Test: iTeufel Radio v2

Geschrieben von Luca Höveler am 15.11.2010.

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Ein Radio mit Weckfunktion und iPod-Schnittstelle scheint nicht gerade ein Novum zu sein, doch wenn der Lautsprecherhertsteller Teufel ein solches Produkt auf den Markt bringt, sind die Erwartungen dementsprechend hoch. Ob das iTeufel Radio v2 überzeugen konnte und welche Features es bietet, lesen Sie hier.

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Technische Details

Kopfhörer Ausgang1
Klinkenbuchsen 3.5mm1
DisplayJa
FM – UKW87,5 MHz – 108,0 MHz
RDSJa
Senderspeicherplätze10
FernbedienungJa
Verstärkerkanäle3
Endstufenleistung
Subwoofer-Kanal
23 W
Endstufenleistung
Satelliten-Kanal
6 W
Gewicht3,25 kg
Maße145 x 340 x 165 mm

Lieferumfang

  • iTeufel Radio
  • 2 Teufel-Aufkleber
  • Bedienungsanleitung
  • Rückgabeformular
  • Netzteil inkl. 3 Adaptern
  • Wurfantenne
  • Dock-Adapter
  • Fernbedienung

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Design

Das iTeufel Radio ist in mehreren Farbvariationen erhältlich: Komplett schwarz oder weiß, doch selbst an zwei exotische Versionen hat der Berliner Hersteller gedacht, denn ebenfalls verfügbar ist entweder eine rosafarbene Ausführung mit weißer Front, oder gar eine Variante in Holz-Optik und schwarzer Front. Wir haben in diesem Test das schwarze Modell genauer unter die Lupe genommen. Bei der Herstellung des iTeufel Radios wurde hauptsächlich Metall und Kunststoff verwendet. Das Design erweist sich als schlicht, aber dennoch elegant. Mattes schwarz konvergiert ausgezeichnet mit dem ecken- und kantenlosen Design.

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Oben angefangen, weist der Top-Bereich eine Dockingstation auf, die dank des im Lieferumfang enthaltenden Adapters, fast jeden iPod unterstützt. Selbst der Adapter besteht aus mattem schwarz, aber ein komplettes Verschließen des eher unschönen Anschlusses ist allerdings nicht möglich. Die Verbindung eines Apple iPhones wird offiziell nicht unterstützt, dennoch war der Betrieb mit einem iPhone 3GS möglich. Gleich davor befindet sich in leicht abgerundeter Form eine Mute/Snooze Taste, welche sich sowohl bei Musikgenuss, als auch beim Abschalten des Alarmtons nutzen lässt. Beide Seitenteile wirken besonders edel, da hier weder Knöpfe noch Applikationen das schlichte Erscheinungsbild trüben.

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Die Vorderseite bietet neben zwei Treibern, einem Display und einem große Drehregler eine Auswahl an Tasten, welche die direkte Steuerung des Gerätes ohne Fernbedienung ermöglichen. Ein recht symmetrischer Aufbau der Front scheint existenziell für den eleganten Stil des Radios, kein Wunder ist es daher, dass die Entwickler aus dem Hause Teufel auch daran gedacht haben. Jeweils rechts und links außen befindet sich ein Treiber mit etwa 8 cm Diagonale. Schwarze, runde Meshgitter verdecken die beiden Klanggeber. Im mittleren Bereich befinden sich neben den Treibern zwei kleine Infrarot-Empfänger, sowie weiter unterhalb zwei Bass-Ausgänge, jeweils von ca. 20 mm Durchmesser. In der obigen Mitte des iTeufel Radios befindet sich ein Monochromdisplay, welches in ausgeschaltetem Zustand, hinter der abgedunkelten Plexiglasscheibe kaum auffällt. Unterhalb des Displays befindet sich ein eminenter Regler, der sich in Sachen Größe durchaus von den anderen Knöpfen differenziert. Insgesamt befinden sich im Frontbereich sechs kleine Tasten, welche – ebenso wie der Lautstärkeregler – weiß beschriftet sind.

