Sonos Play:5 Multiroom-Lautsprecher

Perfekter Klang an jedem Ort?

Geschrieben von Niklas Ludwig am 26.11.2015.

Sonos Play5 Startbild

In diesem Test haben wir uns die zweite Generation des Sonos Play:5 angeschaut, der die erste Generation beerben soll. Gleichzeitig bietet dieser Test die Gelegenheit, das neue Trueplay-Feature auszuprobieren, bei dem der Klang den Raumbegebenheiten angepasst wird. Ob der neue Play:5 seinen Vorgänger würdevoll beerbt, klären wir im Test.




Technische Daten

Lautsprecher

  • Hochtöner (Anzahl): 3
  • Mitteltöner (Anzahl): 3
  • Gehäusematerial: Kunststoff

Anschlüsse

  • LAN: 1x
  • WLAN: Ja
  • SonosNet: Ja
  • Klinkenanschluss: Ja

Wiedergabe

AIFF: Ja
MP3: Ja
WMA: Ja
WAV: Ja
ACC: Ja
AAC+: Ja
FLAC: Ja
OGG: Ja
iTunes Plus: Ja
Apple Lossless: Ja

Elektronik

  • WLAN-Standards: 802.11 b/g
  • Verstärker: Class D
  • Verstärkerkanäle: 6
  • Betriebsspannung: 230 Volt
  • Standby-Funktion: Ja

Abmessungen

  • Tiefe: 15,4 cm
  • Breite: 36,4 cm
  • Höhe: 20,3 cm
  • Gewicht: 6,36 kg

Lieferumfang

  • Sonos Play:5
  • Stromkabel
  • Ethernet-Kabel
  • Schnellstartanleitung

Design & Verarbeitung

Wir haben den Sonos Play:5 in der weißen Variante getestet, die sich mit ihrer matten Oberfläche gut in die Wohnlandschaft einfügt. Das Design ist deutlich moderner als bei der ersten Generation des Play:5 und trotz seiner Schlichtheit sehr ansprechend. Die Front wird komplett von der Lautsprecherabdeckung in Beschlag genommen. Sonos hat sich für eine Abdeckung aus Kunststoff entschieden, damit die sechs WLAN-Antennen ungehindert funken können.

Sonos Play5 - Frontansicht Sonos Play5 - DraufsichtRückseite
Das Design der zweiten Generation des Play:5 ist deutlich moderner, hält sich aber mit Spielereien zurück

Am oberen Ende der Abdeckung ist mittig ein fingerbreiter Streifen mit dem Sonos-Logo eingelassen, der sich hoch bis zur Oberseite zieht, wo der Streifen als Touchscreen fungiert. Über diesen kann die Wiedergabe gestartet und pausiert werden. Über die Tasten links und rechts vom Touchscreen kann zudem die Lautstärke geregelt werden. Eine Wischbewegung wechselt hingegen zum nächsten, beziehungsweise vorherigem Lied. Zwei Play:5 lassen sich auf Wunsch zu einem Stereopaar koppeln, weshalb der Lautsprecher an beiden Seiten kleine Gummifüße besitzt, damit er auch vertikal aufgestellt werden kann. Wird er jedoch, wie in unserem Fall, alleine genutzt, empfiehlt sich die horizontale Aufstellung. Sensoren erkennen automatisch, in welcher Position sich der Lautsprecher befindet und passen den Klang entsprechend an.

Sonos Play5 - Draufsicht Sonos Play5 - Touchscreen
Die Bedienung kann über das Touch-Bedienfeld oder die App erfolgen

Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse des Play:5: Darunter der Stromanschluss, ein Ethernet-Port sowie ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Zudem befindet sich hier der einzige physische Knopf, der einzig und allein zur erstmaligen Einrichtung benötigt wird. Sonos verspricht, dass der Play:5 hoher Feuchtigkeit standhält und sich somit auch im Badezimmer nutzen lassen soll. Die Abmessungen betragen 203 x 364 x 154 mm, wodurch der Lautsprecher prinzipiell auf einem Regal Platz findet. Da er allerdings doch recht stark in die Tiefe geht, sollte vorher überprüft werden, ob das Regal genug Platz bietet, damit der 6,36 Kilogramm schwere Lautsprecher nicht über die Kante ragt. Insgesamt wirkt der Netzwerk-Lautsprecher wie aus einem Guss und ist hervorragend verarbeitet.

Eigenschaften & Klang

Beim Play:1 (zum Play:1 Testbericht) hat uns die einfache Einrichtung gefallen, was sich beim Play:5 nicht anders verhält. Die App gibt vor, was zu tun ist, und nach wenigen Minuten ist der Lautsprecher einsatzbereit. Ein Ethernet-Kabel wird nicht für die Einrichtung benötigt, alles geht komplett kabellos vonstatten.

