bessere Wahl, da der mitgelieferte Lüfter seinen Dienst wirklich leise verrichtet. Wir haben es uns außerdem nicht nehmen lassen, den Mugen 2 einmal passiv zu betreiben. Die Temperaturen stiegen dabei im Load bis auf 60 Grad an, was unter Optimierung des Gehäuseluftstroms eventuell noch zu verbessern ist. Schwächere Computersysteme sollten sich so allerdings ohne Probleme geräuschlos kühlen lassen. Das Beste kommt aber noch: Der Scythe Mugen 2 ist bereits zu einem Straßenpreis von ca. 34,-€ erhältlich und sichert sich somit den Preis-Leistungs-Award.
Pro
- sichere Montage
- sehr gute Kühlleistung
- Preis !
- Anleitung
- Leise
- Lieferumfang
Contra
- Mainboard muss zur Montage ausgebaut werden (Backplane-Lösung)