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Da der Name Teufel bei vielen Anwenden mit gutem Sound in Verbindung gebracht wird, soll auch das iRadio einen guten Klang bieten. Für den nötigen Bass,  soll der unterseitige Tieftöner sorgen. Ein Meshgitter verbirgt den „23-Watter“, welcher einen Durchmesser von etwa 110 mm misst. Oft bietet der Bass allerdings einen riesigen Störfaktor, der Vibrationen im ganzen Regal auslöst. Deshalb spendiert Teufel dem Radio vier gummierte Füße, welche die schwarze Unterseite aufwerten und Vibrationen dämpfen. Wird nun die Rückseite betrachtet, so fällt eine Vertiefung auf, die zahlreiche Eingänge aufweist, aber auch der Bass-Regler findet hier seinen Platz. Ebenfalls befindet sich hier ein Eingang für zusätzliche Multimediageräte, der sogenannte Aux-Input. Darunter fanden wir einen Mikrofon-Eingang vor, sowie die Kopfhörerbuchse. Ebenfalls im Bereich der Vertiefung liegen die Buchse der Wurfantenne, sowie der Stromeingang. Rechts neben diesen Anschlüssen befindet sich ein Batteriefach, welches als Gangreserve für die Uhr bei Stromausfall dient. Der Betrieb kann ohne Stromanschluss allerdings nicht fortgeführt werden. Auch auf der Rückseite sind alle Eingänge beschriftet und sorgen so für eine gute Übersicht.  

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Handhabung

Die Handhabung des iTeufel Radios erweist sich als eher durchschnittlich: Die ersten Schritte sind zwar gut beschrieben, erfordern allerdings ein paar ruhige Minuten. Ist ein Durchblick der Steuerung vorhanden, fällt die Handhabung leicht, denn dank der überaus umfassenden Fernbedienung lässt sich das iTeufel Radio sogar bequem vom Sofa aus steuern. Dabei  harmoniert die Fernbedienung nicht zu 100% mit dem iTeufel Radio, so dass es in seltenen Fällen nötig wird, eine Taste mehrfach zu betätigen.

Die rückseitigen Anschlüsse lassen sich nur umständlich erreichen, denn um beispielsweise einen Kopfhörer (z.B. Aureol Fidelity) anzuschließen, muss erst einmal die richtige Buchse gefunden werden. Eine der Hauptfunktionen ist das integrierte iPod-Dock. Im eingesetzten Zustand lässt sich auch der iPod via Fernbedienung bedienen. Ansonsten lässt er sich – im Vergleich zum Terratec Noxon – erheblich besser bedienen, da der iPod-Bildschirm auch während des Abspielens voll nutzbar ist. Außerdem auffällig ist, dass der Empfang bei eingesteckter Wurfantenne außerordentlich gut ist. Selbst ein RDS-Signal lässt sich mit dem iTeufel Radio empfangen, mithilfe dessen nun Titel und Radiosender anzeigt werden können. Auch hier kommt die Fernbedienung zum Einsatz, denn die Nummern 1-10 stehen jeweils für eine gespeicherte Senderfrequenz, welche schnell abgerufen werden kann. Mit einem frei wählbaren Sender besteht die Möglichkeit sich wecken zu lassen. Andererseits stehen zwei Alarmsignale zu Verfügung, welche für ein wenig Abwechslung sorgen.

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Sound

Produkte des Berliner Herstellers Teufel stehen meist für eine angenehme, klare Klangqualität. Dieser Erwartung konnte das iTeufel Radio v2 locker nachkommen, denn dank des unterseitigen Tieftöners sind die Bässe unverzerrt und klar. 50 Watt wirken im Vergleich zum Noxon mit 18 Watt deutlich überlegen. Die zwei vorderen Lautsprecher sind gut mit dem Tieftöner abgestimmt, und wer noch etwas mehr Bass haben möchte, der kann mithilfe des Reglers die gewünschte Stärke manuell einstellen. Je nach Position des Radios können jedoch im Betrieb Rückschlüsse auf die Form der Audioquelle herausgehört werden. So sollte eine etwas entferntere Position  (>1,50m) gewählt werden, um einen optimalen Klang zu erhalten. Direkt vor dem Gerät wird der Klang in einigen Fällen etwas stumpf.

Fazit

Das Fazit fällt bei dem iTeufel Radio v2 sehr zufriedenstellend aus, da es uns in Sachen Design, Handhabung und Verarbeitung überzeugen konnte, und auch die Klangqualität enttäuschte nicht. Der Sound ist klar und selbst ein satter Bass untermalt diesen Eindruck, dank der gummierten Standfüße werden Vibrationen sofort eliminiert. Auf der Rückseite lassen sich einige Geräte anschließen, leider ist die richtige Buchse jedoch anfangs erst einmal zu suchen. Für rund 200 Euro UVP erhält jeder Designliebhaber und Soundfan ein Stand-Alone-Produkt, welches sowohl äußerlich, als auch soundtechnisch für einen Paukenschlag sorgt.

Pro

  • Design
  • Sound
  • Verarbeitungsqualität
  • Fernbedienung
  • Funktionsumfang

Contra

  • etwas schwerfällige Steuerung per Fernbedienung
  • Kopfhöreranschluss auf der Rückseite

Artikelempfehlungen:

Wer noch noch einem passenden Teufel PC-System sucht oder nach guten in-Ear-Kopfhörere, der sollte sich die beiden folgenden Testberichte näher ansehen:

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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