Sonos Play5 - Einrichtung 4Sonos Play5 - Einrichtung 1 Sonos Play5 - Einrichtung 2 Sonos Play5 - Einrichtung 3

Die App gibt bei der Einrichtung Schritt für Schritt vor, was zu tun ist

Die App ist nach wie vor sehr übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen. Alle Funktionen sind bequem und einfach zu erreichen. Bei der Anzahl der Streaming-Dienste liegt Sonos weiterhin deutlich vor dem deutschen Konkurrenten Raumfeld und bietet nahezu alle relevanten Dienste an. Derzeit werden 32 Streaming-Dienste gelistet, darunter Spotify, Amazon Music oder Google Play Music. Das Einbinden eigener Musik, sei es vom mobilen Endgerät oder einem PC, klappt ebenso reibungslos.

Sonos Play5 - Touchscreen DetailHinter der Lautsprecherabdeckung des Play:5 verbergen sich insgesamt drei Hoch- sowie drei Mitteltöner. Jeder Töner wird von einem Class D-Verstärker angesteuert. Das Resultat: eine harmonische, warme Klangwiedergabe, deren Fundament auf einen trockenen Bass aufbaut. Dieser reicht weit nach unten – und das, obwohl Sonos sich gegen Tieftöner entschieden hat. Gleichzeitig werden die Mitten und Höhen klar und präsent wiedergegeben und verzerren selbst bei hohen Lautstärken nicht. Zudem kann der Play:5 sehr laut spielen und zeigt sich sehr pegelfest. Wer hingegen überwiegend bei geringen Lautstärken Musik hört, sollte im Equalizer die „Loudness“-Option aktivieren, wodurch der Bass besser zur Geltung kommt und kraftvoller spielt.

Klingt noch in der hintersten Ecke gut

Ein neues Feature, das auch für den Play:1 und Play:3 verfügbar ist, ist Trueplay. Mit dieser Funktion lässt sich der Klang des Lautsprechers an seinen Aufstellort anpassen. Schließlich kann ein Lautsprecher an verschiedenen Stellen in ein und demselben Raum unterschiedlich klingen. Um die Kalibrierung vorzunehmen, spielt der Lautsprecher einen Testton ab. Der Anwender muss innerhalb von 45 Sekunden durch den Raum laufen und sein iOS-Gerät dabei auf und ab bewegen. Nach diesem kurzen Prozedere ist die Kalibrierung bereits abgeschlossen.

Sonos Play5 - Trueplay 1 Sonos Play5 - Trueplay Ausmessung 1 Sonos Play5 - Trueplay Ausmessung 3Sonos Play5 - Trueplay Ausmessung 2
Trueplay passt den Klang des Play:5 den Raumbegebenheiten an

Leider funktioniert dieses Feature bisher nur mit iOS-Geräten, wie dem iPhone, iPad oder iPod touch mit iOS 7 oder höher. Android-Geräte bleiben bisher außen vor, da zu viele unterschiedliche Geräte mit unterschiedlichen Mikrofonen auf dem Markt sind. Wer kein iOS-Gerät besitzt, muss nicht automatisch auf Trueplay verzichten. Es reicht aus, sich ein Gerät von einem Bekannten zu leihen und die Kalibrierung einmalig vorzunehmen. Fortan erscheint auch bei Android-Geräten ein Menüpunkt, über den sich Trueplay ein- und ausschalten lässt. Unserer subjektiven Meinung nach, klingt der Play:5 nach der Konfiguration mit Trueplay tatsächlich noch einen Ticken besser. Das Klangbild wirkt insgesamt noch etwas klarer.

Fazit

Sonos hat mit der zweiten Generation des Play:5 einen hervorragenden Streaming-Lautsprecher im Portfolio. Der Play:5 bietet einen sehr guten Klang, der mit Trueplay noch verfeinert werden kann. Leider lässt sich dieses Feature vorerst nur mit iOS-Geräte nutzen. Ansonsten kann der Play:5 auf die bekannten Vorteile der Sonos-Welt zurückgreifen. Die Einrichtung ist unkompliziert, die Bedienung per App intuitiv und es stehen sehr viele Streaming-Dienste zur Auswahl. Zudem passt er sich mit seinem unaufdringlichen Design perfekt in die Wohnlandschaft ein. All das hat jedoch auch seinen Preis: 579 Euro verlangt Sonos für den Play:5.

Sonos Play5 Award

Pro Contra
  • schnelle & unkomplizierte Einrichtung
  • Trueplay nur für iOS-Geräte
  • sehr guter Klang
 
  • übersichtliche & intuitive App
 
  • Trueplay-Feature
 
  • schickes Design
 
  • stabile Verbindung
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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