Winter-Roundup: Fünf aktuelle CPU-Kühler im Vergleich

Der wohl außergewöhnlichste Kandidat kommt dieses Mal von Thermaltake. Im ersten Augenblick hatten wir das Gefühl, dass ein Triebwerkhersteller die falsche Adresse auf ein Paket geklebt hat und die Turbine nun fälschlicherweise bei Allround-PC eingetrudelt ist. Auf den zweiten Blick offenbarte sich uns aber, dass es sich um einen CPU-Kühler im großen Stil handelt, der einen äußerst interessanten Aufbau besitzt. Es handelt sich dabei um den neuen SpinQ Kühler!

 

Lieferumfang
  • Montagematerial
  • Anleitung
  • Kühler
  • Lüfter
  • Wärmeleitpaste 
  • Casebadge
  • Lüftersteuerung

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Lüftergröße 80 * 85 mm
Gewicht 667 g
Maße 121,6 x 90 x 151,8 mm
U/min
1000-1600
Material Aluminium + Kupfer
Sockel Intel LGA 775 / AMD 754, 939, 940, AM2(+)
Lautstärke 19-28 dB(a)

 

Design und Verarbeitung

Monströs aber doch irgendwie vollendet, so könnte man das Design des SpinQ von Thermaltake beschreiben. Spiralförmige Aluminiumlamellen bilden ein zylinderartiges Konstrukt, in dessen Mitte ein radialer 80 mm-Lüfter angebracht ist, der über eine Walze mit Schaufelblättern verfügt, die sich über die komplette Länge des passiven Kühlkörpers erstreckt und bei Betrieb in blauer Farbe erstrahlt. Während der Innenraum des Kühlblocks aufgrund der innen liegenden Lüfterwalze vollständig rund ist, präsentiert sich die äußere Hülle in einem zackigen Design, das an viele hintereinander gereihte Turbinenrotorblätter erinnert. Durch die 50 einzelnen Lamellenschichten ziehen sich insgesamt sechs dicke Heatpipes, die mit der sehr gut verarbeiteten Bodenplatte aus Kupfer verbunden sind. Dabei schafft es Thermaltake trotz dieser kritischen Designvorlage, die ja im Grunde genommen für scharfe Kanten und Ecken prädestiniert ist, ein durchgehend hohes Qualitätsniveau zu erreichen. Die silberne Färbung aller Komponenten des Kühlers sowie das einmalige Design machen die Kühler zu einem echten Hingucker. Diese Kühlerschönheit hinter der Stahl- oder Aluminiumseitenwand des Computergehäuses zu verstecken ist beinahe eine echte Verschwendung.

 

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Montage

Die Montage erfolgt auch hier über die Standardsysteme der Chiphersteller, was zwar schnell und einfach geht, aufgrund des hohen Schwerpunktes des Kühlers und einem Gewicht von fast 700 g wäre eine Lösung mit Backplane hier aber schöner gewesen.
So montiert man bei LGA775-Plattformen zu erst die beiden Adapter, die an ihrem Ende die vier nötigen Pushpins aufweisen. Dieses geschieht mit vier kleinen Schrauben, die von unten in die Heatplane geschraubt werden. Die Pushpin- Installation erfolgt dann wie gewohnt. Bei AMD kommt das Standardsystem zu Einsatz, was den Kühler mithilfe der mitgelieferten Wippe an den Prozessor drückt. Beide Installationsmethoden gehen schnell von der Hand und erfordern keinen Ausbau des Mainboards, was definitiv ein Pluspunkt ist.

 

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Fazit

Der SpinQ hat nicht nur einen interessanten Namen sondern ein ebenso interessantes, wie auch passendes Design vorzuweisen. Die komplett symmetrische Anordnung der Lamellen in Zylinderform und der integrierte Walzenlüfter, der zusätzlich blau beleuchtet ist, machen einen tollen Eindruck und ziehen definitiv die Blicke auf sich. Die Montage geht ebenfalls schnell von der Hand, da die Standardmethoden zum Einsatz kommen. Wir hätten uns in diesem Fall aber lieber ein stabileres System gewünscht, da der Kühle recht groß und schwer ist. Dieses kleine Manko wird aber von der interessanten Lüfterkonstruktion wieder wett gemacht, die mit einer Länge von 8,5 Zentimetern in der Lage ist, alle Lamellen mit Frischluft zu versorgen. Des Weiteren werden auch bei diesem Modell umliegende Bauteile mitgekühlt. Außerdem ist der Lüfter bei 6V flüsterleise und selbst bei 12V ist nur ein leises Brummen zu vernehmen. Die Spannung kann dabei sogar direkt an einem Drehregler, der in das Lüfterkabel integriert ist, eingestellt werden. Die dabei gemessenen Temperaturen lassen sich ebenfalls sehen. So arbeitete der Kühler bei 12 Volt nur ein kleines bisschen effektiver als mit 6 Volt Spannung, was klar für den Silent-Einsatz spricht. Zudem erreichte der SpinQ in unserer Gesamtleistungswertung den dritten Platz, wobei diese Werte unter Berücksichtigung der geringen Lautstärke zu betrachten sind. Wer also einen schicken, sehr gut verarbeiteten Kühler sucht, der extrem leise arbeitet, ist mit dem SpinQ von Thermaltake gute beraten. Der Preis von knapp 55,-€ geht für das Gebotene in Ordnung, kratzt aber schon an der Schmerzgrenze.

 

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Pro

  • schnelle & einfache Montage
  • sehr gute Kühlleistung
  • sehr leise
  • kühlt andere Komponenten effektiv mit
  • Lüftersteuerung
  • gute Verarbeitung

Contra

  • Preis

 


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